Ulm News, 08.02.2011 10:25
Filmkolumne: Tron Legacy
Mag die Story auch etwas löchrig sein: Jeff Bridges, Daft Punk und das unglaubliche Design des Films haben mich total weggehauen und ich werd mir den Film garantiert ein zweites Mal reinziehn! Eine Fimkritik von Dante Vegas. l
Als die ersten Meldungen zu "Tron Legacy" und später dann die ersten Clips, Teaser und Trailer erscheinen kram ich sofort die DVD zu Teil 1 raus um ein bisschen Filmgeschichte zu zelebrieren. Filmgeschichte für Freaks, von Freaks. Teil 1 hat mich als Jugendlicher schon komplett ins Eck gestellt, Teil 2 kann ich kaum erwarten. Und Daft Punk, deren unverkennbare Outfits nach Aussage des Regisseurs Joseph Kosinski (in Sachen Regie ein Technikpoet, aber leider kein besonderer Menschenfühler) auf dem Look von Tron 1 basieren, sind auch noch für den Soundtrack mit ins Boot gestiegen, was mein Herz gleich dreifach höher schlagen lässt. Und das Ganze in 3D! Nach dem deutschen Kinostart gehen die Meinungen sofort in alle Richtungen auseinander. Wie derzeit beim ersten Teil. Aber hey, mir ist klar, dass mich keine Literaturverfilmung erwartet. Zu Beginn des Films wird das Publikum darauf hingewiesen, dass Teile des Films in 2D gezeigt werden. Künstlerisches Stilmittel. Ein Stöhnen geht durch die Reihen. 3D wird's erst in der Computerwelt, im "Grid". Ich finde diese Idee sehr gut! Auf diese Weise haut es einen gleich dreimal mehr weg. Die Vorgeschichte wird schnell abgespult, jetzt kann auch "der Unwissende" einsteigen. Kevin Flynn, Computerguru, wieder bestens besetzt mit Jeff Bridges, war eine ganze Weile lang erfolgreich und Millionär, und zack, weg war er. Seinen Sohnemann lässt er zurück. Der Kleine tut einem auch wirklich Leid. Nett gemacht. Auf geht's. Wir springen ins Jetzt. Sohnemann Sam (Garrett Hedlund) ist groß, Papa immernoch weg. Sohnemann kommt über Umwege und mit Plastikpapa Alan's Hilfe (Wiedersehen mit Bruce Boxleitner, Alan Bradley / Tron aus Teil 1!) auf den "Grid". Und POW! Es geht los… meine Pupillen weiten sich auf Tellergröße und ich komme die nächsten Minuten (und immer wieder!) aus dem Staunen nicht mehr heraus… Zur Story: Diesmal gibt es kein Master Control Programm, dafür aber einen Kevin Flynn Klon, der bösartig faschistoid seiner Programmierung nach läuft und die perfekte Welt schaffen soll. Da kommen wir unvollkommenen Menschen und alles "Andere" natürlich nicht so gut. (Der Flynn Klon namens Clu ist übrigens die CGI-Jungbrunnen-Version des gealterten Herrn Bridges. Das sieht man auch. Und man darf relaxt drüber hinwegsehn.) Sohnemann Sam, Papa Kevin und die toughe Computermaus Quorra (Olivia Wilde) halten dagegen. Und im Grunde wars das schon. Der gefühlvollste Moment des Films ist das Vater-Sohn-Wiedersehen in der virtuellen Realität. Es gibt ein paar interessante Nebenrollen, die leider zu schnell wieder verschwinden. Vor allem das tragische Wiedersehen mit Tron, der Figur aus Teil 1, kommt viel zu kurz. Aber auch daran störe ich mich nicht allzu lang, und es gibt an dieser Stelle noch ein kleines Trostpflaster-zum-Schluß für den Fan. Danke, Steven Lisberger, Regisseur aus Teil 1, produzierend und beratend zur Stelle gewesen. Wie bei "Tron" aus dem Jahr 1982 bekommt man auch bei "Tron Legacy" den visuellen Overkill auf dem Silbertablett mit einem Soundtrack (muss her!) serviert, auf dem man sich wahrhaft tragen lassen kann. Und ich rate jedem, der filmtechnisch was auf sich hält, den Film anzuschauen! Dieser Film wird sicher, genau wie der erste, zum Kultfilm. Wenn auch (wieder) erst nach ein paar Jahren. Ein Film für Freaks. Von Freaks. Dante Vegas




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