Ulm News, 01.10.2022 09:00
Regionales Handwerk setzt auf Erneuerbare Energien
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Beschreibung: Wie schwer ist so eine Photovoltaik-Platte, fragen sich Marcel Emmerich MdB, Jens Unterharnscheidt, Geschäftsführer von e.systeme21, Arian Badamdeh, Geschäftsführer von e.systeme21, und Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskamm
Fotograf: HWK Ulm
e.systeme21 GmbH im Ulmer-Donautal ist ein auf den Bereich Erneuerbare Energien spezialisierter Handwerksbetrieb. Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, und der Grünen-Bundestagsabgeordnete Marcel Emmerich haben den Betrieb besucht und sich zu den aktuellen Herausforderungen im Betriebsalltag und speziell beim Ausbau von Erneuerbaren Energien ausgetauscht.
Im Mittelpunkt stehen die Verzögerungen bei der Materialbeschaffung, denn die Lieferzeiten auf bestimmte Geräte, Kabel und Materialien liegen „plus minus bei einem halben Jahr“, wie Betriebsinhaber Jens Unterharnscheidt erklärt und ergänzt: „Das und die Preisschwankungen machen die Angebotskalkulation schwierig und erst recht die betriebliche Planung für das Abarbeiten der Kundenaufträge. Wir bestellen aktuell mit großem Vorlauf.“ Ist ein bestimmtes Bauteil dennoch nicht zu bekommen, ist Flexibilität gefragt. Unterharnscheidt: „Unsere Kunden haben meist großes Verständnis für die aktuelle Situation. Viele von ihnen haben viele Jahre auf Erneuerbare Energie gewartet und warten dann auch noch einen Monat länger.“ Krimmer lenkt das Gespräch auf die zweite große Herausforderung in den Handwerksbetrieben. „Handwerkerinnen und Handwerker sind die Umsetzer und Macher der Energie- und Klimawende. Ohne das Handwerk gibt es kein Smart Home, keinen Einsatz Erneuerbarer Energien, keine energetische Gebäudesanierung oder moderne Mobilität. Dazu brauchen wir in den Betrieben qualifizierte Fachkräfte – weil es sonst niemand installieren kann.“ Die ‚Exzellenzstrategie für die berufliche Bildung‘ der Ampelkoalition sei richtig und wichtig. Es gehe jetzt darum, sie nachhaltig mit Leben zu füllen, Politik und Handwerksorganisationen gemeinsam. Emmerich betont: „Wir wollen auch an Gymnasien eine Berufsorientierung anbieten, die gerade auch die Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten im Handwerk darstellt. Wer ins Handwerk kommt, leistet einen aktiven Beitrag zu den wichtigen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft.“ In vielen Gewerken arbeite das Handwerk aktiv am Klimaschutz mit. Das verdiene Anerkennung. Für diesen Blick auf das Handwerk setzt der Grünen-Abgeordnete sich ein. Emmerich hat anlässlich des Tag des Handwerks bei e.systeme21 einen Tag als „Praktikant“ verschiedene Baustellen besucht, um sich ein detailliertes Bild von der Arbeit des Handwerksbetriebs zu machen. Nicht nur für Kundinnen und Kunden plant, installiert und wartet e.systeme21 ganzheitliche Lösung für die gesamte Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien. Das Ziel des familiengeführten Handwerksbetriebs: „Wir wollen das erste absolut klimaautarke Unternehmen im Donautal werden“, sagt Unterharnscheidt. Der Betrieb wolle zeigen, dass es möglich sei, zu jedem Zeitpunkt energieautark zu sein, im Bereich der Strom- und Wärmeversorgung des Firmengebäudes sowie beim Fuhrpark.




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