Ulm News, 05.06.2024 14:44
Schüler löst Großeinsatz aus
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Beschreibung: Die Mitteilung über bewaffnete Person nahe einer Schule löst polizeilichen Großeinsatz aus
Fotograf: Thomas Heckmann
Eine bewaffnete Person an einer Schule ist am Mittwochmorgen der Polizei in Weißenhorn gemeldet worden. Es kam Großeinsatz der Polizei mit über 100 Polizisten, Spezialkräften und zwei Hubschraubern.
Am Mittwoch gegen 08:30 Uhr meldete ein Passant der Polizei eine bewaffnete Person, welche sich einer Schule in der Günzburger Straße näherte und das Schulgebäude betrat. Die Polizei leitete unverzüglich Suchmaßnahmen nach der betreffenden Person ein. Hierbei suchten die Einsatzkräfte unter anderem auch das Schulgebäude der Montessorischule ab und sperrten die nähere Umgebung weiträumig ab.
Im weiteren Verlauf sichteten Spezialeinsatzkräfte der Polizei einen 14-Jährigen innerhalb der Schule. Wie sich herausstelle, brachte er die täuschend echt aussehenden Waffen für ein Projekt mit in die Schule. Hierzu nahmen mehrere Schülerinnen und Schüler Spielzeugwaffen mit. Insgesamt fanden Polizeikräfte bei der anschließenden Absuche 13 Spielzeug- und täuschend echt aussehende Waffen in einem Klassenzimmer auf. Die Ermittler prüfen derzeit, ob dem 14-Jährigen ein waffenrechtlicher Verstoß vorgeworfen wird.
Während des Einsatzes war der Einsatzraum für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt. Im Einsatz befanden sich neben einer dreistelligen Anzahl von Polizeikräften des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West und der Bereitschaftspolizei auch Spezialeinsatzkräfte und zwei Polizeihubschrauber. Wie sich herausstellte, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdungslage für die Schülerinnen und Schüler oder Unbeteiligte. Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt. Vier Kinder der betroffenen Schule behandelte der Rettungsdienst aufgrund der einsatzbedingten Aufregung. Von dem polizeilichen Einsatz waren rund 160 Schülerinnen und Schüler sowie knapp 35 Lehrkräfte betroffen. An den Absperrungen sammelten sich weit über einhundert besorgte Eltern, die zum Teil über eine Schul-App informiert wurden, dass niemand in Gefahr ist, doch die Sorgen der Eltern waren größer.
Während und nach dem Einsatz leisteten die Polizei, die Schulpsychologen sowie die Notfallseelsorge umfangreiche Informations- und Betreuungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie für die Angehörigen.
Sollte eine betroffene Person Betreuungsbedarf haben, soll sich diese bei ihrem Schulleiter oder dem Leiter des Kindergartens melden. Diese stellen dann den Kontakt zu den Schulpsychologen und/ oder der polizeilichen Betreuungsgruppe her.




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