Ulm News, 06.07.2023 11:49
Schüler führen virtuellen Handwerksbetrieb
Rund 600 Schülerinnen und Schüler haben zwischen Ostalb und Bodensee am landesweiten Schülerwettbewerb "MeisterPower teilgenommen". Dabei führten Schüler einen virtuellen Handwerksbetrieb. Elf Preisträger aus der Region wurden gekürt
In diesem Online-Planspiel schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Chefin oder des Chefs eines virtuellen Handwerksbetriebs. Sie entscheiden, kalkulieren Angebote, planen Ressourcen, Material und Werkzeug sowie Auftragsarbeit und müssen gleichzeitig den Überblick über die Finanzen behalten.
Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm haben derzeit 160 Schulklassen Zugang zu diesem Planspiel. Mit dem Lernprogramm MeisterPower treffen die Jugendlichen selbstständig unternehmerische Entscheidungen. Dabei stehen sie vor der Herausforderung, innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens ein möglichst gutes Betriebsergebnis zu erreichen. Im Wettbewerb können die Schüler sich selbst, ihre Nervenstärke, ihr Organisationstalent und ihre Vertriebskünste testen. Dadurch lernen sie ihre Fähigkeiten besser kennen und finden heraus, welcher Beruf zu ihnen passen könnte. Dazu sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm: „Jugendliche lernen spielend wirtschaftliche Zusammenhänge kennen und bekommen einen Eindruck davon, wie Handwerksbetriebe arbeiten und was Betriebsführung bedeutet. Das ist eine besondere und kreative Art der Berufsorientierung.“
Drei Gymnasien unter den Siegern
Aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler von der Realschule Erbach sowie drei allgemeinbildende Gymnasien ausgezeichnet worden: das Hans Multscher Gymnasium Leutkirch, das Carl-Laemmle-Gymnasium Laupheim und das Karl-Maybach-Gymnasium Friedrichshafen. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulen der Klassenstufen sieben bis elf. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr im Niveau 1 – Klassen sieben bis neun – Leo Russmann (1. Platz) und Pablo Glas (2. Platz) vom Hans Multscher Gymnasium sowie Johannes Ritter und Paul Müller (beide 3. Platz) vom Karl-Maybach-Gymnasium. Im Niveau 2 – Klassen zehn und elf – komplettieren Lewin Wernet und Nico Guhlke (beide 1. Platz) von der Realschule Erbach sowie Lea Pöschko, Raphael Sauter, Liv Strobl (alle 2. Platz), Michael Bentele und Simon Mokosch (beide 3. Platz) das Siegertreppchen – allesamt vom Carl-Laemmle-Gymnasium. Die Sieger aus dem Ulmer Kammergebiet bekommen Urkunden und Sachpreise im Gesamtwert von rund 1.000 Euro.
Nach der Schule ins Handwerk – viele offene Stellen zu besetzen
Jugendliche, die sich für eine Ausbildung in einem Handwerksberuf Interessieren, können sich um einen Ausbildungsplatz in der Region bewerben. Ob abgebrochenes Studium, direkt von der Schule oder nach einer Orientierungsphase – die Startbedingungen für eine handwerkliche Karriere sind so gut wie lange nicht mehr. Denn: im gesamten Ulmer Kammergebiet sind momentan noch mehr als 600 Lehrstellen unbesetzt. Derzeit können sich junge Menschen praktisch in jeder Region noch nahezu jeden Berufswunsch erfüllen.



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