Ulm News, 21.05.2024 14:37
Ulmer Brauerei Gold Ochsen modernisiert Sudhaus und Abfüllung-Anlage
schließen
Beschreibung: Der neue Sniffer hängt am Haken im Hof der Brauerei Gold Ochsen in Ulm.
Fotograf: Brauerei Gold Ochsen GmbH
Investition in die Zukunft: Dieses Credo gilt bei Gold Ochsen seit jeher – und wird von den jüngsten Modernisierungsaktivitäten abermals unterstrichen.
Seit Februar 2024 trägt ein neues Kochsystem im Sudhaus zu einer spürbaren Senkung des Wärmeenergieverbrauchs bei. Gleichzeitig ermöglichen ein neuer „Auspacker“ sowie ein sogenannter „Sniffer“ in der Flaschenabfüllung effiziente Prozesse für noch mehr Qualität. Nach finaler Feinabstimmung entfalten die neuen Lösungen inzwischen ihr volles Potenzial und reihen sich stringent in die Kette der Maßnahmen ein, mit denen die Brauerei Gold Ochsen die Nachhaltigkeit des eigenen unternehmerischen Handelns konsequent vorantreibt.
Das jüngste Projekt im Sudhaus schlägt im Zuge dessen deutlich zu Buche: Denn mit dem Anfang 2024 erfolgten Austausch des alten Würzekochers, der im Sudhaus der Brauerei Gold Ochsen über 40 Jahre lang den verlässlichen Stammwürzegehalt des Bieres sicherstellte, erfordert der Prozess des Würzekochens nun 40 Prozent weniger Wärmeenergie. Dank Technik auf Höhe der Zeit erreicht der energieintensivste Prozess der Bierherstellung jetzt ein ganz neues Level – und das nicht nur im Hinblick auf den Ressourcenbedarf. Das Würzekochsystem „Stromboli“ der Firma Steinecker zeichnet für eine geringe thermische Belastung der Würze verantwortlich und schont gezielt die schaumpositiven Eiweiße. Das gewünschte Geschmacks- und Aromaprofil des Bieres kann sich gut ausbilden. Flüchtige, unerwünschte Würzekomponenten werden effektiv ausgetrieben.
Technik für Profis
Das Wirkprinzip dahinter ist schnell erklärt: Das Stromboli-System trennt zwischen Kochdauer und Verdampfung. In Phase 1 des Sudprozesses erfolgt zunächst ein intensives Ankochen der Würze mit den erforderlichen 100 Grad Celsius, bei dem das Dimethylsulfit (DMS), das als Bestandteil aller Biere maßgeblichen Einfluss auf die Würzequalität nimmt, zerfällt. In Phase 2 wird eine Kochpause eingelegt, in der nahezu keine Verdampfung stattfindet. In der anschließenden Phase 3 werden verbleibende Abbauprodukte intensiv ausgedampft, wobei per Energiemengenmessung gewährleistet ist, dass jeder Sud die gleiche Verdampfung erfährt. Die Kochzeit wird über die Variation der Kochpause angepasst, womit die Gesamtverdampfung konstant bleibt und bei einem Wert von vier Prozent – statt vorher sieben Prozent – liegt.
Die Umwälzpumpe des Außenkochers bildet dabei die Grundlage für eine optimale Phasenkochung. Der intensivierte Würzefluss in den Kocherrohren steigert den Wärmeübergang an der Heizfläche, wodurch sich die Heizmitteltemperatur reduziert. Durch die größere Heizfläche lassen sich zudem Zwischenreinigungen auf ein Mindestmaß reduzieren, bei gleichzeitig höherer Flexibilität in Bezug auf das Würzevolumen. Die Vorteile reichen also von der geringeren Gesamtverdampfung über ein homogenes Mischen der Würze und konstante Würzequalität aufgrund gleichmäßiger Hitzebehandlung bis hin zur verbesserten Wirtschaftlichkeit in Form von Zeiteinsparungen in der Produktion und einem verringerten Einsatz von Reinigungsmitteln und Wasser – getoppt vom deutlich gesunkenen Energiebedarf. Die erzielte Einsparung von 40 Prozent im Sudhaus schlägt sich im Gesamtenergieverbrauch der Brauerei mit einer Reduzierung von acht Prozent nieder.
