Ulm News, 25.11.2010 12:02
Panthers mit Spielfreude und Selbstvertrauen nach Langen
Optimismus zahlt sich aus – den Nachweis dafür haben die Weißenhorner Basketballer in den vergangenen Wochen auf eindrucksvolle Weise erbracht. Am Samstag, den 27. November spielen die Panther gegen Langen in der Georg-Sehring-Halle(Langen). Spielbeginn ist um 19.30 Uhr
Auch als es bei den Panthers vor einigen Spieltagen nicht ganz nach Vorstellung der Verantwortlichen lief, behielt Trainer Uwe Sauer die Ruhe und den Glauben an seine Schützlinge. Spätestens in den letzten beiden Heimspielen platzte der berühmte Knoten, die Mannschaft hat sich gefunden, die Atmosphäre im Team ist gut. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Georg-Sehring-Halle Langen) gilt es nun, den Schwung aus den Partien gegen Gießen und Frankfurt mit nach Langen zu nehmen, wo die BG Illertal-Weißenhorn beim ProA-Absteiger und aktuellen Tabellenfünften TV 1862 Langen zu Gast ist.
Seit dem vergangenen Wochenende können die Korbjäger aus der Fuggerstadt eine positive Saisonbilanz vorweisen, nach neun Spieltagen stehen für die jungen Wilden aus Weißenhorn insgesamt fünf Siege zu Buche. Das lässt auch Wolfgang Groer aus dem Vorstand der Panthers nicht kalt: „Wir sind dank der zuletzt starken Auftritte absolut im Soll, jetzt können wir gelassen nach Langen fahren.“ Aber natürlich gibt es für die BGIW überhaupt keinen Grund, das Spiel in Langen auf die leichte Schulter zu nehmen, da man den unmittelbaren Tabellennachbarn mit einem Sieg überholen und somit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Play-Offs machen könnte.
Die Hessen, die sich im Sommer nach 32 Jahren aus den beiden höchsten deutschen Spielklassen verabschieden mussten, erlebten in den vergangenen Spielen eine harte Landung in der ProB-Realität. Vor allem die 87:92 Niederlage am letzten Wochenende bei Aufsteiger Schwenningen war mit Sicherheit nicht eingeplant. Einer, der trotz der Niederlage im Schwarzwald mit 17 Punkten und neun Rebounds eine ansprechende Leistung zeigte, war Flügelspieler Marco Völler. Obwohl sein Vater Rudi Völler, der unter anderem 1990 mit Deutschland Fußball-Weltmeister wurde, von 2000 bis 2004 als Teamchef der Nationalmannschaft fungierte und derzeit beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen als Sportdirektor arbeitet, zu den bekanntesten deutschen Fußballern aller Zeiten zählt, hat sich Sohn Marco für den Basketballsport entschieden. „Marco Völler ist ein sehr athletischer Spieler und zudem ein guter Rebounder“, sagt BGIW-Trainer Uwe Sauer über den 21-jährigen. Bester Schütze bei den Giraffen ist der amerikanische Point Guard Nate Drury mit 15,8 Punkten im Schnitt. Für die Centerposition wurde vor der Spielzeit der 2,03 Meter lange australische Center Auryn MacMillan verpflichtet, der sich mit 7,4 Rebounds und 15,6 Punkten pro Spiel ganz gut in Hessen eingelebt hat. Trotz der letzten beiden Niederlagen warnt Uwe Sauer ausdrücklich vor dem Gegner: „Wenn Langen einmal ins Rollen kommt, sind sie nicht mehr zu stoppen. Sie verfügen über eine starke Starting-Five, wir müssen deshalb wieder von der ersten Sekunde an mit höchster Konzentration zu Werke gehen.“ Großgeschrieben wird in Langen schon seit Jahren die Nachwuchsarbeit, ein berühmtes Beispiel für die Talentförderung in Hessen ist unter anderem Nationalspieler Robin Benzing von ratiopharm Ulm. Er spielte von 2003 bis 2009 bei den Giraffen, angefangen von der U14 bis hin zur 2. Basketball- Bundesliga.
Dass den Panthers hessische Teams liegen, haben sie in den vergangenen beiden Partien gegen Gießen und Frankfurt demonstriert. Da alle guten Dinge drei sind, soll nun auch gegen Langen die Serie fortgesetzt werden. Personell ist wie schon gegen Frankfurt alles im grünen Bereich und auch mit dem Trainingsbetrieb ist Head Coach Uwe Sauer absolut zufrieden: „Am Montag war Lee Humphrey von ratiopharm Ulm im Training zu Gast, das war ein besonderes Highlight für unsere Mannschaft. Alle Spieler ziehen im Training gut mit und bringen vollen Einsatz Ich denke, wir können auch dem Spiel in Langen positiv entgegenschauen.“




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