Ulm News, 16.12.2018 11:19
Gottesdienst und Glockenläuten zum Gedenken an katastrophale Bombennacht im Jahr 1944
Am 17. Dezember 1944, als der Zweite Weltkrieg wütete, wurde Ulm dem Erdboden gleichgemacht. Mehr als 700 Menschen kamen bei der Bombardierung und dem anschließenden Flächenbrand ums Leben, hunderte wurden verwundet, tausende obdachlos. Am Montagabend findet zum Gedenken an dieses katastrophale Ereignis ein ökumenischer Gottesdienst in der Wengenkirche statt. Er beginnt um 18.30 Uhr. Gestaltung: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Ulm/Neu-Ulm, und Schülerinnen und Schülern des Anna-Essinger-Gymnasiums Predigt: Prälatin Gabriele Wulz Liturgie: Dekan Ulrich Kloos Zeitzeuge: Fritz Glauninger Orgel: Andreas Weil Um 19.15 Uhr werden die Glocken aller Ulmer Kirchen für einige Minuten läuten.
Nachdem im Verlauf des Jahres 1944 zunehmend kleinere Großstädte ohne Schwerpunktindustrie zum Ziel alliierter Bomber geworden waren, verdichteten sich spätestens seit dem am 4. Dezember stattgefundenen Luftangriff auf Heilbronn die Hinweise, dass eine massive Bombardierung Ulms unmittelbar bevorstehen dürfte.
Am Abend des 17. Dezember 1944 war es schließlich so weit: Zwischen 19.23 und 19.50 Uhr erfolgte ein in drei Wellen geflogener Luftangriff von über 300 englischen Bombern auf die Stadt, bei dem ca. 600 (englische) Tonnen Spreng- und ca. 700 Tonnen Brandbomben abgeworfen wurden. Die Wirkung der Bombardierung war verheerend: Überall in der Altstadt loderten Brände, die sich in den folgenden Stunden zu einem Feuersturm vereinigten, der noch lange bis in die Nacht hinein tobte. 707 Ulmerinnen und Ulmer kamen bei der Bombardierung oder dem anschließenden Flächenbrand ums Leben und 613 wurden verwundet. Der Großteil der Innenstadt, darunter Rathaus, Landratsamt, Polizeidirektion, Wohlfahrtsamt, Justizgebäude und IHK, wurde total oder schwer zerstört und über 4/5 des Bestands an Wohngebäuden beschädigt. Von Februar bis April 1945 erfolgten weitere, teils sehr schwere Luftangriffe auf Ulm, die insbesondere in der Ost- und Weststadt sowie bei den Einrichtungen der Reichsbahn umfangreiche Zerstörungen anrichteten und denen mehrere hundert Personen zum Opfer fielen. Insgesamt kamen während des Zweiten Weltkriegs 1.710 Ulmerinnen und Ulmer durch Luftangriffe ums Leben.
Am Montagabend findet zum Gedenken an dieses katastrophale Ereignis ein ökumenischer Gottesdienst in der Wengenkirche statt. Er beginnt um 18.30 Uhr. Gestaltung: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Ulm/Neu-Ulm, und Schülerinnen und Schülern des Anna-Essinger-Gymnasiums Predigt: Prälatin Gabriele Wulz Liturgie: Dekan Ulrich Kloos Zeitzeuge: Fritz Glauninger Orgel: Andreas Weil Um 19.15 Uhr werden die Glocken aller Ulmer Kirchen für einige Minuten läuten.





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