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Ulm News, 29.07.2020 15:59

29. Juli 2020 von Ralf Grimminger
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Klima- und Umweltschutz an Ulmer Schulen: 21 Schulen bei „Umwelt macht Schule“ dabei – trotz Corona


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Zwar gibt es in diesem Jahr Corona-bedingt keine feierliche Übergabe der Prämien und Auszeichnungen im Ulmer Rathaus und auch die Teilnehmerzahl war wegen der Schulschließungen geringer, aber das Projekt „Umwelt macht Schule“ fand selbstverständlich dennoch statt. 21 Ulmer Schulen haben sich mit Energieeinspar-Ideen an der Ausschreibung beteiligt. Die Stadt Ulm unterstützt die Schulen bei ihren Energiesparprojekten dieses Jahr mit einer Gesamtsumme von 20 000 €uro.

 Neben den Prämien für jede Schule, die sich aus erreichter Punktzahl und Schülerzahl ergeben, wurden in diesem Jahr besondere Aktivitäten und Ideen mit einer Extra-Prämie von 300 Euro honoriert. Diese gingen an zwei Schulen. 

Albert-Einstein-Gymnasium Wiblingen

Mit vielen kreativen Ideen werden hier die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz den Schülerinnen und Schülern näher gebracht, alle einbezogen und zum eigenen Handeln motiviert. So hat die Umwelt AG in der Vorweihnachtszeit einen nachhaltigen Adventskalender organisiert, mit Informationen zum nachhaltigen, umweltschonenden Verhalten in der Vorweihnachtszeit.
Dazu wurden tägliche Workshops angeboten, zum Beispiel T-Shirt- Upcycling. In der Wichtel-Challenge traten die Klassen in einen Wettstreit, wer die nachhaltigste Verpackungsidee beim traditionellen Weihnachtswichteln entwickelt. Lehrerinnen und Lehrer können während des gesamten Schuljahres in der "Müllfreien Mittagspause“ mit gutem Beispiel vorangehen: Die Umwelt AG bietet an einem selbst angefertigten Aufsteller wiederverwendbare Gefäße und upgecycelte Stoffbeutel an, die für das Mittagessen ausgeliehen und danach wieder zurück gebracht werden können.

Grundschule Einsingen

An der Grundschule Einsingen werden Themen wie Umweltschutz, Energie, Naturschutz sehr anschaulich mit den Kindern angegangen. Kleine selbstgebaute Energieexperimente regen zum Forschen und zu eigenen Versuchen an. Fragen zum Energieverbrauch bei der Lebensmittelproduktion oder zum Rohstoffverbrauch bei der Papierherstellung werden an ganz praktischen Beispielen erlebbar gemacht. So wird mithilfe von Streichhölzern gezeigt, wieviel Holz in einem Blatt Papier steckt.
Zwei Arbeitsgruppen (AGs) - Umweltforscher und Natur - befassen sich intensiv mit den Themen und stellen sie den anderen Kindern vor. Die Corona-Zeit wurde in der Grundschule Einsingen positiv genutzt, indem die Leiter der AGs an Onlineschulungen über die Themen Wind, Energie im Körper, Strom u.a. bei der „Stiftung Haus der kleinen Forscher“ teilnahmen. Aus diesen lehrreichen Kursen sollen einige Anregungen für das kommende Schuljahr aufgegriffen werden.

