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Ulm News, 03.10.2022 00:02

3. Oktober 2022 von Ralf Grimminger
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Doku "PER" feiert Premiere: 80-minütiger Film über Basketballstar Per Günther kommt in Kinos


14 Jahre lang hat Per Günther für den Basketball-Bundesligist ratiopharm ulm gespielt. Nach exakt 500 Spielen in der Bundesliga beendete er diesen Sommer seine Karriere und zog weg aus Ulm nach Hamburg. Günther gilt als eines der Gesichter der deutschen Basketballszene, ganz besondern in Ulm. Seine letzte Saison wurde mit der Kamera begleitet. Jetzt feiert der Dokumentarfilm "PER" Premiere, in seiner Heimatstadt Gießen und in seiner zweiten Heimatstadt Ulm.  

Ein Filmteam unter Regie des Gießeners Tim Kraushaar hat den beliebten  Basketball-Profisportler in seiner letzten Saison mit der Kamera begleitet. Die rund 80 Minuten lange Dokumentation „PER“ wird am 16. Oktober im Xinedome Ulm eine interne Premiere mit geladenen Gästen feiern. Per Günther selbst wird auch bei der Vorstellung dabei sein. Derzeit laufen die Gespräche für öffentliche Vorstellungen in Ulm, teilen die Filmemacher Tim Kraushaar, Lukas Eisenträger und  Dominique Bundt für die verantwortliche schnittplatzdrei-  Filmproduktion mit. 

„Es besteht die Möglichkeit, dass ich in ein paar Stunden arbeitslos bin“, sagt Per Günther in dem 80-minütigen Dokumenatrfilm "PER" nur wenige Augenblicke vor dem Ende seiner langjährigen Karriere als Profi-Basketballer. In diesem Moment weiß er noch nicht, dass sein 500. Einsatz in der Basketball-Bundesliga gleichzeitig der letzte sein wird. Es ist das dritte Spiel der Playoffs 2022, ratiopharm ulm empfängt an diesem Abend die Mannschaft aus Ludwigsburg. Schnell im Spiel wird klar: Für Ulm gibt es in diesem Duell nichts zu holen. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, tobt die Halle: „Wir wollen den Günther sehen“, rufen die Fans so laut sie können. Denn nun ist klar: Nach insgesamt 14 Jahren für denselben Verein wird dieses Spiel Per Günthers letzter großer Auftritt sein. Per Günther, ein sonst eher trockener Charakter, ist zu Tränen gerührt. Es ist das Ende für eine Ulmer Basketball- Legende, für den Liebling der Fans, für eines der Gesichter der deutschen Basketballszene. Schon lange hat der ehrgeizige Wuschelkopf, der für seine ehrliche Meinung und seinen mitunter kritischen Blick auf den Profisport bekannt ist, über diesen Moment nachgedacht. Wo für den 34-Jährigen bisher immer der Sport stand, soll künftig Platz sein für Familie, für neue berufliche Perspektiven und Wochenenden ohne berufliche Verpflichtungen, die es in einem Leben als Profisportler nur allzu begrenzt gab.
Die rund 80 Minuten lange Dokumentation „PER“ unter Regie von Tim Kraushaar zeigt Per Günthers Perspektiven auf das Leben als Profisportler, das nicht immer so lässig, schillernd und be- neidenswert ist, wie man denken könnte. So wurde im Laufe der Jahre aus jugendlicher Liebe zum Basketball bald schon berufliche Pflicht. Als Mensch, der nicht verlieren kann, war seine Stimmung in den letzten Jahren stets von Sieg und Niederlage geprägt. Der freiheitsliebende Per fühlte sich häufig fremdgesteuert. Hinzu kam der Kampf mit Verletzungen, die ihn von heute auf morgen ans Aufhören denken ließen. Immer öfter und zuletzt während einer CoronaInfek tion musste der ehemalige Nationalmannschaftsspieler dem eigenen Körper dabei zusehen, wie dieser unter der physischen Belastung leidet. Immer kleiner wurde schließlich Per Günthers Rolle als Spieler, woran sich sein Ego zunächst gewöhnen muss. Die Zeiten, in denen der außergewöhnlich schnelle Point Guard in orangenem Trikot mit der Rückennummer 6 einer der erfolg- reichsten deutschen Basketballer ist, sind vorbei. Wo andere Spieler austauschbar werden, behält Per dennoch die Anerkennung auf seiner Seite. Bis zum Schluss bleibt er Kapitän des Ulmer Teams und auch ohne Meisterschaftstitel ist Per Günther wegen seiner offenen und schonungslosen A rt bis zuletzt gern gesehener G ast in den Interviews der Presse. Doch der Weg dorthin startete für Per Günther als unterschätzter Jugend- spieler. Mithilfe von Archivmaterial und zahlreichen Interviews mit Per Günther selbst sowie dessen Familie, Wegbegleitern aus der BBL und der Nationalmannschaft, Trainern und Fans zeigt die Doku „PER“ auch, dass Ende der 2000er Jahre die Chancen für den sportaffinen Per Günther auf einen Job als Basketballprofi überschaubar waren. Per Günther gilt lange als zu klein, schmächtig und scorende Point Guards aus Deutschland waren zu der Zeit auf dem Parkett sowieso eine Ausnahme. In den Interviews der Dokumentation berichtet Per selbst von seinen Anfängen in seiner Heimatstadt Hagen und der Möglichkeit 2008 als junger Spieler nach Ulm zu wechseln, die zur damaligen Zeit als wenig professioneller Standort mit lockerem Trainingsalltag gelten. Ideal für einen Freigeist wie den jungen Günther, der zu dieser Zeit zum ersten Mal von Zuhause ausge- zogen ist und seine Nächte gern feiernd in Clubs verbringt.
Krönender Abschluss der Saison und der Dokumentation ist schließlich eine Party, die Per Günther trotz langer Vorbereitung auf seinen Abschied nicht hat kommen sehen: eine Überraschungsparty von seiner Frau Leonie. Dort trifft Per Günther all die Weggefährten, die auch Teil dieser Dokumentation sind, und kann letztlich von Ulm Abschied nehmen und die Weichen für einen beruflichen Neustart in seiner neuen Heimat Hamburg stellen.



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