Ulm News, 16.11.2017 15:32
Ohne Gesundheitshandwerker funktioniert die Versorgung nicht
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Beschreibung: Petra Krebs MdL, Joachim Krimmer, Matthias Müller, Vorsitzender des Südwestdeutschen Augenoptiker-Verbandes, Moderatorin Kerstin Tschuck, Oliver Dieckmann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Orthopädieschuhtechnik, Eberhardt
Fotograf: Handwerkskammer Ulm
Gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT) richtet die Handwerkskammer Ulm eine regelmäßige Gesundheitskonferenz aus. Damit soll die Handwerksposition im politisch geprägten Gesundheitswesen gestärkt werden. Im Rahmen der 5. Gesundheitskonferenz tauschten sich jetzt die Teilnehmer über das neue Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG), welches im April 2017 in Kraft getreten ist, aus.
Das Gesetz regelt die Versorgung der Patienten, beispielsweise mit Gehhilfen oder Hörgeräten. Vertreter der handwerklichen Gesundheitsverbände sprachen zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen in der Handwerkskammer Ulm über die Umsetzung des Gesetzes. Die rund 4500 Beschäftigten im Gesundheitshandwerk gewährleisten die gesundheitliche Versorgung im Kammergebiet. Die Betriebe stehen im Interessenskonflikt zwischen, guter Patientenversorgung, Ärzteschaft, Krankenkassen, Pharmalobby, Politik und wirtschaftlicher Preisgestaltung. Hörgeräteakustiker, Zahntechniker, Augenoptiker, Orthopädie-Techniker und Orthopädie-Schuhtechniker hatten deshalb ein zentrales Anliegen: Ein fairer Wettbewerb zwischen allen Akteuren im Feld des Gesundheitswesens. Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, eröffnete die Konferenz und betonte gleich zu Beginn, dass die Gesundheitshandwerker mit ihrem jährlichen Umsatz von über 300 Millionen Euro ein bedeutender Teil des Gesundheitssystems seien: „Augenoptiker und Hörgeräteakustiker versorgen die Bevölkerung mit den substantiellen Grundleistungen aus dem medizinischen Bereich.“ Es sei wichtig, dass Patienten die Wahl zwischen mehreren Handwerksprodukten haben und nicht nur von der Produktvorgabe einer Krankenkasse abhängig seien. Krimmer: „Der Handwerker vor Ort weiß besser, wo der Schuh drückt.“ Bundestagsabgeordneter Lothar Riebsamen pflichtet dem bei: „Wir haben dieses Gesetz gemacht, um die Qualität der Heil- und Hilfsmittel zu sichern und mittelständische Unternehmen im Wettbewerb zu unterstützen. Außerdem geht es uns um eine bessere Vernetzung zwischen unseren Gesundheitshandwerkern und den Ärzten.“ Das HHVG trage dazu bei, die Heilmittelerbringer z.B. mit Hilfe der Möglichkeit der Ärzte-Blankoverordnungen zu stärken. Joachim Krimmer sieht in den aktuellen Entwicklungen zusätzlich die Interessen der Kunden gefestigt: „Unsere Gesundheitshandwerker müssen unabhängig und neutral von den Krankenkassen arbeiten können. Die über 600 Betriebe der Gesundheitshandwerker mit etwa 4500 Beschäftigten sind in unseren Landkreisen ein wesentlicher Baustein für die benötigte Gesundheitsversorgung. Für den Handwerkskammer Präsidenten steht fest: „Ein kontinuierlicher Austausch und Interessenabgleich zum Wohle der Patienten und Kunden ist unerlässlich.“




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