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Ulm News, 12.12.2022 14:15

12. December 2022 von Thomas Kießling
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Zug fährt rückwärts auf Schnellbahnstrecke


Statt 15 Minuten schneller waren Bahnreisende am Montagvormittag zum Teil einen Stunde länger auf dem Weg nach Stuttgart unterwegs. Grund hierfür war eine technische Panne der Deutschen Bahn auf der erst am Freitag eröffneten Neubaustrecke Ulm-Wendlingen, für die laut Bahn ein Lokführer verantwortlich ist.      

Die Deutsche Bahn tut immer wieder einiges dazu, dass man ungläubig den Kopf schüttelt. Im Großen und im Kleinen. So verwunderte es am Freitag einige hundert Festgäste, vorausgesetzt sie haben das Gesagte akustisch verstanden, dass ausgerechnet bei der Rede des Bahn-Vorstandsvorsitzenden Dr. Lutz das Mikrofon am Rednerpult nicht so tun wollte, wie es tun sollte. Es pfiff und hallte, was nicht nur den Bahn-Chef irritierte und verwunderte. Bei der Eröffnungsfeier hatten die Redner die Neubaustrecke als "Tempomacher" hervorgehoben.  
Freilich war das eine vergleichsweise eher kleine technische Panne. Ein größeres Problem zeigte sich am Sonntag und erst recht am Montag auf der am Freitag gerade erst eröffneten Neubaustrecke zwischen Ulm und Wendlingen. Zehn Jahre Bauzeit und vier Milliarden Euro Baukosten - und dann mussten Züge doch wieder über die alte Bahnstrecke über die Alb gelotst werden. Die Bahnreisenden waren phasenweise eine Stunde länger als geplant unterwegs als - wie versprochen - 15 Minuten schneller. Ein Zug musste am Montagmorgen rückwärts fahren wegen einer technischen Panne mit dem neuen Computersystem, das Signal-Anlagen ersetzt. Die Züge hatten daher eine gute Stunde Verspätung. Den Zugführern und Bahn-Mitarbeitern war die Panne ausgerechnet zum Start der schnellen Strecke peinlich. Fahrgästen, die im Zug in einem Tunnel feststeckten, wurden Kaffee und Tee serviert.

Bedienfehler eines Lokführers

Inzwischen hat die Deutsche Bahn das Problem identifiziert. Demnach hat laut Bahn ein Bedienfehler eines Lokführers die Störungen im Zugverkehr und den Signalen ausgelöst. Der Zug des Lokführers musste wieder zurück nach Ulm geleitet werden, weshalb die anderen Züge auf die alte, bisherige Strecke umgeleitet wurden. Gegen Mittag verlief der Bahnverkehr wieder planmäßig. 



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