Ulm News, 28.03.2024 12:40
Moderner Hauptbahnhof für Ulm: Deutsche Bahn startet 30 Millionen Euro-Projekt
Mit modernen Bahnhöfen macht die Deutsche Bahn (DB) den Umstieg auf die umweltfreundliche Bahn attraktiv und sorgt für eine Starke Schiene in Deutschland. Für einen helleren und fahrgastfreundlicheren Ulmer Hauptbahnhof modernisiert die DB das Empfangsgebäude umfassend. Damit die Arbeiten im Oktober 2024 starten können, beginnt die DB bereits ab April mit den Vorbereitungen.
Die Bahn stellt ab April 2024 auf dem Bahnhofsvorplatz Container für das DB Reisezentrum und die DB Information auf. Weitere Angebote für Reisende folgen im Laufe des Jahres. Letzter Geschäftstag im Empfangsgebäude ist voraussichtlich Ende Mai 2024. Ab Juni beginnt die DB mit Rückbauarbeiten innerhalb des Gebäudes, der Durchgang für Reisende bleibt weiter möglich.
Ab Anfang Oktober wird die Haupthalle des Gebäudes für die Bauarbeiten geschlossen. Es sind weiterhin mehrere Zugangsmöglichkeiten zu den Gleisen vorgesehen. Zur neuen Wegeleitung am Bahnhof wird die DB rechtzeitig informieren. Der modernisierte Bahnhof steht den Reisenden nach Abschluss der Arbeiten voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2027 wieder vollständig zur Verfügung.
Wovon Reisende am Ulmer Hauptbahnhof zukünftig profitieren
Die DB schafft in der Empfangshalle mehr Platz und erneuert den Boden sowie die Treppe zur Unterführung. Zwei Rolltreppen sorgen für mehr Komfort. Durch einen umfassenden Umbau der Seitenhalle entsteht ein neuer, attraktiver Aufenthaltsort mit Handels- und Gastronomieangebot. Auch von außen erhält das Gebäude eine Frischekur. Gleichzeitig bringt die Bahn die Energie- und Heizungstechnik auf den neuesten Stand. Nach aktueller Kostenschätzung wird die DB insgesamt über 30 Millionen Euro in die Modernisierung investieren, teilt die Bahn mit.
OB Ansbacher: Auf diese Baustelle warten wir schon lange
"Baustellen erfreuen sich keiner großen Beliebtheit, aber auf diese Baustelle warten wir seit Jahren. Gut, dass es nun im April mit vorbereitenden Arbeiten losgeht - und ab Oktober hoffentlich durchgestartet wird", sagt Oberbürgermeister Martin Ansbacher zur Ankündigung der Deutschen Bahn. "Mehr als 40.000 Reisende nutzen den Ulmer Hauptbahnhof jeden Tag, und es werden künftig noch mehr werden. Der jetzige Zustand ist nicht angemessen."
"Die Stadt Ulm ist bereits erheblich in Vorleistung gegangen", betont Ansbacher und verweist darauf, dass die Stadt und private Investoren in das Bahnhofsumfeld in den letzten Jahren rund 400 Millionen investiert haben. Davon hat allein der Großkonzern Stadt über 100 Mio. übernomme,n unter anderem für das neue Parkhaus und die umfassende Neugestaltung des Bahnhofsplatzes. Private Investoren hätten zudem ca. 300 Mio. in das neue Stadtquartier Sedelhöfe und den Hotelneubau gesteckt. "Die Stadt hat ihren Part beigetragen und die Voraussetzung für eine zukunftsfähige Mobilitätsdrehscheibe geschaffen."
Zu den geplanten Umbaukosten von 30 Millionen Euro meint der OB: "Das ist kein Pappenstiel - und zweifellos werden mit diesen sinnvollen und dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen die gestalterischen Mängel der Empfangshalle behoben." Er verhehlt allerdings nicht, dass auch er einen Neubau für besser gehalten hätte: "Die Nachteile der viel zu schmalen Personenunterführung bleiben bestehen, was aus unserer Sicht bei steigenden Fahrgastzahlen langfristig zu einem echten Problem werden könnte."



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