Ulm News, 09.08.2018 17:38
Traktor streift Zug
Glimpflich endete ein Unfall zwischen einem Traktor und einem Zug nahe Altenstadt im südlichen Landkreis Neu-Ulm am Donnerstagvormittag.
Text/Foto: Thomas Heckmann
Kurz vor zehn Uhr war ein 77-jähriger Landwirt nordwestlich von Herrenstetten mit seinem Traktor und einem angehängten Grubber am Arbeiten. Er war dazu auf einem Feld parallel zur Bahnstrecke Ulm-Memmingen beschäftigt. Auf einem Feldweg zwischen Bahngleis und Acker wendete er. Dabei bemerkte er nicht, wie weit der Grubber in das Bahngleis ragte und auch nicht, dass gerade ein Zug nahte. Der 24-jährige Triebzugführer des Regionalexpress Ulm-Oberstdorf erkannte die Gefahr und führte eine Notbremsung durch, gleichzeitig gab er ein Warnsignal ab. Es kam zum Zusammenprall zwischen dem Zug und dem Grubber schon am ersten Drehgestell des Zuges. Kratzer zogen sich dann weiter am Zug entlang. Die Metallwalze des Grubbers wurde herausgerissen. Der Zug kam über 300 Meter nach dem Zusammenstoß zum Stehen.
73 Fahrgäste im Zug, Triebzugführer und Traktorfahrer kamen mit dem Schrecken davon. Die Rettungsleitstelle Krumbach löste, wie vorgeplant, einen Großalarm aus. Zahlreiche Feuerwehrleute und Rettungswagen kamen vorsorglich zur Unfallstelle. Der Notfallmanager der Bahn organisierte einen Ersatzbus für die Reisenden, die bis zum Eintreffen des Busses im Zug warten mussten.
Beim Aussteigen aus dem Zug auf den Bahndamm unterstützen Bahnmitarbeiter und Feuerwehrleute die Reisenden und halfen auch beim Ausladen von Gepäck und Fahrrädern. Ein älterer Fahrgast wollte die Unterstützung nicht annehmen, verschätzte sich beim Höhenunterschied vom Zug bis in den Schotter und stürzte der Länge nach auf die Steine. Mit Wunden an Kopf, Arm und Schienbein wurde er nach einer Erstversorgung durch Kellmünzer Feuerwehrleute von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Techniker untersuchten den Triebzug vor Ort auf Schäden und konnten ihn nach gut zwei Stunden ohne Fahrgäste zurück in das Bahnbetriebswerk zur Reparatur schicken. In der Zeit war die eingleisige Bahnlinie blockiert, Zugfahrten fielen aus, Busse übernahmen den Transport der Reisenden. Angaben zur Schadenhöhen konnten am Donnerstag noch nicht gemacht werden.




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