Ulm News, 22.05.2025 15:31
Matchball zum Einzug ins Halbfinale - Ulm dominiert Alba two times - eine Einordnung
ratiopharm ulm besiegt ALBA Berlin mit 62:74 und klaut Spiel zwei der PlayOff-Viertelfinalserie in der Hauptstadt. Damit haben die Uuulmer am kommenden Samstag ab 18.00 Uhr in der ratiopharm arena bereits Matchball zum Einzug ins Halbfinale. Jetzt Tickets für die Uuulmer Heimfestung sichern.
Eine Einrodnung und mit Stimmen zum Spiel. Es folgt noch eine Foto-Galerie.
Vollspeed-Start und ein Auftritt in abgezockter Manier. Altbekannte Stärken und eine aktive Leistungssteigerung bewiesen die Uuulmer ab Tip-Off in der Hauptstadt. Während das Gaspedal in Richtung Offensive ordentlich durchgedrückt wurde, sorgte die Mannschaft von Ty Harrelson diesmal auch für die geforderte Intensität unter den Brettern. Auf den 18:5-Start der Gäste kreierten die Albatrosse zunächst erste Lösungen, waren aber hungrigen Gegenstößen und eiskalten Antworten ausgesetzt.
Mit 16:0 holten die Uuulmer zum Gegenschlag aus (44% 3P), für insgesamt sieben Minuten blieb die Uber Arena dabei ohne einen einzigen Jubelschrei in Gelb-blau: „Wir zeigen bislang genau das, was wir zeigen wollten“, untermauerte Youngster Tobias Jensen die 27:47-Halbzeitführung, mahnte aber auch: „Das Spiel ist noch nicht vorbei.“ Genau in diesem Wissen und hoch diszipliniert durchbrachen die Uuulmer jede noch so kleine Drangphase im eigenen Stil (40:61-3.VT). Im Schlussviertel wartete für das zweitjüngste Team des Wettbewerbs allerdings die wohl größte Probe der bisherigen Serie. Ein Dauerlauf der Albatrosse inklusive 15:0-Run brachte die angepeitschten Hausherren auf sieben Zähler heran. Nach Youngsterpower folgte der große Auftritt der Routiniers um Philipp Herkenhoff und Justinian Jessup.
„Nachdem Berlin umgestellt und mit zwei Big Men gespielt hat, konnten wir uns nicht schnell genug darauf einstellen und haben ein wenig den Rhythmus verloren. Die Jungs haben mich in dieser Phase gut gefunden und offene Würfe kreiert – und wenn´s läuft, dann läufts. Das Ziel ist jetzt nicht mehr hierher zurückzukommen“, erklärte Ulms Co-Kapitän die Devise für Samstag.
Keyplayer: Youngster Power stellt die Serie auf zwei zu null
Ben Saraf avancierte zum Topscorer und verteilte den Ball exzellent (15 Pkt/ 6 As), sein Prospect-Kollege Noa Essengue attackiert den Korb zielgerichtet und verhinderte zweite Berliner Wurfchancen (6 Reb). Tobias Jensen war wieder einmal der Albtraum der Berliner Guards und forciert neben 10 Punkten auch drei Ballverluste der Hausherren. Insgesamt war es erneut ein geschlossener Teamauftritt, der von guter Verteidigung geprägt war. Ebenfalls zweistellig punkteten: Phillipp Herkenhoff (11 Punkte), Justinian Jessup (11) und Alfonso Plummer (11).
