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Ulm News, 15.11.2019 14:21

15. November 2019 von Ralf Grimminger
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IHK-Region Ulm unter Top 10 der wirtschaftsstärksten Räume in Deutschland


Die IHK-Region Ulm ist ein TOP-Wirtschaftsstandort und verzeichnet reihenweise Rekorde. Dies hat die IHK Ulm nun in einer neuen Analyse aufgezeigt. Dabei wurde die Entwicklung seit dem Jahr 2000 untersucht. „Demnach sind wir nicht nur die Spitze im Süden, sondern weit darüber hinaus“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle die Ergebnisse zusammen.

So ist die regionale Wirtschaftsleistung im Zeitraum von 2000 bis 2017 um mehr als 77 Prozent gewachsen. Damit ist die IHK-Region Ulm die zweitwachstumsstärkste Region Deutschlands in diesem Jahrhundert. Lediglich die Raumschaft Leipzig kann als eine der 78 anderen IHK-Regionen Deutschlands ein noch höheres Wirtschafts-wachstum aufweisen. „Und hier ist dieses Ergebnis vor allem auch auf einen gewissen Nachholbedarf und einen Sondereffekt durch Ansiedlungen großer Automobilkonzerne zurückzuführen. Folglich sind die heimliche, auch durch die Breite getragene Nr. 1 eigentlich wir“, sagt Jonas Pürckhauer, Mitglied der IHK-Geschäftsleitung und Autor der IHK-Analyse. Mit dieser sehr dynamischen Entwicklung hat die IHK-Region Ulm zudem auch den Sprung unter die TOP 10 der wirtschaftsstärksten Räume in Deutschland geschafft. „Wir spielen damit in einer Liga mit den Metropolregionen Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München oder Stuttgart“, so Sälzle. Hinzu kommt, dass die IHK-Region Ulm 2018 auch die niedrigste Arbeitslosenquote der Republik aufwies und seit mehreren Jahren quasi Vollbeschäftigung verzeichnet.
Und trotz dieser ohnehin schon hervorragenden Lage entwickelten sich die Arbeitsmarktzahlen weiterhin überdurchschnittlich gut. „Folglich dürften wir auch in der jüngsten Vergangenheit zu den dynamischsten Wirtschaftsräumen Deutschlands zählen“, ist sich Pürckhauer sicher.

Ursachen des Erfolgs sind vielfältig

Diese Ergebnisse sind dabei auf eine Reihe von Wettbewerbsvorteilen zurück zu führen. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen ist die IHK-Region Ulm zum Beispiel nicht nur durch ein starkes Oberzentrum, sondern auch durch einen starken ländlichen Raum geprägt. Vor allem der Landkreis Biberach hat sich in den letzten Jahren herausragend entwickelt und war zentraler Wachstumstreiber. Eng damit verbunden ist ein dynamischer und weit überdurchschnittlicher Industriesektor.
Bei der industriellen Bruttowertschöpfung je Einwohner steht die Region auf Platz 3 aller bundesweit 79 IHK-Regionen. Dabei ist die Region keineswegs durch große Konzerne, sondern durch zahlreiche und weit überdurchschnittlich erfolgreiche, mittelständische Familienunternehmen mit einer hohen Standortverbundenheit gekennzeichnet. Und die Unternehmen sind innovativ: So hat die IHK-Region Ulm das dritthöchste Innovationsniveau in der europäischen Innovationsregion Nummer 1, Baden-Württemberg.
Ausgehend von einem hohen Niveau hat sich zudem das Innovationspotenzial weiter deutlich verbessert. Als Folge nahm auch die Arbeitsproduktivität merklich zu. „Unsere Region gehört daher nun auch zu den produktivsten Gegenden in Deutschland“, sagt Pürckhauer.

Wirtschaftlicher Erfolg kommt auch bei den Menschen an

Das Schöne an diesen beeindruckenden Wirtschaftsdaten ist – diese Erfolge kommen auch bei den Menschen an. So ist im Zeitraum von 2000 bis 2017 auch das verfügbare Einkommen je Einwohner weit überdurchschnittlich angestiegen. Die IHK-Region Ulm zählt daher nun auch bei dieser Kenngröße zu den TOP 15-Standorten in Deutschland. Gemäß einer Studie der Prognos AG gehört die Region zudem zu den fünf TOP-Wohlfühlregionen. Und die hervorragenden Bedingungen lassen sich letztlich auch an steigenden Bevölkerungszahlen ablesen. Die IHK-Region Ulm ist eine junge Familienregion und hat das drittniedrigste Durchschnittsalter aller 79 deutschen IHK-Regionen. Die Zukunftsaussichten bleiben somit gut. „Das Erfolgsgeheimnis unserer Region sind die mittelständischen Familienunternehmen, der breite Branchenmix und vor allem der schwäbische Menschenschlag, der Unternehmer und Mitarbeitende kennzeichnet,“ analysiert Sälzle die Grundlagen für die hervorragende Bilanz.



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