Ulm News, 13.03.2013 15:06
Konjunkturbericht „Gesundheitswirtschaft“ zum Jahresbeginn: Weiterhin gute Stimmung
Die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg sind gut ins Jahr 2013 gestartet. „Eine bessere Geschäftslage als im Herbst vergangenen Jahres und die zuversichtlichen Einschätzungen der Exportmöglichkeiten fügen sich zu einer positiven Gesamtstimmung in der Branche“, kommentiert Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm die von der federführenden IHK Hochrhein-Bodensee durchgeführte Sonderauswertung der IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2013.
Das IHK-Geschäftsklima der Gesundheitswirtschaft liegt über dem Schnitt aller Branchen in Baden-Württemberg und damit auf einem sehr guten Niveau.
So berichten 44 Prozent der Unternehmen von guten Geschäften, etwas mehr als noch im vergangenen Herbst. 53 Prozent werten ihre Lage als befriedigend. Die Branche bleibt auch trotz leicht zurückgehender Geschäftserwartungen optimistisch: so rechnet im weiteren Jahresverlauf noch mehr als jedes vierte Unternehmen mit einem besseren Geschäftsverlauf und nur 14 Prozent erwarten schlechtere Geschäfte.
Die allgemein gute Geschäftslage der Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg macht sich auch bei den Investitionsplänen bemerkbar: 31 Prozent beabsichtigen in den kommenden Monaten weiter kräftig zu investieren – rund sieben Prozent mehr als im Herbst 2012. Bei 53 Prozent bleiben die Investitionen auf konstanter Höhe. Das Hauptmotiv für Investitionen ist zwar der Ersatzbedarf, aber immerhin 43 Prozent der Unternehmen – 12 Prozent mehr als im Herbst 2012 - planen in Produkt- und Verfahrensinnovationen zu investieren.
Dies belegt die Innovationskraft der Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg. Trotz guter Stimmung gibt es nach Einschätzung der Unternehmen Hindernisse zu überwinden. So werden von mehr Firmen Einbußen beim Inlandsumsatz im Vergleich zum letzten Jahr befürchtet. Aber auch die steigenden Energie- und Rohstoffpreise sowie höhere Arbeitskosten werden als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung gesehen.
Der Fachkräftemangel bereitet 27 Prozent der Betriebe Kopfzerbrechen. „Ein alarmierendes Zeichen, da der Gesundheitssektor in Baden-Württemberg nach der Bundesagentur für Arbeit mit über 482.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einem Anteil von elf Prozent an den Betriebsstätten in Baden-Württemberg ausgesprochen personalintensiv ist,“ fasst die federführende IHK Hochrhein-Bodensee den Wert für ganz Baden-Württemberg zusammen. Im Zuge des demografischen Wandels wird sich die Nachfrage nach geeigneten Fachkräften noch weiter verschärfen „Dies ist auch für die IHK-Region Ulm als problematisch zu werten,“ ergänzt Sälzle, „denn im Vergleich zu Baden-Württemberg hat der Gesundheitssektor in unserer Region eine noch größere Bedeutung.“ In der IHK-Region Ulm sind mehr als 31 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, d. h. mehr als jeder Siebte, in der Gesundheitswirtschaft tätig. Die Gesundheitswirtschaft umfasst neben den klassischen Gesundheitsberufen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Praxen, die Pharmaindustrie, die Medizintechnik sowie den Handel und Apotheken. Der landesweite Vergleichswert in Höhe von knapp 12 Prozent wird mit 15 Prozent in der Region damit deutlich übertroffen. Die Gesundheitswirtschaft müsse sich daher bereits heute gut rüsten, um im zunehmenden Wettbewerb um die besten Köpfe auch künftig punkten zu können, ist man bei den IHKs im ganzen Land überzeugt. „Viele Unternehmen in Baden-Württemberg sind bereits aktiv“, fügt Sälzle hinzu. „Gerade in den Pflegeberufen wird der Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Um diese Herausforderung zu meistern, müssen mehr Auszubildende gewonnen werden und dies kann nur gelingen, wenn Pflegeberufe für junge Menschen attraktiver werden. Hier sind die ausbildenden Betriebe und die IHK genauso in der Pflicht wie die Politik&
ldqu o;. Wie hoch der Bedarf an professionellen Pflegekräften im ganzen Land in Zukunft ist, zeigt eine Modellrechnung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg aus dem letzten Jahr. Demnach läge der zusätzliche Bedarf an Pflegekräften bis zum Jahr 2030 bei nahezu 57.000 Personen, wenn sich das Zahlenverhältnis von Pflegepersonen zu Pflegebedürftigen nicht wesentlich ändert.





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