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Ulm News, 17.09.2016 12:00

17. September 2016 von Thomas Kießling
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Schwerarbeit mit Samthandschuhen


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Beschreibung: Harder Logistic

Lizenz: Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Germany

Fotograf: Volkmar Könneke

Foto in Originalgröße

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Mit weißen Handschuhen, Tragegurten und weichen Decken startete das vierköpfige Team des Transportspezialisten HARDER logistics Anfang September  seinen Museumsbesuch im Edwin-Scharff-Museum. Vier Tage später war das Projekt erfolgreich abgeschlossen. 4300 Exponaten haben die Transportspezialisten temporär aus dem Edwin-Scharff-Museum verlagert, das wegen einer Generalüberholung für mindestens ein Jahr schließt.

 Während dieser Zeit beherbergt HARDER logistics einen Großteil der Sammlung in einem eigens dafür errichteten Depot. Für besonderes Aufsehen unter den reisenden Kunstgegenständen sorgten eine bronzene Kirchentür und das massives Bronze-Relief „Ruth und Boas“ des Künstlers Edwin Scharff. „Die Türflügel der Marienthaler Kirche wiegen etwa 350 kg und messen 3 x 2 m“, berichtet HARDER-Projektleiter Ivica Lovric, der selber mit anpackte. Acht Hände waren erforderlich, um das Objekt abzuhängen und auf zwei Rollwagen zu verfrachten. An der Treppe legten sich die Spediteure Gurte um die Schultern und nahmen das Exponat huckepack. Noch schwerer waren zwei Statuen mit etwa 800 kg, die jedoch gemeinsam auf einer Palette transportiert werden konnten und so in den Aufzug passten. Allein eineinhalb Stunden dauerte der Sondertransport der Türen. Marcello Danieli, geschäftsführender Inhaber von HARDER logistics dazu: „Hier zählt nicht Schnelligkeit, sondern absolute Sorgfalt. Wertgegenstände werden bei uns im wahrsten Sinne des Wortes auf Händen getragen, um unserem Qualitätsanspruch gerecht zu werden.“ Das Team von HARDER logistics arbeitete eng mit der Museumsleitung und dem Restaurator zusammen. Diese hatten die Exponate im Vorfeld selbst sorgsam verpackt. Und auch während des Umzugs schauten die Projektpartner gemeinsam, wie empfindliche Exponate zu behandeln waren. Zum Pflichtprogramm für einen Großteil der Objekte gehörte unter anderem das Tragen von Handschuhen. „Schon ein paar Fingerabdrücke können diesen historischen Wertgegenständen erheblichen Schaden zufügen“, weiß der Kunsttransport-Experte Lovric. Bis das Museum die Exponate wieder abruft, lagern diese auf einer Fläche von 200 m² in der Obhut von HARDER logistics. Die Bedingungen, die in dem eigens errichteten Lager herrschen, können mit denen im Museum mindestens mithalten. Der klimatisierte Raum hält konstant die Temperatur von 18 bis 20 Grad bei einer maximalen Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent. Zwei Mal am Tag kontrollieren zugangsberechtigte Mitarbeiter das alarmgesichte Depot. Nicht alle der insgesamt 5.000 bis 10.000 Exponate sind bis zum nächsten Jahr der Öffentlichkeit verschlossen. Ein Teil ist vorübergehend im Edwin-Scharff-Haus untergebracht. Außerdem sind mobile Museumsprojekte geplant: Etwa in Schulen das Projekt „Museum im Rucksack. Das Edwin Scharff Museum unterwegs“.



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