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Ulm News, 26.01.2025 07:45

26. January 2025 von Thomas Kießling
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Einsatz auf vier Pfoten - Therapiebegleithündin Laika an der Uniklinik Ulm


Die Therapiebegleithündin Laika unterstützt Patient*innen und Mitarbeitende der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie aun der Universitätsklinik Ulm. Sehr erstaunlich. 

Mit ihren fünf Jahren ist Laika die wohl jüngste Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Ulm (UKU). Seit September 2024 ist die Labrador-Hündin als Therapiebegleithund einmal pro Woche in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie vor Ort und unterstützt das therapeutische Team sowie die Patient*innen in den Einzelsitzungen. Immer an ihrer Seite ist ihre Halterin Eva Fink, die als Krankenschwester ebenfalls in der Psychosomatik tätig ist.

Ein Therapiebegleithund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der medizinisches, soziales oder pädagogisches Fachpersonal beim Erreichen des therapeutischen Zieles unterstützt und begleitet. Im Rahmen dieser tiergestützten Therapie können durch den Einsatz des Hundes positive Auswirkungen auf die Gesundheit, den Heilungsprozess, die Entwicklung, das Erleben sowie das Verhalten von Menschen erzielt werden. Therapiebegleithunde müssen dabei – im Gegensatz zu Assistenzhunden – keine lebenspraktischen Fähigkeiten ausführen. In erster Linie sind sie einfach da, halten aus und können als Medium, sozialer Katalysator und Motivator agieren.

In einer intensiven Ausbildung absolvieren angehende Therapiebegleithunde gemeinsam mit ihrer Hundeführerin oder ihrem Hundeführer theoretische und praktische Einheiten sowie obligatorische Einsätze in entsprechenden Einrichtungen. Im Juli 2023 schlossen Laika und Eva Fink die Ausbildung nach knapp einem Jahr erfolgreich ab. Da insbesondere in klinischen Einrichtungen der Einsatz von Tieren an Voraussetzungen gebunden ist, wurde in Abstimmung mit der Sektion Krankenhaushygiene am UKU ein spezieller Hygieneplan für Laikas Tätigkeiten als Therapiebegleithund erarbeitet.

Für die therapeutische Begleitung der Menschen bringt Laika ideale Voraussetzungen mit. „Laika ist vom Wesen her freundlich und ausgeglichen. Auch mir bereitet es viel Freude, gemeinsam mit ihr in den Kontakt mit ausgewählten Patientinnen und Patienten zu gehen“, erklärt Eva Fink. In diesen tiergestützten Interaktionen macht sich alleine schon durch die Anwesenheit der Hündin eine positive Wirkung bemerkbar, bspw. können sich die Patient*innen durch ein gemeinsames Spiel und die Reflexion des Erlebten schneller öffnen. Auch wenn Laika ein kontaktfreudiger und menschenzugewandter Labrador ist, gibt es dennoch Regeln im Umgang mit ihr.

„Es kann auch mal vorkommen, dass sich Laika während der Einheit zurückziehen möchte und etwas Ruhe braucht. Diese Möglichkeit hat sie auf ihrem ‚Auszeit-Platz‘ – ein Teppich mit roten Punkten, den sie selbstständig aufsucht bzw. auf den sie zu ihrer Erholung geschickt werden kann“, so Eva Fink. Bisher war die Resonanz auf Laika allgemein sehr gut, sowohl die Mitarbeitenden in der Klinik als auch Patient*innen freuen sich auf die regelmäßigen Besuche der Hündin.

Auch Prof. Dr. Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, setzte sich von Anfang an für den Einsatz der Therapiebegleithündin ein. „Es ist erstaunlich, welchen positiven Effekt die Vierbeiner auf Patientinnen und Patienten haben können – ob bei körperlichen oder seelischen Erkrankungen. Therapiebegleithunde haben ein feines Gespür für die Stimmungen und Gefühle der Menschen.

Auf diese Weise können die Hunde gerade das Beziehungserleben – und hier das Vertrauen und Sich-Einlassen-Können in das lebendige Gegenüber – und damit auch das Selbstvertrauen fördern, Ängste abbauen sowie in Stresssituationen helfen“, verdeutlicht Prof. Gündel. „Ich freue mich, dass wir mit Laika auch bei uns in der Klinik die Möglichkeit haben, die Patientinnen und Patienten zusätzlich zu unterstützen und ihre Genesung zu fördern“.

  

Bildunterschrift 

Foto 1: Labradorhündin Laika ist seit September 2024 als Therapiebegleithund tätig.

Foto 2: Zusammen mit Halterin Eva Fink, Krankenschwester an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am UKU, begleitet und unterstützt Laika die Patient*innen.

 

Im Universitätsklinikum Ulm werden jährlich rund 50.000 Patient*innen stationär behandelt. Hinzu kommen knapp 300.000 ambulante Quartalsfälle. Rund 6.000 Mitarbeiter*innen leisten an den Standorten des Klinikums universitäre Spitzenmedizin. Mit 29 Kliniken und 16 Instituten bietet das Universitätsklinikum den Patient*innen eine stationäre und ambulante Krankenversorgung auf höchstem Niveau. Das Universitätsklinikum Ulm verfügt über 1.200 Betten und ist das größte Klinikum zwischen Ost-Württemberg, Schwäbischer Alb, Bodensee und Allgäu. An der Ulmer Universität absolvieren rund 4.000 Studierende ein Studium an der Medizinischen Fakultät. Das Universitätsklinikum Ulm ist eines von vier Universitätsklinika in Baden-Württemberg.



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