Ulm News, 15.03.2013 17:16
Röntgen-Laster sucht Schmuggelware

Etwas futuristisch mutete es schon an, was sich am Freitag auf einem Parkplatz nördlich von Ulm abspielte: Ein großer Lastwagen legt seinen Ausleger um den Sattelzug rechts neben sich und fährt mit knapp Schritt-Tempo entlang. Der Ulmer Zoll war mit seiner mobilen Röntgenanlage einmal wieder heimnah im Einsatz. Text/Foto: Thomas Heckmann
Der 23 Tonnen schwere Lastwagen mit dem Zoll-Wappen auf der Tür und den Blaulichtern auf dem Dach dann mit seinem zwölf Meter langen Röntgenarm einen kompletten Lastwagen durchleuchten. Bundesweit gibt es nur drei dieser jeweils 1,5 Millionen Euro teuren Lastwagen. Eingesetzt wird das Spezialfahrzeug daher in einem Gebiet zwischen der französischen und der tschechischen Grenze, vom Main bis an den Bodensee. In gut fünf Minuten haben sich die Zöllner einen Überblick verschafft, ob sich im Führerhaus, in den Tanks oder im Laderaum Dinge befinden, die anders aussehen als auf den Ladepapieren abgedruckt. Sehen die Beamten am Bildschirm verdächtige Konturen, dann wird der Lkw geöffnet und die Ladung wird mit Suchhunden, Endoskopkameras und von Hand untersucht. Zivile Zollfahrzeuge haben dazu die Autobahn und die Bundesstraße 10 bestreift und Lastwagen zur Kontrolle an den Parkplatz gelotst. Die Lastwagen-Fahrer haben die Kontrolle offensichtlich recht entspannt über sich ergehen lassen. Der Anblick des High-tech-Fahrzeuges und das Tempo der Kontrolle, die nur noch ein Zehntel der früheren Kontrollzeit beträgt, haben dazu beigetragen. Ob und was der Zoll bei den mehrstündigen Kontrollen gefunden hat, blieb an der Kontrollstelle geheim. Genauso, wann die nächste Kontrolle wo stattfinden wird. Für Schmuggler bleibt es gefährlich, denn der Röntgen-Trupp braucht nur einen befestigten Parkplatz und ist binnen zwanzig Minuten startklar für die nächste Kontrolle. Durch das eingebaute große Stromaggregat brauchen die Zöllner nicht mal eine Steckdose.







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