Ulm News, 29.12.2018 16:22
Staatsanwalt zu möglichem Sexualdelikt: Wir sind meilenweit von einem dringenden Tatverdacht entfernt
Während Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm in einer Pressemitteilung vorsichtig von einem "möglichen Sexualdelikt" von vier Jugendlichen an einer 16-Jährigen am Eselsberg sprachen, schrieben regionale Tageszeitungen anhand der Informationen aus dieser Pressemeldung bereits von einer Vergewaltigung. In den Sozialen Medien war die mögliche Tat schnell eine Gruppenvergewaltigung. Derzeit gebe es keinen dringenden Tatverdacht, zitiert die Schwäbische Zeitung den Ulmer Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger. Und weiter: „Wir sind meilenweit von einem dringenden Tatverdacht entfernt.“ Zusätzlich erklärte er, dass es sich nicht um Flüchtlinge handele.
Nach den ersten Ermitlungen gebe es in den Angaben des Mädchens auch Widersprüche, die man nun aufklären müsse, so der Oberstaatsanwalt Michael Bischofsberger. Der mögliche sexuelle Übergriff durch mehrere junge Männer in der vorigen Woche in Ulm ist demnach nicht einfach aufzuklären, weil es Widersprüche in den Aussagen gibt. Möglicherweise waren auch Alkohol oder Drogen im Spiel.
Nähere Angaben gibt es mittlerweile zu den beschuldigten Jugendlichen, von denen der jüngste 15 Jahre alt sein soll. Es handelt sich nach Auskunft der Staatsanwaltschaft um junge Männer, die hier aufgewachsen sind, in Ulm und Neu-Ulm wohnen, in Ulm und Neu-Ulm zur Schule gingen und die deutsch sprechen. Es handele sich nicht um Flüchtlinge, so der Oberstaatsanwalt abschließend.
Was tatsächlich vorgefallen ist, ist noch nicht klar. Es wird weiter geprüft und ermittelt.




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