Ulm News, 28.09.2024 13:42
Heimsiiiiiiiieg: die Spatzen holen ihren ersten und damit gegen Braunschweig wichtige Punkte


Beschreibung: Der SSV Ulm siegte gegen Eintracht Braunschweig mit 3:1. Das Spiel wurde auf beiden Seiten mit viel Einsatz geführt. siv
Fotograf: Ralf Grimminger

Der SSV Ulm 1846 Fussball besiegte Eintracht Braunschweig am Freitagabend vor heimischer Kulisse völlig verdient mit 3:1. Die Tore für den SSV schossen Rösch, Krattenmacher und Higl per Foulelfmeter. Uber 13 000 Fans bejubelten im Donaustadion den Sieg der Spatzen, bei denen der junge Maurice Krattenmacher herausstach. Er war an allen drei Ulmer Toren beteiligt. Fotos vom Spiel in der ulm-news Galerie.
Die Gäste aus Braunschweig starteten besser in die Partie am Freitagabend, hatten in der Anfangsviertelstunde die größeren Spielanteile, ohne jedoch ernsthaft Gefahr auf den Ulmer Kasten auszustrahlen. Die Spatzen, von denen bis dato wenig zu sehen war, kamen in der 14. Spielminute erstmals über einen tiefen Ball von Hyryläinen auf Maurice Krattenmacher ins letzte Drittel der Gäste. Krattenmacher setzte sich stark gegen seinen Gegenspieler durch und zog mit dem Ball bis an die Grundlinie, ehe er ins Zentrum ablegte. Von einem Braunschweiger Rücken fiel die Hereingabe dann direkt vor die Füße von Romario Rösch, der aus fünf Metern den Ball wuchtig im leeren Tor versenkte und sein Team damit in Führung schoß.
In der Folgezeit rissen die Ulmer das Spielgeschehen allmählig an sich und setzten immer wieder Akzente nach vorne. Nach einer Doppelchance im Braunschweiger Strafraum hatten die Spatzen dann jedoch Glück, als Rittmüller nach einem schnellen Konter Haarscharf am Kasten vom Ulmer Keeper Christian Ortag vorbeizog.
Das hohe Braunschweiger Angriffspressing, das in den ersten zehn Minuten noch zu häufigen Ballgewinnen führte, war gegen die starke Ulmer Abwehrreihe seit der Spatzen-Führung nur selten erfolgreich. Kurz vor der Pause war es der Ulmer Dennis Chessa, der Maurice Krattenmacher mit einem Steckpass bediente. Der schnelle 19-Jährige vollendete sein rund 25 Meter langes Tempodribbling allein vor dem Braunschweiger Torhüter Grill eiskalt und versetzte die über 13 0000 Fans im Ulmer Donaustadion mit seinem halbhohen Ball am Keeper vorbei ein zweites Mal in Begeisterung. Kurze Zeit später pfiff Schiedsrichter Richard Hempel beim Stand von 2:0 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam es auf Höhe der Mittellinie zum Zweikampf zwischen Rösch und Köhler. Der Braunschweig-Akteur stempelte den Torschützen zum 1:0 im Duell gelbwürdig und sah in Folge seiner zweiten gelben Karte im Spiel die Ampelkarte (50'). Wenig später hielten die Fans im Donaustadion die Luft an, als der Ulmer Tormann Ortag eine Flanke abfing und dabei unglücklich auf die Schulter fiel. Der Ulmer Stammtorwart musste in der 65. Minute nach zehnminütiger Behandlungspause per Trage abtransportiert werden. Ortag wurde offensichtlich schwer an der Schulter oder am Schlüsselbein verletzt.
In Folge der Spielunterbrechung zeigten die Gäste in Person von Philippe ein anderes Gesicht. Er setzte sich zuerst an der Seitenlinie gegen Reichert durch, bevor er erfolgreich auf Polter ablegte. Der Braunschweiger Stoßstürmer setzte sich in Szene und leitete den Ball in den Rückraum zu Szabo weiter, der gegen die Laufrichtung von Thiede, der anstelle von Ortag das Ulmer Tor hütete, zum 2:1 in der 76. Minute verkürzen konnte. Beflügelt durch den Anschlusstreffer setzte sich der Braunschweiger Kaufmann nur drei Minuten später am Rande des Sechzehners durch und schloß halbhoch links ab. Der Ulmer Keeper Thiede parierte sehenswert und hielt die Führung der Spatzen fest.
In der 82. Spielminute wurde Krattenmacher bei einem weitere Konter allein gegen vier Braunschweiger in die Tiefe geschickt. Die Gäste wussten sich nur regelwidrig zu helfen. So versuchte erst Kaufmann ausserhalb des Sechzehners, was Tauer dann im Sechzehner vollendete: Er brachte Krattenmacher per Bodycheck zu Fall. Schiedsrichter Hempel zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Felix Higl versenkte in den 84. Minute den Foulelfmeter souverän und stellte den Zwei-Tore-Abstand der Spatzen wieder her.
In der fünfzehnminütigen Nachspielzeit setzte sich Nelson stark im Mittelfeld durch und schickte den stürmenden Chessa, der postwendend auf den Kanadier zurück spielt. Der Neuzugang aus Norwegen zog direkt ab, doch Grill reagierte überragend und kratzte den Ball mit den Fingerspitzen aus dem Eck (90+11').
Dann passierte nichts mehr. Die Spatzen trennten sich somit nach 111 Minuten mit 3:1 von den Gästen aus Braunschweig und feierten mit den über 13 000 begeisterten Fans den ersten Heimsieg der Saison.







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