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Ulm News, 03.06.2022 12:34

3. June 2022 von Thomas Kießling
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Telefonbetrüger machen 15 000 Euro Beute


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Erneute Erfolge für Callcenter-Betrüger. Sie gaben sich als Polizisten und Staatsanwälte aus. Zwei Opfer aus Oberstaufen und Neu-Ulm glaubten den Tätern aufgrund deren perfider Gesprächsführung. 

Ein 29-jähriger Mann aus Bereich Neu-Ulm erhielt auf dem Festnetz bereits am Mittwoch den ersten betrügerischen Anruf. Der Anruf stammte von der Sparkassenzentrale in Frankfurt, da dort angeblich eine Pfändung der Staatsanwaltschaft Berlin für sein Konto eingegangen sei. Offenbar sei ein hoher Gewinn nicht versteuert worden. Nachdem der Mann erklärte, nie einen Gewinn erhalten zu haben, wollte die Anruferin dies vermeintlich bei der Staatsanwaltschaft abklären. Die ihm angezeigte Rufnummer stammte dabei tatsächlich von der Sparkasse Frankfurt.
Kurz darauf erhielt der 29-Jährige einen Anruf von einer Frau Doktorin der Berliner Staatsanwaltschaft. Hier wurde nun auch eine Berliner Rufnummer angezeigt. Dem Mann wurde erzählt, dass die Pfändung über die Staatsanwaltschaft Ankara in die Wege geleitet worden wäre. Die Anruferin wollte sich dann auch um den nicht ausgezahlten Gewinn kümmern, wobei dafür Gebühren fällig wären. Der Angerufene glaubte den Angaben und überwies knapp 2.000 Euro. Um sicher zu gehen, recherchierte der Mann und fand eine Anwältin in Berlin mit demselben Namen, den die Anruferin nannte, weshalb er weiterhin keine Zweifel hatte.
Zwei Tage später, am 27. Mai, sollte er weitere Gebühren in Höhe von knapp über 2.000 Euro bezahlen, was der Mann dann auch erneut tat. Gestern, am 2. Juni,  sollte er plötzlich die Steuerschuld in Höhe von über 3.500 Euro an die Staatsanwaltschaft Ankara überweisen. Der Mann verlangte daraufhin von der Anwältin, der diesmaligen Anruferin, einen Nachweis, dass sie tatsächlich diese Anwältin wäre. Die Frau blockte ab, woraufhin der 29-Jährige bei der Staatsanwaltschaft in Berlin anrief und dort darüber aufgeklärt wurde, dass es keine Staatsanwältin mit diesem Namen gäbe. Aufgrund des geschilderten Sachverhalts wurde er dann auf den Betrug hingewiesen und erstattete anschließend Anzeige. Über polizeiliche Recherchen zur benutzten Mobilfunknummer der Betrüger ergab sich eine Vielzahl ähnlicher Anrufe in Bayern letzten Jahres.
 Erst am nächsten Tag, am Donnerstag, meldete sich eine 91-jährige Frau bei der Polizeistation Oberstaufen. Sie hatte am Mittwoch einen Anruf von einem falschen Polizeibeamten erhalten, der sich über ihre Vermögensverhältnisse erkundigte. Um eine Rolex-Uhr vor einem möglichen Einbruch zu sichern, sollte diese in Sicherheit gebracht werden. Die Frau wurde mehrere Stunden am Telefon in der Leitung gehalten. Ihr zeigte es dabei die Notrufnummer 110 an ihrem Telefon an. Daher wurde sie nicht misstrauisch und übergab schließlich die Uhr an einen Mann, um die 40 Jahre alt. Er war schlank und trug einen blauen Mund-Nasen-Schutz. Die Übergabe fand gegen 20:00 Uhr im Bereich der Eimündung „Am Lohacker“ und der Bürgermeister-Hertlein-Straße statt. Der Beuteschaden dürfte im fünfstelligen Bereich liegen. Hinweise nimmt die Polizeistation Oberstaufen entgegen.

 



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