Ulm News, 24.02.2023 18:33
Warnstreik an Krankenhäusern in Ehingen und Blaubeuren
Im Tarifkonflikt der Kommunen verschärft ver.di ab der kommenden Woche die Gangart. Erstmals sind die Krankenhäuser in Ehingen und Blaubeuren betroffen – hier ruft ver.di die Beschäftigten der Abteilung OP / Anästhesie in einen ganztägigen Warnstreik.
„Das unterirdische Tarifangebot der Arbeitgeber lässt uns keine Wahl“ so Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben, „jetzt muss der Druck in der Fläche aufgebaut werden“. Am Dienstag 28. Februar werden ab Beginn der Frühschicht bis zum Ende der Spätschicht an beiden Krankenhäusern nur Notfall-Operationen durchgeführt, das normale OP-Programm findet nicht statt. Dennoch besteht keine Gefahr für die Bürger oder Patienten. ver.di hat bereits letzte Woche mit dem Arbeitgeber eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die vorsieht, dass für eventuelle Notfälle eine ausreichende Personalbesetzung im OP vorhanden ist. „Von einer sehr hohen Beteiligung am Warnstreik ist auszugehen, so die Einschätzung von Maria Winkler. Das Ansinnen der kommunalen Arbeitgeber die tagtägliche Arbeitsleistung der Beschäftigten mit 3 Prozent ab Oktober und 2 Prozent ab Juni nächsten Jahres „zu honorieren“ hat den Protest innerhalb weniger Stunden angefacht.
„Das arbeitgeberseitig geforderte Sonderopfer für Beschäftigte an den kommunalen Krankenhäusern bedarf einer klaren Antwort der Betroffenen“, begründet Maria Winkler die frühe Einbeziehung der Kliniken in der Tarifauseinandersetzung. Die zum Warnstreik aufgerufenen Beschäftigten werden sich um 8:30 Uhr vor dem jeweiligen Haupteingang der Krankenhäuser in Ehingen und Blaubeuren versammeln, dort findet eine kurze Streikkundgebung statt.
ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die 2,5 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Erhöhung der Entgelte um 10,5 Prozent, mindestens 500 €uro monatlich sowie für die Auszubildenden 200 € mehr. Im ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben sind rund 25.000 Tarifbeschäftigte in Verwaltungen, Krankenhäusern, Bauhöfen, Kindertagesstätten, Kultureinrichtungen, Energiebetrieben und im Nahverkehr betroffen. In der zweiten Verhandlungsrunde am 22./23. Februar 2023 haben die öffentlichen Arbeitgeber ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Bei einer Laufzeit von 27 Monaten läge die reale Steigerung bei 5,14 % - durch die Erhöhung der Jahressonderzahlung werden hohe Einkommen überproportional (7,9 %)
bedacht. Am 27. März 2023 beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde.




Highlight
Weitere Topevents
DING setzt acht Busse zusätzlich ein wegen teilweiser Sperrung des Ulmer Hauptbahnhof ab Mitte Januar
Baumaßnahmen am Ulmer Hauptbahnhof erfordern Änderungen in Fahrplänen des Öffentlichen Personen...weiterlesen
Neue Fotos zu den Dramatische Szenen in der Blaubeurerstraße in Ulm: die Polizei stoppt Messerstecher mit einigen Schüssen
Neue Fotos zu einer schrecklichen Tat, die durch Polizeischüsse später auch schrecklich endet: Nach...weiterlesen
Polizei, LKA und Staatsanwaltschaft sagen: 29-jähriger Mann geht in Ulmer Elektromarkt mit Messer auf zwei Personen los - danach fallen Schüsse
In einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm, des Polizeipräsidiums Ulm und des...weiterlesen
Vermisst! Ein Klick mit fatalen Folgen
Ein junges Mädchen aus dem Alb-Donau-Kreis wird vermisst. Die verzweifelten Eltern suchen auf Facebook...weiterlesen
Zweifelhaftes Glanzlicht der Woche: Erbschaft unter den Nagel gerissen und als Stiftungs-Verwalter gleich noch bereichert?
Es klingt wie das Drehbuch eines Wirtschaftskrimis, ist aber bittere Realität in Ulm und Neu-Ulm: Ein...weiterlesen
Fahranfängerin kommt von der Straße ab und überschlägt sich mehrfach mit ihrem Auto - vier Insassen verletzt
Am frühen Freitagmorgen überschlug sich eine Autofahrerin mit ihrem Auto auf der B 28 bei Blaustein...weiterlesen
Trauriges Glanzlicht der Woche: Haftbefehl erlassen - Nachtrag der Behörden zum Messerangriff eines 29-Jährigen und den Schüssen der Polizei
Nachtrag in einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und der Polizei: Nun drei...weiterlesen
Viele Fragen bleiben beim Stellwerksumbau beim Ulmer Hauptbahnhof offen
Der Ulmer Hauptbahnhof ist für eine Woche eine riesige Baustelle. Die Deutsche Bahn nutzt die...weiterlesen



schließen





