Ulm News, 07.02.2012 16:26
Bundesverdienstkreuze für Hildegard Mack und Sebastian Knaur
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Beschreibung: Landrat Erich Josef Geßner (ganz links) und Staatsministerin Dr. Beate Merk (Vierte von links) freuen sich mit den vier Geehrten (von links): Hildegard Mack, Josef Eggle, Sebastian Knaur und Doris Raschka.
Fotograf: Jürgen Bigelmayr
Staatsministerin Dr. Beate Merk überreichte im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt auch zwei Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten: an Doris Raschka und Josef Eggle.
„Wir werden heute Zeugen einer Premiere“, stellte Landrat Erich Josef Geßner in seiner Begrüßungsansprache heraus, dass erstmals in seiner fast 16-jährigen Amtszeit im Landratsamt Neu-Ulm Bundesverdienstkreuze am Bande ausgehändigt wurden. Die Bayerische Staatsministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Beate Merk, überreichte Hildegard Mack und Sebastian Knaur jeweils die hohe staatliche Auszeichnung, die Bundespräsident Christian Wulff den beiden verliehen hat. Bei der derselben Feierstunde erhielten Doris Raschka und Josef Eggle aus den Händen von Dr. Beate Merk das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Die vier Geehrten hatten zur Feier des Tages gut 60 Angehörige, Freunde und Weggefährten mitgebracht. Außerdem gaben auch mehrere Politiker den Protagonisten und Protagonistinnen die Ehre: neben Staatsministerin Dr. Beate Merk und Landrat Erich Josef Geßner der frühere bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller, Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, Weißenhorns Bürgermeister Dr. Wolfgang Fendt und Pfaffenhofens Gemeindeoberhaupt Josef Walz. Gekommen war auch der Schwäbische Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Leonhard Keller. Er erwies damit besonders Sebastian Knaur und Hildegard Mack seine Reverenz. Letztere war bis vor kurzem 15 Jahre lang Kreisbäuerin im BBV, ehe sie bei den jüngsten Neuwahlen nicht mehr kandidierte. „Deine Nachfolgerin muss in große Fußstapfen treten“, sagte Dr. Beate Merk in ihrer Laudatio und bezog dies auch auf Hildegard Macks engagierte Arbeit im Bezirksverband der Kreisbäuerinnen, für den sie ebenfalls 15 Jahre lang aktiv war. „Viel Herzblut und unbändige Vitalität“, so die Staatsministerin, habe Hildegard Mack in viele Projekte gesteckt; unvergessen bleibe beispielsweise die Lichterkette der Landfrauen zu Zeiten der BSE-Krise. Als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der acht schwäbischen Landfrauenchöre setzte Hildegard Mack sich auch stark für den Erhalt der bäuerlichen Kultur und des regionalen Liedguts ein. Ihren Sinn für Gerechtigkeit bewies sie als ehrenamtliche Richte-rin beim Verwaltungsgericht Augsburg. Kommunalpolitisch bleibt Hildegard Mack engagiert: Seit 1996 gehört sie dem Marktrat Pfaffenhofen an der Roth an, seit 2002 dem Kreistag. Außerdem ist sie seit 1993 Beisitzerin im Kreisvor-stand der CSU. Auch Sebastian Knaur ist kommunalpolitisch für die CSU aktiv. Er ist stellvertretender Ortsvorsitzender in Weißenhorn und Beisit-zer im Kreisvorstand. Seit 1990 gehört er dem Kreistag an und seit 1996 dem Stadtrat von Weißenhorn. Das C (für christlich) im Parteiname sei für Sebastian Knaur – so betonte Laudatorin Bea-te Merk – „Überzeugung und Verpflichtung zugleich“. Er ist seit mehr als 50 Jahren Mesner und war 30 Jahre lang Kir-chenpfleger in der Kirchengemeinde St. Anna seines Heimatortes Emershofen. Im Auftrag der Kirche hat er das Emershofer Dorffest auf die Beine gestellt, das mittlerweile jährlich Ende August 2000 Besucher anlockt. Daneben engagierte er sich als Vorstandsmitglied im Schützenve rein Emershofen, Ortsobmann des Bayerischen Bauernverbandes und ist noch heute Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Emershofen. Beim Schützenverein hat sich Sebastian Knaur mit dem Bau des Schützenheims verewigt: Ihm ist es zu verdanken, dass das Schützenheim geschaffen und das ideale Grundstück dafür gefunden wurde. Doris Raschka ist seit 1947 Mitglied des TSV 1862 Illertissen. Von 1948 bis 1995 war sie fast durchgehend Turn-/Gymnastik-Übungsleiterin. Sie gründete die Abteilung „Senioren“, die sie auch jahrelang leitete. Ihre Schützlinge begleitete sie nicht nur stets selbst zu Wettkämpfen, sie übernahm dort auch die Aufga-ben einer Kampfrichterin und Kampfrichterwartin. Der Höhepunkt dabei waren die Gymnastik-Weltmeisterschaften in München, wo sie als Kampfrichterin für Rhythmische Sportgymnastik zum Ein-satz kam. Über den Sport hinaus leistet Doris Raschka als Mitglied des Freundeskreises Illertissen - Elbogen/Loket ihren Beitrag zur deutsch-tschechischen Aussöhnung und Völkerverständigung. Ein wahres Vorbild ist die 84-jährige Illertisserin auch in mitmenschlicher Fürsorge und Nächstenliebe. So hat sie sich über sechs Jahre hinweg beinahe täglich, oft rund um die Uhr, um einen pflegebedürftigen Mitbürger gekümmert, obwohl sie mit ihm nicht einmal verwandt war. Was für Doris Raschka der Turn- und Gymnastiksport bedeutet, das ist für Josef Eggle das Sportschießen. Seit 35 Jahren enga-giert er sich ehrenamtlich für die Sportschützen im Landkreis und in der Region. Von 1975 bis 1986 war Josef Eggle Abtei-lungsleiter der Reservisten bei der Königlich privilegierten Schützengesellschaft 1870 Neu-Ulm. Von 1978 bis 1986 organisierte und leitete er jährlich das Internationale Ordonanzschießen um die Donaumedaille sowie die Bezirksmeisterschaften des Verbandes der Reservisten der Bun-deswehr im Großkaliber-Schießen und im Dreistellungskampf. 1986 wurde Josef Eggle zum 2. Schützenmeister der Königlich privilegierten Schützengesellschaft 1870 Neu-Ulm gewählt. Er blieb es ebenfalls elf Jahre lang. In dieser Zeit wurde die vereins-eigene Schießanlage umgebaut und modernisiert. Außerdem führte Josef Eggle das landkreisweite Jugendschießen ein, das noch heute regelmäßig stattfindet. Als 1. Gauschützenmeister, der er von 1998 bis 2010 war, setzte er sein großes Engagement für die Jugend fort. Seit 2009 ist Josef Eggle Jugendleiter bei den Donauschützen, die er mit aus der Taufe gehoben hat. Fast 20 Jahre war der 64-jährige Aufheimer zudem Mitglied im Sportausschuss und im Sportbeirat der Stadt Neu-Ulm. 2008 hat er das Stadtkönigsschießen initiiert, dessen gesamter Erlös seit-her jedes Jahr sozialen Zwecken zugute kommt.





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