Ulm News, 21.04.2024 12:00
NABU: Mit weniger Rasenmähen wächst die Artenvielfalt
schließen
Beschreibung: Ein naturnaher Garten fördert die Artenvielfalt.
Fotograf: Sofia Bonhaus / NABU
Viele packt jetzt im Frühling die Lust, im Garten mal wieder richtig aufzuräumen. Unkraut rupfen, Rasen mähen, Beete aufräumen – all das steht jetzt auf dem Plan, damit der Garten ordentlich aussieht. Aber braucht es das wirklich?
NABU-Gartenexpertin Aniela Arnold wirbt für mehr Entspanntheit: „Lassen Sie Ihren Rasen doch einfach mal länger wachsen. So wird langweiliger Rasen mit der Zeit zum bunten Blütenmeer. Damit gibt man der Natur die Chance, selbst für mehr Vielfalt zu sorgen. Mit etwas Glück und Geduld wandern standorttypische Wildblumen, wie Wiesenflockenblume, Wiesenstorchschnabel oder Ackerwitwenblume, ein. Das schafft bunte Vielfalt, von der besonders Wildbienen und Schmetterlinge profitieren. Ein solcher Garten lockt auch Vögel an. Gärtnerinnen und Gärtner können der Artenvielfalt auf ihrem Grundstück beim Wachsen zuschauen – ein Experiment das sich lohnt und gar nichts kostet“, so Arnold.
Ein Mosaik schaffen – so geht’s
„Wagen Sie etwas mehr Wildnis. Dafür werden nur Fußwege häufiger und alle anderen Grünflächen maximal zwei- bis dreimal im Jahr gekürzt. Bestenfalls nimmt man dafür Sense oder Balkenmäher. So bleiben Rückzugsräume und Nahrungsquellen für Insekten erhalten“, erklärt NABU-Fachfrau Arnold. Alte Arten der Beweidung, wie die Hutweide, lassen sich in größeren Gärten nachahmen. Hierbei werden immer nur Teilflächen gestaffelt und in zeitlichem Abstand gemäht. Es entsteht ein Mosaik an vielfältigen Strukturen. Raupen und Schmetterlinge, Grashüpfer und Wildbienen siedeln sich im Laufe der Zeit an. Die Methode ahmt nach, wie Ziegen, Schafe und Rinder fressen: Sie haben Vorlieben und fressen nie die gesamte Fläche auf einmal ab. Mit Spaten und Hacke ahmt man die Huftritte und das Wälzen der Tiere nach und schafft offene Bodenstellen, etwa für Wildbienen, die darin ihre Bodennester anlegen.
Mähroboter im Schuppen lassen
Vollautomatische Mähroboter sind beliebt. Die Geräte sparen Zeit, sorgen aber für grüne Ödnis ohne Blüten und Schmetterlinge. „Mähroboter entziehen Kleinsäugern und vielen Insekten jegliche Nahrungsgrundlage. Den Pflanzen bleibt keine Zeit, Blüten auszubilden. Die scharfen Messer können kleine Tiere, wie Igel, Amphibien, Blindschleichen und Eidechsen, schlimm und sogar tödlich verletzen. „Schützen Sie dämmerungs- und nachtaktive Tiere vor Verletzungen und lassen Sie Mähroboter nur tagsüber unter Aufsicht rollen – oder besser gar nicht“, so Arnold. Freischneider oder Fadenmäher sollte man stets rücksichtsvoll einsetzen und damit nie unter Hecken saubermachen. Dort verstecken sich gerne Igel.




Highlight
Weitere Topevents
Vergeistigter Geistlicher - Koffer mit Bargeld und Dokumenten vergessen - merkt es erst am Abend
Seinen Trolli hatte ein Geistlicher am Samstag in Mittelbiberach (bei Biberach) eingebüßt. Drin waren...weiterlesen
Ein Trümmerfeld auf der Autobahn - schwerer Unfall heute Früh blockiert stundenlang A8 bei Dornstadt
kein guter Wochenstart: ein wahrliches Trümmerfeld auf der Autobahn, vier Verletzte und stundenlanger...weiterlesen
Dieb zückt in Ulmer Hirschstraße Messer
Am Dienstag soll einem 17-Jährigen Geld aus der Tasche gefallen sein. Ein Unbekannter hob sie auf und...weiterlesen
Fußgängerin tödlich verletzt - 19-jähriger Autofahrer fegt zwei Passanten nieder
Ein 19-Jähriger Autfahrer beschleunigt beim Abbiegen an einer Kreuzung in der Göppinger Innenstadt...weiterlesen
Gesundheitswirkung von Manuka-Honig: Qualität, Herkunft, Kontrolle
Manuka-Honig gilt als besonders wirkungsvoll, doch seine gesundheitlichen Effekte hängen direkt von...weiterlesen
Niederlage der Spatzen gegen Alemannia Aachen - der Spielbericht mit tränendem Auge
Der SSV Ulm 1846 Fussball verliert daheim mit 1:3 gegen Alemannia Aachen. Es war ein verdammt wichtiges...weiterlesen
Trauriger Höhepunkt der Woche:Tragischer Unfall mit einem Müllauto: 67-jährige Fußgängerin wird überfahren und stirbt noch an der Unfallstelle
Tödliche Verletzungen erlitt am Donnerstag eine 67-Jährige bei einem Unfall in Ulm. weiterlesen
Neue Markierung am Blaubeurer Ring in Ulm: die Konfusion bei Autofahrern bleibt allerdings
Die Stadt Ulm hat in der Nacht zum Samstag die Fahrbahnmarkierung an der B10 vor dem Blaubeurer-Tor-Ring...weiterlesen







