Ulm News, 08.12.2023 16:36
Neue Option: Albert Einstein Discovery Center anstelle SWU-"Glaspalast" in Ulm - Möglicher Baubeginn nicht vor 2029
An welchem Ort in Ulm soll das geplante Albert Einstein Discovery Center entstehen? Diese Frage beschäftigt den Trägerverein hinter dem Projekt sowie die Ulmer Stadtverwaltung und -gesellschaft bereits seit Monaten. Nun gab es eine Entscheidung für einen möglichen Standort.
Bisher galt die ehemalige Paketposthalle am Ulmer Bahnhof als klarer Favorit bei der Suche nach einem Standort für das geplante Einstein-Discovery-Center. Nun erscheint eine neue Option wahrscheinlicher: Das alte SWU-Gebäude an der Kreuzung Neutorstraße/ Karlstraße, kurz K1.
Der Hauptausschuss des Ulmer Gemeinderats hat sich in seiner letzten Sitzung am Donnerstag nichtöffentlich mit dem Thema befasst und seine grundsätzliche Zustimmung zum K1-Standort signalisiert. Viele Details seien allerdings noch nicht abschließend geklärt, beginnend bei den derzeitigen Eigentumsverhältnissen, erklärt Oberbürgermeister Gunter Czisch. Das Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadtwerke.
"Eine Bebauung vor dem Jahr 2029 wird nicht möglich sein, weil das Grundstück vorher definitiv nicht verfügbar ist", macht Czisch deutlich. Dem Verein für das Einstein-Discovery-Center solle ein Teil des Grundstücks zur Verfügung gestellt werden, der andere Teil könne mit Wohnungen bebaut werden. "Unsere Absicht ist es, beide Grundstücksteile und beide Nutzungen integriert zu planen und zu realisieren", betont der Ulmer Oberbürgermeister. Die Gespräche zwischen Stadt und Stadtwerken sowie Stadt und Verein werden fortgesetzt.
Stararchitekt kann seine Vision richtig in Szene zu setzen
Wo aktuell noch der sogenannte „Glaspalast“, ehemaliger Verwaltungssitz der SWU, steht, seien die Voraussetzungen für das architektonisch und konzeptionell ambitionierte Vorhaben ideal, meinen sowohl die Vertreter des Gemeinderats als auch des Vereins. „Die präsente Lage erlaubt es unserem Architekten Daniel Libeskind, seine Vision richtig in Szene zu setzen. Aber auch logistisch bietet der Platz viele Vorteile, sowohl während der Bauphase als auch in Sachen Anbindung für die Besucher“, erläutert die Vereinsvorsitzende Nancy Hecker-Denschlag. Einige damit einhergehende Nachteile müsse man für diese Chance in Kauf nehmen. „Uns ist natürlich bewusst, dass sich unser ursprünglicher Zeitplan hier deutlich verschieben wird und wir Einsteins 150. Geburtstag nicht im fertigen Discovery Center feiern können. Doch dafür ist das Gelände vollständig in städtischer Hand und es können zeitnah Vorverträge erstellt werden, die uns Planungssicherheit geben“, so Jens Burkert, stellvertretender Vorsitzender.
Mit seiner Entscheidung folgt der Hauptausschuss des Gemeinderats der Präferenz des Vereins. Die zunächst angedachte Paketposthalle am Hauptbahnhof hatte für diesen zuletzt hingegen an Attraktivität verloren. Hierfür waren vor allem Unklarheiten bei der zur Verfügung stehenden Fläche sowie eine komplizierte Vertragssituation mit Subunternehmern der Deutschen Bahn verantwortlich. Beim K1 ist die Situation demgegenüber deutlich einfacher: Es gibt eine klar umrissene Baufläche, die einen zeitnahen Planungsstart erlaubt und die Stadt kann frei über diese verfügen. „Selbst wenn der eigentliche Baubeginn dann erst in einigen Jahren sein sollte, könnten wir zumindest jetzt schon das Gebäude entwerfen und alle nötigen Vorkehrungen treffen“, meint Burkert. Diese Sicherheit sei insbesondere für die weitere Sponsorensuche entscheidend. Jens Burkert hierzu: „Ein belastbarer Vertrag ist nun das Gebot der Stunde.“
Standort bietet viele Vorteile
Der Wunsch nach einem zeitnahen Vertragsabschluss ist jedoch längst nicht alles, was für das K1 spricht. Neben der prominenten, freistehenden Lage überzeugte die Verantwortlichen auch die hervorragende Anbindung zum Bahnhof bzw. der Wissenschaftsstadt und die guten Voraussetzungen für das Bauvorhaben. Da das Grundstück über großzügige Arrondierungsflächen um das Baufenster herum verfügt und keine direkt angrenzenden Bauprojekte zu erwarten sind, ließe sich das Projekt verhältnismäßig schnell und reibungslos umsetzen. Sobald die nötigen Vorarbeiten wie der Abbruch des „Glaspalastes“ und die Altlastensanierung abgeschlossen sind, könnte es danach zügig losgehen.
Der Verein hinter dem Discovery Center betont die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Ulm. „Wir sind dem Oberbürgermeister, dem Gemeinderat, der Stadtverwaltung und nicht zuletzt den SWU sehr dankbar, dass sie sich so darum bemüht haben, den bestmöglichen Standort für uns zu ermöglichen. Auf Anraten von Herrn Oberbürgermeister Czisch arbeiten wir jetzt etwa auch mit dem renommierten Projektplaner Rainer Staiger von der pro invest Gruppe zusammen“, so Nancy Hecker-Denschlag. In Abstimmung mit Studio Libeskind und den vereinsinternen Architekten riet dieser ebenfalls zum Standort K1.





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