Der Spielverlauf: Zu Beginn machten die Uuulmer genau da weiter, wo sie vergangenen Samstag aufgehört hatten. Mit den ersten Zählern von der Freiwurflinie, versuchte Berlin auf der Gegenseite vieles aus der Distanz, tat sich aber schwer, die energische Presse der Gäste zu überspielen. Youngster Tobias Jensen baute die Führung nach dem bereits dritten Uuulmer Steal per Catch-and-shoot-Dreier aus. Der sichtlich immensen Spielfreude folgten Dreier von Jessup und Saraf für den 11:0-Lauf, war gleichbedeutend mit der ersten Auszeit (18:5, 5.). Diese zeigte am defensiven Ende direkt Wirkung und ließ den früh heimgelaufenen Offensivmotor der Gäste fürs erste etwas abzukühlen. Auf einmal kam auch der offensive Spielfluss der Hausherren ein erstes Mal zum Vorschein – in Korbnähe verkürzten Bean und Wetzell mit sehenswerten Aktionen auf 18:22 zur ersten Viertelpause. Defensive Intensität gab es im zweiten Viertel auf beiden Seiten.
Die Albatrosse provozierten mit energischem Doppeln vermehrt Ballverluste. Sobald die Harrelson Schützlinge das Gaspedal durchdrückten, bekam die gelbe Wand dennoch Probleme. Jung und wild ging in dieser Phase sehenswert voran. Ben Saraf mit Angriffslust zum Korb (3/4 2P), Tobias Jensen sorgte für beidseitige Raffinesse (8 Pkt/2 St) und Noa Essengue ging mit viel an Entschlossenheit zum Rebound (3). Für die Hausherren war der Korb außerhalb von 6,75m wie vernagelt, Co-Kapitän Philipp Herkenhoff und sein Team legten diese Schwächen gnadenlos offen und stellten mit einem 16:0-Lauf sehenswert auf eine Führung jenseits der 20 Punkte – Halbzeit 27:47.
In Halbzeit zwei bekamen die Fans in der Uber Arena eine aktivere Berliner Mannschaft zu sehen. Gallige Defensivaktionen und gutes Zusammenspiel am offensiven Ende erzeugten einen ansehnlichen Spielfluss der Gelb-blauen. Der orangene Motor war eindeutig abgekühlt, einzig Energizer Karim Jallow setzte mit viel Entschlossenheit wichtige Nadelstiche. Erst zum Ende des Viertels fand die Durststrecke von außen ein Ende, als Alfonso Plummer den ersten Dreier der zweiten Halbzeit aus der Ecke versenkte. Für den passenden Schlusspunkt spannte der Puerto-Ricaner erneut den Bogen und versenkte den nächsten Dreier eiskalt (61:40).
Mit viel Sand im Getriebe ging es für beide Mannschaften weiter. Von außen fiel vorerst kein Wurf, dementsprechend standen die Gäste nach drei gespielten Minuten noch immer ohne Punkte da. Es war ein wahrhafter Rausch, in den sich die Gastgeber anschließend spielten. Einmal mehr ging David McCormack physisch voran und verkürzte den Vorsprung sehenswert per And-One wieder in den einstelligen Bereich. Co-Kapitän Phillipp Herkenhoff erlöste das Uuulmer-Leiden nach knapp fünf Minuten per Dreier aus der Ecke und stoppte somit auch den viertelübergreifenden 15:0-Lauf der Albatrosse. Nichtsdestotrotz gingen die Hausherren nicht von der Bremse und versenkten rund um die Freiwurflinie weiter hochprozentig ihre Würfe. Für die Entscheidung sorgte ein tiefer Jessup-Dreier und stellt die Serie auf zwei zu null – Endstand 62:74.
Orange Mixed-Zone
Head Coach Ty Harrelson: „Wir haben das Spiel heute über weite Strecken kontrolliert. Berlin hat zwar hintenraus nochmal einen Run hingelegt, aber ich bin insgesamt sehr stolz auf die Defensivleistung meiner Mannschaft. Wir haben sehr gut auf dem Feld kommuniziert und es ALBA sehr schwer gemacht.“
Guard Ben Saraf: „Wir sind glücklich über den Sieg. Nach der Halbzeit wollten wir den Druck weiter aufrechterhalten, wussten aber, dass ALBA noch einmal zurückkommen würde. Das heutige Learning ist, die Konzentration dann auch in schwierigen Phasen zu bewahren. Dennoch haben wir großartige Charaktere, mit denen wir diese Siege erzwingen können – das spricht für die Mannschaft.“




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