Ulm News, 26.11.2010 11:10
P-Konto: Banken machen Geschäfte mit der Armut
Zur heutigen Veröffentlichung der Ergebnisse einer Untersuchung der Handhabung des pfändungsgeschützten Kontos („P-Konto“) erklärt die Sprecherin der Arbeitsgruppe Verteilungsgerechtigkeit und soziale Integration der SPD-Bundestagsfraktion Hilde Mattheis: P-Konto: Banken machen Geschäfte mit der Armut
Seit dem 1. Juli 2010 sind Banken verpflichtet, das Konto ihrer Kunden auf Wunsch in ein pfändungsgeschütztes Konto (P-Konto) umzuwandeln. Ein solches Konto erlaubt Schuldnern auch bei Kontopfändung per Bankkonto über das garantierte Existenzminimum zu verfügen. Dadurch ist ein Guthaben von 985,15 Euro monatlich geschützt. Liegt das pfändungsfreie Existenzminimum höher, weil etwa Kinder zu versorgen sind, kann ein höherer Freibetrag beantragt werden. Das Ergebnis einer heute veröffentlichten Untersuchung von Ökotest besagt: Oft werden die Kosten für das P-Konto jedoch erhöht und gleichzeitig das Leistungsangebot eingeschränkt. „Preisaufschläge von 10 bis 20 Euro sind keine Seltenheit“, laut Ökotest. Die Untersuchung zeigt, dass die Erhöhung der Kosten auch in den Gebühren für einzelne Buchungen versteckt werden.
Doch eigentlich darf die Umwandlung von einem Giro- auf ein P-Konto gar nichts kosten. Das P-Konto sollte gerade nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, denn der Zugang zum geschützten Existenzminimum darf nicht von der Zahlung eines Entgelts abhängig gemacht werden. Dieser Missbrauch des P-Kontos durch die Banken ist erneut ein deutlicher Hinweis darauf, dass nur ein gesetzlich garantiertes Recht auf ein Girokonto für Jedermann diese miesen Geschäfte mit der Armut per Bankkonto beenden kann. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte das Recht auf ein Girokonto mit Basisfunktionen haben. Dafür muss die Bundesregierung endlich per Gesetz sorgen. Denn selbst ein Girokonto auf Guthabenbasis ist bisher - trotz der seit 1995 immer wieder erneut vorgetragenen Selbstverpflichtung der Kreditwirtschaft – nicht sichergestellt.




Highlight
Weitere Topevents
75-Jähriger wird mit seinem Auto von Zug erfasst - er stirbt noch an der Unfallstelle
Wie das Polizeipräsidium Ulm mitteilt, kam am Sonntag für einen Autofahrer bei einem Unfall mit einem...weiterlesen
Schöne Weihnachtsüberraschung: Spatzen-Verstärkung: werden jetzt Telalovic und Rösch ausgeliehen - und Stoll zurückgeholt? Mit Niko Vukanovic hat heute schon ein Neuer unterschrieben
Das ging ja schnell: Niko Vukancic verstärkt die Spatzen - erster Winterneuzugang - kommen jetzt auch die...weiterlesen
Ein Glanzlicht des Jahres: in Ulm geboren und die Welt erobert - Hildegard Knef wäre am 28. Dez. 100 Jahre alte geworden für eine - eine Diva
"Ich will alles", am besten "Für mich soll`s rote Rosen" - am 3. April 2025 kam eine feine Biographie...weiterlesen
Fenster fliegt bei Explosion in Ulm beim Brand durch die Häuserfront
Eine heftige Explosion hat am Samstagmorgen eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Ulmer Schülinhof...weiterlesen
FWG fordert: Ulmer Weihnachtsmarkt soll länger offen bleiben - morgen am 2. Weih.Feiertag beginnt schon mal der Wintermarkt
Die FWG-Fraktion stellt einen Antrag an die Verwaltung: Prüfung einer dauerhaften Verlängerung der...weiterlesen
Die Gänstorbrücke wird bis 23. Dez. 2025 jeweils in der Nacht voll gesperrt - und weitere Baustellen-News
Das Baustellen-Update der Stadt Ulm führt uns in dieser Woche hinaus auf die A 8, wo mittlerweile...weiterlesen
Schnellere Erholung nach OP an der Uniklinik Ulm
Mit der so genannten Enhanced Recovery gelingt von Anfang an nach der Operation erfolgreich eine...weiterlesen
Gleich mehrere Straftaten durch eine Porsche-Fahrerin - Widerstand gegen die Polizisten inklusive
Mehrere Straftaten beging eine 25-Jährige heute Nacht. weiterlesen