Zusätzliche Stärke in der Abfüllung
Ein weiterer Boost in Sachen Nachhaltigkeit geht von zwei neuen Anlagenkomponenten der Flaschenabfüllung aus, denen ein Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro netto gegenübersteht. Diese Komponenten nehmen zwar keinen unmittelbaren Einfluss auf die Energiebilanz, sorgen jedoch für eine noch bessere Qualitätssicherung. Der neue Auspacker, der Glas- sowie PET-Flaschen aus den Kisten holt und das Leergut auf den Weg in die Reinigung schickt, erfüllt höchste Leistungsansprüche im Abfüllprozess. Der moderne „Sniffer“ stellt darüber hinaus sicher, dass organische und anorganische Verunreinigungen – die es bei PET-Flaschen unbedingt zu vermeiden gilt – noch effektiver erkannt werden. Die entsprechenden Behältnisse lassen sich aussortieren, bevor es zu einer unnötigen Verschwendung von Reinigungsmitteln kommt.
Mit dieser im Frühjahr 2024 erfolgten Qualitätsoffensive rüstet sich die Brauerei Gold Ochsen für den Weg in die Zukunft und stellt wichtige Weichen, um sich im zunehmenden Wettbewerb zu behaupten – dank eines passgenauen Mix aus Effizienz und Qualität auf Basis handwerklichen Könnens und fortschrittlicher Technologie.
Neuer Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht
Wie umfangreich das Thema Nachhaltigkeit in den Reihen der Brauerei Gold Ochsen und der Unternehmenstochter Ulmer Getränke Vertrieb verankert ist, unterstreicht auch die aktuelle Neuauflage des Nachhaltigkeitsberichts, die seit Kurzem auf der Internetseite von Gold Ochsen zur Verfügung steht.





Highlight
Weitere Topevents
Nach Frontal-Crash: Beifahrerin tödlich verunglückt
Am Freitag stießen auf der L240 zwischen Schelklingen und Ringingen zwei Fahrzeuge frontal zusammen - mit...weiterlesen
Niederlage der Spatzen gegen Alemannia Aachen - der Spielbericht mit tränendem Auge
Der SSV Ulm 1846 Fussball verliert daheim mit 1:3 gegen Alemannia Aachen. Es war ein verdammt wichtiges...weiterlesen
Fußgängerin tödlich verletzt - 19-jähriger Autofahrer fegt zwei Passanten nieder
Ein 19-Jähriger Autfahrer beschleunigt beim Abbiegen an einer Kreuzung in der Göppinger Innenstadt...weiterlesen
Polizei stoppt Mann mit Messer in Neu-Ulm
Am Donnerstagvormittag kam es in der Mörikestraße in Neu-Ulm zu einem größeren Polizeieinsatz, nachdem...weiterlesen
20-Jähriger vom SEK niedergetreckter Mann nun in psychiatrische Einrichtung verlegt
In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Ulm, Polizei präsidium Ulm und des LKA BaWü...weiterlesen
Neue Markierung am Blaubeurer Ring in Ulm: die Konfusion bei Autofahrern bleibt allerdings
Die Stadt Ulm hat in der Nacht zum Samstag die Fahrbahnmarkierung an der B10 vor dem Blaubeurer-Tor-Ring...weiterlesen
Trauriger Höhepunkt der Woche:Tragischer Unfall mit einem Müllauto: 67-jährige Fußgängerin wird überfahren und stirbt noch an der Unfallstelle
Tödliche Verletzungen erlitt am Donnerstag eine 67-Jährige bei einem Unfall in Ulm. weiterlesen
EIB Glanzlicht der Woche: Trotz deutlicher Mehrkosten: der Landkreis Neu-Ulm hält Kreisumlage stabil - das Lessing-Gymnasium kommt
Sämtliche Kommunen im Lankkreis Neu-Ulm können wohl aufatmen: das Landratsamt Neu-Ulm hat jüngst seinen...weiterlesen







