Ulm News, 28.06.2019 09:01
Scheune aus Gülleanhänger gelöscht
Gegen 20 Uhr bemerkten Passanten am Donnerstagabend den Großbrand nahe dem Dornstadter Teilort Scharenstetten im Alb-Donau-Kreis. Aus noch ungeklärter Ursache war eine Feldscheune außerhalb des Ortes in Brand geraten.
Text/Fotos: Thomas Heckmann
Die Rauchwolke war so stark, dass die Polizei eine Warnmeldung für die wenige Hundert Meter entfernte Autobahn 8 absetzte. Über zehn Kilometer weit war die Rauchwolke zu sehen. Rund 80 Feuerwehrleute aus Dornstadt und Ulm kämpften mit viel Mühe erfolgreich gegen die Flammen. Während die Feuerwehrleute aus Bollingen die Dornstadter Wache besetzten und damit den Grundschutz für ganz Dornstadt sicherstellten, kämpften die übrigen Feuerwehrleute über drei Stunden gegen die Flammen. In dem Feldstadel lagerte viel Holz, das den Feuer viel Nahrung bot. Außerhalb des Ortes gab es auch keine Wasserversorgung,, daher mussten vier Feuerwehrfahrzeuge in Richtung Scharenstetten pendeln, um von dort aus Hydranten Löschwasser zur Einsatzstelle zu bringen. Knapp 30 Feuerwehrleute mussten mit Atemschutzflaschen direkt am Feuer kämpfen und verhindern erfolgreich, dass die Baumgruppe rings um den Stadel in Flammen aufging. Bereits nach nicht einmal einer Stunde stürzte das Gebäude in Holzständerbauweise ein. Nun bedeckte das Metalldach die Brandtrümmer und erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich. Mit Äxten wurden die Blechtafeln aus dem Feuer gezogen, damit besser gelöscht werden konnte. Die Solidarität unter den örtlichen Landwirte war entscheidend für den Löscherfolg. Ein Landwirt bemerkte während seiner Feldarbeiten den Brand und kam an die Einsatzstelle, um frisch gemähtes Heu vom brennenden Gebäude wegzuschaffen und raubte damit dem Feuer Nahrung. Danach schlug er der Feuerwehr vor, dass er sein Güllefass holt, um zusätzlich Wasser an die Einsatzstelle zu bringen. Was er dann wirklich brachte, lies zahlreiche Feuerwehrleute staunen. Er hatte an seinen großen Traktor ein Vakuumfass angehängt mit 20 000 Liter Wasser. Im Gespräch verriet er, wo er diese große Wassermenge so schnell herbrachte. Auf dem eigenen Bauernhof hat er das Wasser aus seinem Regenwassersammelbehälter herausgepumpt. Am Vakuumfass ist ein ferngesteuerter Ausleger montiert, mit dem normalerweise die Gülle in Lagertanks gepumpt wird. Mit diesem Arm konnte er effektiv löschen. Auch ein weiterer Landwirt brachte ein 15 000 Liter großes Wasserfass zum löschen. Komplettiert wurde die landwirtschaftliche Nachbarschaftshilfe durch einen Radlader, mit dem die Gebäudereste zum besseren Ablöschen auseinander gezogen wurden.
Nach gut drei Stunden konnte der Großteil der Feuerwehrleute den Einsatz beenden, die Kameraden aus Scharenstetten übernahmen die Nachtwache, damit keine weiteren Feuer aufflammen können. Während des gesamten Einsatzes wurde die Feuerwehrleute vom Rettungsdienst betreut, anfangs von einem Notarzt und zwei Rettungswagenbesatzungen, später von einem guten Dutzend ehrenamtlichen Rettungsdienstmitarbeitern der Einsatzeinheit 4 aus Merklingen. Die Polizei versucht die Brandursache zu ermitteln.



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