Ulm News, 13.11.2015 09:00
Designer entwickelt die Ulmer Avenio-Straßenbahnwagen weiter
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Beschreibung: Neu sind unter anderem die Haltestangen in Bügelform, eine größe- re Taste auf dem Haltewunsch-Knopf und LED-Beleuchtung in Doppellichtbändern. Auch der verbreiterte Gang ist zu erkennen.
In zwei Jahren wird das erste Fahrzeug der bei Siemens bestellten Straßenbahnwagen des Typs Avenio in Ulm eintreffen. Die Wagen werden sich eng an die Optik des heutigen Combino anlehnen – und doch mit einem neuen Look aufwarten. „Das wird vor allem an der Frontpartie sichtbar sein“, erklärt Designer Martin Hannig.
Der Designer vom Elchinger Büro Busse Design und Engineering hatte bereits den Combinos ihr Aussehen gegeben. Der Avenio be- hält die Farben Blau, Hellgrau und Weiß, verzichtet aber auf das große „Auge“, das dem Combino an Front und Heck sein charakteristisches Seitenprofil verleiht. Die Frontpartie des Avenio geht stattdessen ohne weiße Trennlinien an den Fensterholmen in die Seiten- profile über.
„Das lässt das Cockpit transparent erscheinen. Es ent- steht der Eindruck eines Vollvisierhelms“, versucht Martin Hannig einen bildhaften Vergleich der beiden Ulmer Tramgenerationen. In einem weiteren Detail unterscheidet sich die Frontpartie des Avenio von seinem Vorgänger. Es gibt einen Doppelscheinwerfer (statt ei- nes Einzelscheinwerfers), jetzt mit LED-Licht ausgestattet. Schein- werfer und Blinker sind in Reihe nebeneinander angeordnet.
„Das optische Grundkonzept des Combino hat sich in den zwölf Jah- ren Einsatz in Ulm nicht abgenutzt. Man hat sich daran nicht sattge- sehen. Das schließt aber eine behutsame Weiterentwicklung des Bewährten nicht aus“, erklärt SWU-Verkehr-Geschäftsführer Ingo Wortmann. So werden auch die Türen durch einen Rand im Stadtwerke-Blau hervorgehoben. Mit dem Unterschied, dass die Doppel- türen nur noch einen großen Außenrahmen bekommen.
Der blaue Rand zwischen den beiden Türhälften, sichtbar bei geschlossenen Türen, verschwindet beim Avenio. Das wirkt transparenter und auf den Fahrgast einladender. Bei der Konstruktion hat der Hersteller Siemens besonderes Augenmerk auf den Fahrgastkomfort gelegt: Die beiden Einzeltüren vorne und hinten sind auf 80 Zentimeter ver- breitert, gegenüber 65 Zentimetern beim Combino.
Ein weiteres Plus an Komfort: Im Fahrzeuginneren sind die Durchgänge über den Fahrwerken großzügiger ausgelegt als heute. Neu bietet der Avenio außerdem einige auf 70 Zentimeter verbreiterte Einzelsitze (Mutter- Kind-Sitze), neben der Standard-Sitzbreite von 45 Zentimetern. Im Innenraum herrschen unverändert die Töne Hellgelb, Weiß und Dunkelgrau vor. Auch die Stoffbezüge der Sitze bleiben gleich, bis hin zu den eingewebten Buchstaben „SWU“.
Ulmer Stadtarchiv hilft bei Namenssuche
Die neuen Wagen werden die Nummern 51 bis 62 tragen – und wie die Combinos Namen erhalten. „Diese Tradition führen wir gerne fort“, so Ingo Wortmann. In Zusammenarbeit mit dem Ulmer Stadt- archiv werden Namen von Persönlichkeiten gesucht, Frauen und Männern, die mit der Stadt Ulm verbunden waren.



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