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Ulm News, 07.11.2024 12:00

7. November 2024 von Thomas Kießling
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Reproduktive Gesundheitsforschung - Bund fördert mit 800.000 Euro


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Fotograf: Uni Ulm

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Der Bund stärkt die Nachwuchsforschungszentrum für Fertilitätsprotektion am Universitätsklinikum Ulm mit 800.000 Euro. Wie das Geld eingesetzt wird.

Das interdisziplinäre Nachwuchsforscherzentrum für Fertilitätsprotektion (FePro-Ulm) des Universitätsklinikums Ulm (UKU) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit zusätzlichen 800.000 Euro unterstützt.

Die Fördermittel werden für wissenschaftliche Projekte zum Schwerpunktthema Fertilitätsprotektion, von der vor allem junge, an Krebs erkrankte Menschen betroffen sind, eingesetzt und sollen mithilfe neuer Technologien die Forschung in diesem Bereich wesentlich vorantreiben.

Die reproduktive Gesundheit nimmt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle ein. Neben unerfülltem Kinderwunsch beschäftigt sich die reproduktive Gesundheit unter anderem mit Themen der menschlichen Fortpflanzung, die Einfluss auf das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden jedes einzelnen Menschen hat.

Um zukünftig die reproduktionsmedizinische Forschung in Deutschland zu intensivieren und weiterzuentwickeln, unterstützt das BMBF seit etwa einem Jahr den Aufbau von fünf interdisziplinären Zentren für die reproduktive Gesundheit (CERES: CEnters for REproductive Sciences). Neben den Standorten Münster, Hamburg, Leipzig und Jena wurde in Ulm das FePro gegründet, das seinen Schwerpunkt auf die Fertilitätsprotektion legt.

Unter der Gesamtkoordination von Prof. Dr. Katharina Hancke, stellvertretende Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKU sowie Leiterin des Kinderwunschzentrums UniFee, und PD Dr. Dr. Karin Bundschu, Fachärztin und Leiterin des Forschungslabors für Fertilitätsmedizin erheblich vorangetrieben - genauer das FePro-Ulm in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit verschiedenen Kliniken und Fachrichtungen am UKU (Klinik für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Sektion Gynäkologische Onkologie, Institut für Humangenetik, Hämato-Onkologie, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin). Sie erhalten nun zusätzliche Fördermittel in Höhe von 800.000 Euro, um die Forschung im Bereich der reproduktiven Gesundheit weiter zu stärken.

„Die finanzielle Förderung ist ein wichtiger Meilenstein und freut uns sehr“, erklärt Prof. Dr. Katharina Hancke. „Damit werden am Universitätsklinikum Ulm wissenschaftliche Projekte zum Schwerpunktthema der Fertilitätsprotektion – die v.a. junge und an Krebs erkrankte Menschen betrifft – zusätzlich unterstützt“.

Mithilfe neuer Technologien zur räumlichen Darstellung von Biomarkern, Tissue-Engineering und Einzelzell-Sequenzierungen sollen die experimentellen Projekte innovativ und maßgeblich weiterentwickelt werden. „Die intensive Arbeit in den vergangenen Monaten am Ulmer Zentrum hat sich ausgezahlt. Die Unterstützung durch das Ministerium verdeutlicht außerdem die Relevanz der weiterführenden Forschung im Bereich der reproduktiven Gesundheit und Fertilitätsprotektion“, so PD Dr. Dr. Karin Bundschu.

Das BMBF fördert damit den Aufbau und die Forschungsprojekte des FePro-Ulm Zentrums mit insgesamt fast 3 Millionen Euro in der ersten Förderperiode bis Oktober 2026.

Das FePro-Ulm gehört gemeinsam mit den vier weiteren gegründeten und ebenfalls vom BMBF-geförderten Zentren in Jena, Hamburg, Münster und Leipzig zum CERES-Verbund. Mit verschiedenen Themenschwerpunkten zu Frauengesundheit und Schwangerschaft, männlicher Fortpflanzungsfähigkeit, Fertilitätserhalt sowie sexueller und reproduktiver Gesundheit, baut CERES ein gemeinsames Netzwerk zur reproduktionsmedizinischen Gesundheitsforschung in Deutschland auf.

Foto (Uni Ulm)

FePro-Ulm.jpg: Prof. Dr. Katharina Hancke, stellvertretende Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKU sowie Leiterin des Kinderwunschzentrums UniFee (links) und PD Dr. Dr. Karin Bundschu, Fachärztin und Leiterin des Forschungslabors für Fertilitätsmedizin (rechts).

 



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