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Ulm News, 03.08.2024 13:09

3. August 2024 von Thomas Kießling
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IHK Ulm und Citymarkting sehen Vertrauen enttäuscht


Mit einem Offener Brief wenden sich die IHK Ulm und die Ulmer Citymarketing an alle Fraktionen des Ulmer Gemeinderats. Mit der Regelung der Verkehrsberuhigung in der „Fußgängerzone Herrenkeller-/Dreiköniggasse“ sei ihr Vertrauen enttäuscht worden, sagen beide.

Der Offene Brief im Wortlaut:

„Sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,

in der letzten Sitzung des Fachbereichsausschusses Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am 9. Juli 2024 haben Vertreter des „alten“ Gemeinderats in einem spontanen Antrag aus Reihen der Grünen Fraktion beschlossen, die Lieferzeiten in der Herrenkeller- und Dreikönigsgasse mit einer Fixierung auf den Zeitraum von 5 Uhr bis 11 Uhr deutlich zu beschränken.

Wir bitten Sie sich im Sinne unserer wunderschönen Ulmer Innenstadt und der sie belebenden meist kleinen und inhabergeführten (Handels)Unternehmen fachlich mit den Folgen der Entscheidung für diese auseinanderzusetzen. Gerne unterstützen wir Sie ergänzend zu den nachfolgenden Ausführungen dabei, das Gespräch mit den Betroffenen zu

Unseres Achtens sollte dieser für die Betriebe weitreichende – und durch die Spontaneität im Verfahren so völlig unerwartet getroffene - Beschluss mit im Vorfeld ausgearbeiteten Grundlagen und damit einer sauberen Beschlussvorlage debattiert und erneut im Gremium behandelt werden.

Zur Erläuterung sehr gerne die „Geschichte“: Erst im Februar des vorigen Jahres hatte der gleiche Ausschuss - gegen einen nach ausführlichen Beratungen zwischen Gewerbetreibenden und Stadtverwaltung von beiden

Seiten als praktikabel beurteilten Kompromissvorschlag der Stadtverwaltung – die Umwandlung der beiden Gassen in eine Fußgängerzone beschlossen. Im Zusammenhang mit diesem Beschluss wurde aufgrund der besonderen Gegebenheiten der Unternehmen eine zeitlich unbeschränkte Möglichkeit für die Anlieferungen zugestanden.

Demzufolge ist es wenig erstaunlich, dass eine aktuelle Umfrage unter den ansässigen Betrieben großes Unverständnis für die jetzige Entscheidung des Fachbereichausschusses zeigt:

+ Für viele Unternehmen ist die neue Regelung ein enormer Eingriff in den Betriebsablauf und teilweise schlicht nicht umsetzbar.

+ Ein Teil der kleineren Geschäfte, die diesen Gassen ihren Charme verleihen, öffnet erst um elf Uhr.

+ Einige Inhaber nehmen am Abend Ware mit zum Wohnsitz, um Änderungen oder Nachbesserungen durchzuführen. Mit der neuen Regelung ist dieser Service nicht mehr möglich, da die Betreiber ihre Geschäfte nach Ladenschluss nicht mehr anfahren dürfen.

+ Paketdienste liefern zu den unterschiedlichsten Zeiten.

+ Für die Mehrzahl der Betriebe gibt es keine alternative Anliefermöglichkeit, da für die Anlieferung feste und schwierig zu beeinflussende Tourenpläne bestehen.

+ Eine Anlieferung über den rückwärtigen Teil der Häuser ist oft nicht – wie andernorts – möglich.

An zwei konkreten Beispielen möchten wir Ihnen die Problematik gerne verdeutlichen:

diese länger geöffnet haben. Damit werden im Sinne der Nachhaltigkeit Übermengen verringert.

vorgegebene Uhrzeiten umstellen. Zudem muss Ware zwischen ihrem Außenlager und der Filiale auch während des Tages transportiert werden, um z.B. Dekorationen für Messen, Firmenfeiern, Hochzeiten und Beerdigungen so zeitnah wie möglich auszuliefern; die temperatur- und wettersensible Ware kann oft nicht bereits am Morgen für Veranstaltungen nachmittags oder abends ausgeliefert werden.

Die Stimmung unter vielen befragten Akteuren der beiden Gassen lässt sich mit völligem Unverständnis für diese Entscheidung beschreiben. Die Betroffenen fühlen sich im Stich gelassen und in ihrem Vertrauen enttäuscht. Vor allem aber ist nicht nachvollziehbar, warum eine für sie so wichtige Entscheidung nach den langen Diskussionen um die Einführung

einer Fußgängerzone nun so ad hoc beschlossen und nicht zunächst fachlich aufgearbeitet wurde.

Wir danken Ihnen sehr für ein Aufgreifen und stehen für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

gez: Petra Engstler-Karrasch, Hauptgeschäftsführerin IHK Ulm

und Sandra Walter Geschäftsführerin Ulmer City Marketing e.V.“



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