Weitere beeindruckende Projekte aus den Rückmeldungen der Schulen zeigen, dass in jeder Altersgruppe einfallsreiche, praxisnahe und lehrreiche Projekte zu Klimaschutz- und Umweltfragen möglich sind, die die Schülerinnen und Schüler zum Teil mit großem Engagement selbst entwickeln und umsetzen. Dazu einige Beispiele:
Am Anna-Essinger-Gymnasium veranstalteten Schülerinnenund Schüler der 8. Klasse einen Tausch- und Schenkmarkt für Dinge, die auf diese Weise eine zweite Nutzung bekamen. Am Hans- und Sophie-Scholl-Gymnasium gab es eine Fahrradwerkstatt, bei der die Schülerinnen und Schüler alte, ungenutzte Fahrräder mitbrachten, diese reparierten und anschließenden verkauften. Der Erlös wurde für einen gemeinnützigen Zweck gespendet. Hohen Multiplikatoreffekt hat ein Projekt der Robert-Bosch-Schule: Die angehenden Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär-Heizung-Klima erstellen auf dem Jugendcampingplatz des Alb- Donau-Kreis eine holzbefeuerte Warmwasserbereitung. Die Besucher des Campingplatzes sollen das Holz für die Warmwassererzeugung selbst hacken und somit ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Arbeit für warmes Wasser aufgebracht werden muss.

Das Projekt "Umwelt macht Schule" läuft in der jetzigen Form seit 2008 und basiert auf einem Modellprojekt aus dem Jahr 1998. Damals wurde mit insgesamt vier Modellschulen gestartet, nzwischen sind alle Ulmer Schulen ins Projekt aufgenommen. Schirmherr ist Oberbürgermeister Gunter Czisch, die Federführung liegt bei der Abteilung Gebäudemanagement/Sachgebiet Haustechnik und Energiemanagement. Eines der wichtigsten Ziele ist die durch Nutzerverhalten bedingte Energieeinsparung an den Ulmer Schulen. Dabei arbeiten Schüler/-innen, Lehrkräfte, Hausmeister und die städtischen Abteilungen Bildung und Sport und das Gebäudemanagement Hand in Hand zusammen, unterstützt durch die Regionale Energieagentur, SWU und FUG. Diese Energiesparteams untersuchen die Energieverbräuche und entwickeln schulinterne spezifische Umsetzungsprogramme.
Eine zentrale Aufgabe fällt dabei den „Öko-Ordnern“ und den Hausmeistern zu. Die praktische Umsetzung des Projektes erfolgt durch pädagogische Tage, Wettbewerbe, Aktionstage, Besichtigungen und Kooperationen mit außerschulischen Partnerorganisationen wie bspw. der Regionalen Energieagentur Ulm oder dem BUND Umweltzentrum Ulm. Außerdem erfolgt eine verstärkte Einbindung umweltbezogener Themen in den Unterricht. Dabei geht es schwerpunktmäßig um das Nutzerverhalten und die Bewusstseinsbildung: Entscheidend dabei ist die Verknüpfung zwischen dem fac hlichen Input im Unterricht, in AGs und Exkursionen, dem Entwickeln und Umsetzen von eigenen Ideen und Maßnahmen aus der Schülerschaft heraus und dem Nachverfolgen und Erleben von Praxistauglichkeit und Wirksamkeit. In dieser Kombination üben und erfahren die Beteiligten nicht nur die notwendigen Kenntnisse, sondern auch Kreativität, Kooperationsfähigkeit, Selbstwirksamkeit und ihre eigene Wirkung als Multiplikator für klimaschutzbezogene Herausforderungen und Lösungen.
Auch für das Schuljahr 2019/2020 waren wieder alle Ulmer Schulen dazu aufgerufen, über ihre Umwelt- und Energieaktivitäten zu berichten. Auf der Grundlage ihrer Rückmeldungen und abhängig von der Größe der Schule erhalten die Schulen jedes Jahr Prämien. Besonders hervorzuhebende Aktivitäten werden mit einer Auszeichnung gewürdigt. Viele geplante Projekte und Aktivitäten konnten in diesem Schuljahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht oder nur teilweise umgesetzt werden. Die Projektleitung für "Umwelt macht Schule" hat diesen Umstand bei der Vergabe der diesjährigen Prämien mit berücksichtigt. Umso erfreulicher, dass seitens der Schulen dennoch über eine ganze Reihe engagierter und beispielhafter Aktivitäten berichtet werden konnte.



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