Ulm News, 04.12.2024 23:21
Tabak: Vom Schnupfen und Snusen

In Deutschland rauchen etwa 18 Millionen Menschen regelmäßig, während rund 3 Millionen Tabak in alternativen Formen konsumieren. Traditionelle Methoden wie Schnupfen und neuere Trends wie Snusen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, Tabak zu genießen - so auch in der Region Ulm. Diese Varianten erfreuen sich insbesondere bei Menschen, die das Rauchen vermeiden möchten, wachsender Beliebtheit.
Schnupftabak: Eine Tradition in Ulm und Umgebung
Schnupftabak hat in Ulm und der Region eine tief verwurzelte Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. In dieser Zeit war der feingemahlene Tabak eines der beliebtesten Genussmittel in der Gesellschaft. In Deutschland war Schnupftabak besonders in Süddeutschland verbreitet, wo er sowohl in städtischen als auch ländlichen Gebieten Teil des Alltags wurde. Historische Berichte zeigen, dass im Jahr 1850 etwa 40 % der Tabakkonsumenten in der Region Schnupftabak bevorzugten.
Heute ist Schnupftabak weniger alltäglich, doch einige Vereine und Gemeinschaften halten die Tradition lebendig. Der „Bayerische Schnupfclub“ und ähnliche Vereine aus der Region Ulm haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Schnupftabaks zu bewahren und weiterzugeben. In Deutschland werden jährlich immer noch rund 1.000 Tonnen Schnupftabak produziert, wobei Bayern und Baden-Württemberg die Hauptmärkte darstellen.
Snusen: Ein skandinavischer Tabaktrend
Snusen, ursprünglich aus Schweden stammend, hat sich zu einem globalen Trend entwickelt. Dabei wird der feuchte Tabak in kleinen Beuteln unter die Oberlippe gelegt, wo er langsam Nikotin freisetzt. Diese Methode bietet eine rauchfreie Alternative und wird besonders von Menschen bevorzugt, die Tabak diskret konsumieren möchten.
Unterschiede zum klassischen Tabakkonsum
Im Gegensatz zum Rauchen verursacht Snusen keine sichtbare Rauchentwicklung und wird daher oft in öffentlichen Räumen genutzt. Skandinavische Länder wie Schweden haben den Konsum stark reguliert, was jedoch auch zu einer Verringerung der Raucherrate beigetragen hat. Studien zeigen, dass 19 % der schwedischen Männer Snus verwenden, während die Raucherquote in Schweden eine der niedrigsten Europas ist.
Vaping: Die moderne Alternative zum Rauchen
Das Vapen, also das Inhalieren von dampfförmigem Nikotin oder aromatisierten Flüssigkeiten, hat sich in den letzten Jahren als beliebte Alternative zum Rauchen etabliert. Schätzungen zufolge nutzen weltweit über 82 Millionen Menschen E-Zigaretten oder Vaporizer. Besonders unter jungen Erwachsenen erfreut sich das Vapen wachsender Beliebtheit, da es als weniger schädlich gilt und eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen bietet. Von fruchtigen Aromen wie Mango bis hin zu klassischen Tabaknoten – die Auswahl ist nahezu grenzenlos.
Zu den Vorzügen beim Vapen gehört, dass keine Verbrennung stattfindet. So werden viele viele der krebserregenden Stoffe vermieden, die beim Rauchen entstehen. Studien zeigen, dass 60 % der Dampfer das Vapen nutzen, um mit dem Rauchen aufzuhören. Gleichzeitig gibt es jedoch gesundheitliche Bedenken. Untersuchungen der WHO warnen vor möglichen Langzeitrisiken durch die chemischen Bestandteile in den Liquids. Trotzdem setzen immer mehr Länder wie Großbritannien auf E-Zigaretten als Mittel zur Raucherentwöhnung.
Tabakfreie Alternativen: Kräutermischungen und Nikotinbeutel
Für Menschen, die den Konsum von Nikotin reduzieren oder ganz aufgeben möchten, bieten tabakfreie Alternativen eine vielversprechende Lösung. Kräutermischungen, die geraucht oder verdampft werden können, enthalten weder Tabak noch Nikotin. Diese Mischungen bestehen oft aus beruhigenden Kräutern wie Kamille, Lavendel oder Minze und bieten eine entspannende Alternative.
Die Rolle von Nikotinbeuteln
Eine weitere Alternative sind Nikotinbeutel, die ähnlich wie Snus verwendet werden, jedoch vollständig tabakfrei sind. Diese kleinen Beutel enthalten reines Nikotin und werden diskret unter die Oberlippe gelegt. Besonders in den USA und Europa finden sie zunehmend Anklang, da sie keinen Tabakgeruch oder Flecken verursachen. Studien zeigen, dass etwa 10 % der Nikotinbenutzer in Schweden und Norwegen tabakfreie Produkte bevorzugen.







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