Ulm News, 10.11.2011 23:00
Ulmer Basketballer wollen gegen EnBW Ludwigsburg den zweiten Derby-Sieg
Die Bilanz von ratiopharm ulm im Schwabenderby gegen EnBW Ludwigsburg ist düster. "Das wollen wir ändern", sagt Rocky Trice vor dem Klassiker am Samstag (19.30 Uhr) in der Arena Ludwigsburg.
Die vermeidbare Niederlage in Würzburg war schnell abgehakt. Die einhellige Meinung des Teams von ratiopharm ulm war: Nicht die letzten Sekunden waren entscheidend, sondern die Partie (61:59) wurde bereits davor verloren. "Die Fähigkeit zur Selbstkritik hat mich gefreut. Nun liegt es an uns, die Fehler nicht zu wiederholen", so Leibenath vor dem Derby in Ludwigsburg (Samstag, 19.30 Uhr). "Wir wollen dort unbedingt gewinnen. Wenn wir unserer Linie treu bleiben, glaube ich auch daran", so Rocky Trice, der sich nach seiner überstandenen Knieoperation "immer besser" fühlt. Zwar ist die aktuelle Bilanz der Barockstädter ausbaufähig - die letzten drei Spiele in Folge wurden verloren und mit 3:4 Siegen liegen sie aktuelle auf Rang 10 der Tabelle - historisch gesehen sind sie den Ulmern allerdings weit voraus. Denn 7 der letzten 10 Duelle gingen verloren, der letzte Ulmer Auswärtserfolg in Ludwigsburg ist sogar schon mehr als 14 Jahre her (3. März 1997). "Das spielt in unserer Vorbereitung natürlich eine Rolle", so Leibenath vor dem Derby. Doch mehr noch als die regionale Rivalität geht es dem Coach darum, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Und das wird schwer genug. Denn Leibenath, der Ludwigsburg bei seiner 69:70-Niederlage gegen Braunschweig vor Ort beobachtet, weiß, "dass ein Team dieser Qualität nach drei Niederlagen in Folge besonders gefährlich ist". Nachdem Ludwigsburg im letzten Jahr die Playoffs nur haarscharf verpasste (Rang 9) ist der Einzug unter die Top-8 in diesem Jahr Plicht. Das gelang den Gelb-Schwarzen zuletzt 2007. Um dieses Ziel zu erreichen, setzte der Club bei der Zusammenstellung des Kaders auf Kontinuität. Somit ist Erfahrung der größte Trumpfe der Mannschaft von Head-Coach Markus Jochum, der als früherer Ludwigsburger Spieler selbst ein Urgestein des Clubs ist. Point Guard Jerry Green, der als Kopf der Überraschungstruppe von 2007 Liga-MVP wurde, ist in seinem sechsten Jahr in der Beko BBL; auch David McCray (8 Jahre), Center John Bowler, Johannes Lischka (je 6) und der litauische Routinier Donatas Zavackas sind mit allen Wassern gewaschen. "Um gewinnen zu wollen, müssen wir die starken Guards ausschalten", glaubt Rocky Trice. Der Spielstil von Jochums Mannschaft beruht auf einer stabilen Defensive. Nur drei Teams erlauben ihren Gegnern in der laufenden Spielzeit weniger Punkte als Ludwigsburg (70,6 pro Partie). "Insbesondere die Zonenverteidigung setzten sie häufig ein. Darauf haben wir uns in dieser Woche vorbereitet", so Leibenath. Im Angriff ist die Last auf mehrere Schultern verteilt. Der routinierte Jerry Green hält als Top-Scorer (12,1 PpS) und Top-Vorlagengeber (3,6 ApS) die Fäden in der Hand. An seiner Seite agieren mit den beiden Guards Alex Harris und Mark Dorris (kam aus Hagen) zwei der fünf besten Scorer der letzten Bundesliga-Saison. Mit John Bowler (11,9 PpS) und Donatas Zavackas (11,5 PpS) steht auf den großen Positionen ein variables Duo bereit, wobei Bowler seine Stärken in Korbnähe hat, während Zavackas als Distanzschütze brandgefährlich ist. Vor allem das Duell zwischen den beiden Schwergewichten Bowler (118 Kilo) und auf Ulmer Seite John Bryant (127 Kilo) lässt einen heißen Zonen-Tanz erwarten. Vervollständigt wird die Ludwigsburger Rotation von den beiden Defensivspezialisten Terrel Harris und Kurt Looby sowie den Deutschen David McCray und Johannes Lischka. Insbesondere der 24-jährige Lischka hat sich mit seinem variablen Spiel in dieser Saison zu einem verlässlichen Punktesammler gemausert (10,7 PpS). Auf lauthalse Unterstützung kann sich das Team auch durch die Hilfe von Basketball Ulm verlassen. Der Cl ub hatte einen Reisebus zur Verfügung gestellt und so die Teilnahmekosten deutlich reduziert. Die verfügbaren 120 Plätze waren rasend schnell belegt.





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