Ulm News, 15.06.2025 04:15
„Ulms Chaostage nach dem Abstieg - Konflikte auf allen Ebenen“, so sieht es der Kicker
„Unwürdige Abschiede verdienter Spieler, Tumulte bei der Mitgliederversammlung: Beim SSV Ulm gibt derzeit niemand ein gutes Bild ab. Die gewachsene Aufmerksamkeit macht in Zukunft eine höhere Professionalität bei den Spatzen nötig“, beschreibt und mahnt – früher hätte man gesagt: das Fachmagazin Der Kicker. Nun wird auch klar, warum die Ulmer Spatzen in Person von Vorstand und Geschäftsführer Markus Thiele vorgestern ein beschwichtigendes Statement herausgaben.
ulm-news hat vorgestern umfassend berichtet.
Na klar, der Verein hatte eine Anfrage des Kicker auf dem Schreibtisch, sich bittschön zu der obigen Überschrift zu äußern, kann ja nicht angehen, wie es da in Ulm derzeit zugeht. Die turbulente Mitgliederversammlung, sowas gehe ja auch gar nicht:
ulm-news berichtete ausführlich, aber auch über die Bilanz und andere wichtige Themen auf der MV.
Die etwas verrutschte MV auch hier:
Dann der Abschied verdienter Spieler, z.B. Tom Gaal und Romario Rösch. Beide nahmen das jeweilige Angebot des Vereins nicht wahr. Offenbar hat Rösch gleich abgelehnt, vielleicht auch wegen der fehlenden Perspektive, weil er unter Chef-Coach Robert Lechleiter nur ganz zuletzt zu Kurzeinsätzen kam. Bis weit in die Mitte der Saison war er aber noch Stammspieler gewesen.
Dann Tom Gaal: er hatte die Vereinsführung offenbar mehrfach hingehalten, was diese dann mit einem offiziellen Statement entsprechend quittierten.
SSV-Geschäftsführer Markus Thiele: „Wir haben das Angebot an Tom Gaal zurückgezogen, nachdem wir uns überall einig waren – und es dann zu unserer großen Überraschung doch keine Zusage, sondern nur ein Hinhalten von der Gaal-Seite gab. Das war kein emotionaler, sondern ein sachlicher Entschluss von uns. Zum einen, weil wir Planungssicherheit im Kader brauchen und unserem Trainer schnellstmöglich einen guten Kader zur Verfügung stellen wollen. Und das geht nicht, wenn wir solche Zeit-Spiele mitmachen, um dann Gefahr zu laufen, am Ende ohne einen Spieler oder eine Alternative zu diesem Spieler dazustehen. Zum anderen setzen wir auf Fußballer, die nicht nur Potential haben, sondern uns auch spüren lassen, dass sie unbedingt beim SSV spielen wollen.“
Da kann der Verein sauer sein wie er will. Selbstverständlich kann auch ein Spieler und seine (Berater)-Agentur darauf hoffen, dass bis zum Ende der Wechselperiode z.B. ein Zweit-Liga-Verein auf den Spieler zukommt: höhere Liga als Ulm, höchstwahrscheinlich auch mehr Gehalt. Das gehört zum Profi-Fußball dazu, frag z.B. nach bei Max Eberl bei den Bayern – Leroy Sané soll ja kein Unbekannter in der Kicker-Szene sein. Übrigens: eie Fans seines neuen Vereins Glatasaray Istanbul sollen in wie einen Messias empfangen haben.
Und ja: es gehört auch zur Wahrheit, wenn manch Profi nach Ablauf der Wechsel-Periode auch schon mal ohne Job und Vertrag dastand – kann natürlich auch passieren.
Dass der Kicker daraus nun „Ulms Chaostage nach dem Abstieg“ macht? – Hey, Kollegas: da waren die Storys um Sané und Bayern München wohl noch nicht ergiebig genug? Oder eben eine gute Vorlage.





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