Ulm News, 24.08.2025 15:15
Das wird betimmt kein Glanzlicht der Woche: Ulm wird von der Deutschen Bahn abgehängt - OB Ansbacher ist dagegen
Oberbürgermeister Martin Ansbacher fordert die Verschiebung der Baumaßnahmen am elektronischen Stellwerk und Entlastungen bei der Sperrung des Hauptbahnhofs Ulm. Dieser sollte Anfang kommenden Jahres für über einen Monat abgehängt werden - also kein Zug rein oder raus aus Ulm. Die Deutsche Bahn fand das unumgänglich, der Oberbürgermeister schon.
Die Deutsche Bahn wird offenbar Anfang 2026 den Hauptbahnhof Ulm für den Einbau eines elektronischen Stellwerks (ESTW) vollständig sperren. Das hat sie mitgeteilt - ja eigentlich wem? Einige Medien haben es eher zufällig erfahren - und somit auch die Öffentlichkeit und damit Tausende von Pendlern.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher erneuert nun in diesem Zusammenhang - bei allem Verständnis für erforderliche Baumaßnahmen - die bereits geäußerten enormen Bedenken der Stadt. Er fordert erneut die Verschiebung dieser Maßnahme. Nach Meinung von Oberbürgermeister Ansbacher kommt diese zur absoluten Unzeit.
Bereits im Januar dieses Jahres hatte Ansbacher deshalb in einem Schreiben an die DB seine Bedenken dargelegt. In einem weiteren Schreiben vom Mai heißt es: „Der vorgesehene Einbau des ESTW fällt in eine Phase, in der zahlreiche überregionale und kommunale Großprojekte das Ulmer Verkehrssystem in besonderem Maße beanspruchen werden. Aus diesem Grund ersuche ich Sie nochmals in aller Dringlichkeit, die Maßnahme auf einen aus Sicht der Stadt Ulm verträglicheren Zeitpunkt zu verschieben.“
Falls die Bauarbeiten dennoch wie vorgesehen stattfinden müssten, fordert Oberbürgermeister Martin Ansbacher wirksame Entlastungen: „Sollte der Einbau im vorgesehenen Zeitraum dennoch unumgänglich sein, bitte ich mit Nachdruck darum zu prüfen, in welcher Form eine Entlastung der Stadt erfolgen kann.“ So sollten die im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm bestehenden Bahnhöfe (Neu-Ulm) oder Haltepunkte genutzt werden, soweit dies sicherheitstechnisch möglich ist.
Auch betont Ansbacher, dass die frühzeitige, klare und verständliche Kommunikation mit der Bevölkerung besonders wichtig sei, auch für die Akzeptanz der Maßnahme: „Da die notwendigen Ersatzverkehre die städtische Infrastruktur potenziell an ihre Belastungsgrenzen bringen können, ist eine enge, frühzeitige und kontinuierliche Abstimmung von zentraler Bedeutung.“
Die Stadt Ulm werde jedenfalls den Dialog mit der DB intensiv fortsetzen, so ließ Ob Ansbacher verlauten, um die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger, Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen so gering wie möglich zu halten.
Viell. bringt ja ein neuer Vorstandsvorsitzender der Bahn die Kommunikation auf eine für alle Beteiligten gute Schiene, so Bahn-Experten, der alte - Richar Lutz - wurde jedenfalls letzte Woche geschasst.
Wobei ein Comedian letztens anmerkte: Ulm hat die kommenden Jahre eh keinen Bahnhof (wg. Umbau), da könne man auch den Gleisverkehr ganz einstellen. Das hat sich offenbar nun bis in höhere Bahnkreis rumgesprochen.




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