Ulm News, 23.07.2017 18:29
Der Großwesir (Florian Frey) gewinnt das Ulmer Fischerstechen - Spannendes Finale vor 12 000 Zuschauern auf der Donau
Der Großwesir alias Florian Frey hat das Ulmer Fischerstechen 2017 gewonnen. Er setzte sich gegen den Schwarz Weißen Narren (Florian Fausel) durch, dem Tagessieger des Turniers am vergangenen Sonntag. Der Großwesir schaffte es allerdings erst im vierten Durchgang den Narren nass zu machen und selbst trocken zu bleiben, also nicht ins Wasser zu fallen. Das zweite und entscheidende Fischerstechen, das nur alle vier Jahre stattfindet, verfolgten rund 12 000 Zuschauer auf beiden Seiten der Donau, unter ihnen auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit seiner Frau. Das Turnier, das glücklicherweise von oben auch trocken bleib, auf der Donau wurde vom Bayerischen Rundfunk und dem Südwest Fernsehen live übertragen.
Das Ulmer Fischerstechen war wieder ein großer Publikumsmagnet. Rund 12 000 Zuschauer saßen auf den Tribünen und direkt am Wasser und verfolgten das Stechen, das von allen Beteiligten wieder viel Geschick erforderte. So mussten drei Zillenfahrer die Stecher immer so gut manövrieren, dass beide Stecher in der Flussmitte optimale Bedingungen hatten, den Gegner mit der 2,80 Meter langen Lanze vom dünnen Standbrett zu stoßen.
Einer der Favoriten, der König von Württemberg (Holger Beranek), schied auch beim zweiten Turnier früh aus, so dass der dreimalige Sieger sich nicht nochmals mit einem vierten Titel krönen konnte. Ein nächstes Mal gibt es für Holger Beranek nicht, da er dann die Altersgrenze für Stecher von 50 Jahren überschritten hat.
Sehr gut und charmant löste der Verein die Panne vom vergangenen Sonntag, als ein Stecher trotz zweier Siege irrtümlich als "nass" von der Jury gewertet wurde und aus dem Turnier ausgeschieden war. Er bekam als "Überraschungs-Großwesir" ein Freilos und durfte gegen den Vereinsvorstand antreten. Hier stachen Benedigt Hörig und Dominic Haug gegeneinander.
Den stärksten Beifall erhielt übrigens Susanne Grimmeiß, Vorsitzende des Schiffervereins und sichere und charmante Moderatorin des Spektakels, für die Aussage, dass die Figur eines Donald Trump auf der Donau und in einer Zille nichts zu suchen habe. Daher wurde als Überraschungsteilnehmer der "Überraschungs-Großwesir" bestimmt.
Den Tagessieg machten der Großwesir (Florian Frey) und der Spatzamezz (Joachim Selig) untereinander aus. Der Großwesir beförderte den Spatzamezz ins Wasser und wurde so unter großem Beifall Tagessieger.
Im Finale standen sich nun Tagessieger Großwesir und der Sieger des Turniers vor acht Tagen, der Schwarz Weiße Narr gegenüber. Vier Mal fuhren sie gegeneinander, drei Mal landeten beide im Wasser. Erst beim vierten Stechen konnte Florian Frey als der Großwesir den Stoß des Gegners besser wegstecken. Er blieb stehen und "trocken", während Florian Fausel, der Schwarz Weiße Narr, in der Donau baden ging und sich mit einem Tagessieg und gesamt dem zweiten Platz begnügen musste.
Die Zuschauer waren begeistert, ebenso Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der vom spannenden Finale und "dem heißen Wettkampf" sehr angetan war.
Florian Frey kündigte an, seinen Sieg nun erst einmal gebührend zu feiern. Was in vier Jahren sei, wisse er nicht, er wolle er aber auf jeden Fall seinen Titel verteidigen.




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