Ulm News, 24.05.2022 17:11
Glückspiel und Lotto: Geschichten, Chancen und Risiken
Wenn man einen Blick in die Zeitungen der Welt wirft, kann man feststellen, dass Freud und Leid doch nah beieinander liegen können.
Einer gewinnt beim Lotto, ein anderer verliert im Casino. Letzteres bekommt eine zusätzlich-pikante Note, wenn man erfährt, dass es sich hierbei um eine irrtümliche Überweisung einer japanischen Präfektur an einen einzigen Mann handelte, der damit ins nächstbeste Online-Casino ging. Und da stellt sich doch die Frage: Was reizt Menschen daran, Geld auf hochgradig zufällige Ergebnisse zu setzen, die sie selbst nicht beeinflussen können. Es dürfte die Hoffnung sein, dass die Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna einem beisteht, wenn man im Casino alles auf die Eins setzt, oder bei https://www.lotto-online-kiosk.com/ einen Lottoschein ausfüllt.
Kleiner Exkurs
Gerade das Thema Glücksspiel ist in der Menschheit ein sehr Altes. Schon ungefähr im Jahr 3000 vor Christi Geburt wurde – beispielsweise in Mesopotamien oder China – Glücksspiel betrieben. Natürlich nicht mit Slotmachines, aber mit sechsseitigen Würfeln, was das Würfelspiel zu einem der ältesten seiner Zunft machen dürfte. Auch der griechische Held Herakles/Herkules wird in einem Abenteuer als Würfelspieler dargestellt. Wirklich interessant wird es freilich erst ab dem Moment, ab dem eine größere Auswahl an Spielen zur Verfügung stehen.
Ein gutes Beispiel hierfür sind die unterschiedlichen Kartenspiele wie Skat, Bridge oder Baccarat. Dies erlaubt den Spaß, bei einer 10 oder gar einer 11 im Kopf durchzugehen, ob es sinnvoll wäre, eine weitere Karte zu nehmen, oder darauf zu hoffen, dass das Gegenüber nicht genügend Punkte versammeln kann, um auf die 21 zu kommen – oder gar zu viele hat. Was genauso spannend ist: Samstags abends vor dem Fernseher zu sitzen und mitzufiebern, ob diese Zahlen, die man anderntags auf dem Lottoschein angekreuzt hat, dieses Mal gezogen würden.
Und auch die Lotterie an sich ist schon relativ alt. In der Republik Genua wurden somit ursprünglich die Mitglieder des Rates ausgelost, aber im 15. Jahrhundert entdeckte man ebenda, dass sich so ein Wettbetrieb erschaffen ließe. Im 16. Jahrhundert wurde die erste englische Lotterie durchgeführt (11. Januar 1569) und Deutschland erfuhr 1614 das erste Mal von den Möglichkeiten des Glücks per Los. Und im deutschen Kaiserreich wurden mehrere Landeslotterien erschaffen. Das erste Lottospiel nach uns heute bekannten „6 aus 49“-Muster wurde am 9. 10.1955 abgehalten. Es fand in einem Hamburger Hotel namens „Mau“ statt. Und es dauerte nicht lange, bis der erste Gewinner von einer Millionen Mark bekannt gegeben werden konnte. Es handelte sich hierbei um einen Bauarbeiter, den Aachener Willi Strauch. Und als das Lottospiel in Deutschland im Jahr 2005 seinen fünfzigsten Geburtstag feierte, widmete sich der Deutschlandfunk der Thematik und spendierte einen kleinen Rückblick.
Das Leben des Spielers Eigentlich ist es doch recht einfach, warum man spielt. Die Hoffnung ist tatsächlich gegeben, durch das richtige – und immer wieder folgende – Ankreuzen einer ausgesuchten Reihe von Zahlen, dem richtigen Timing an den Karten oder Würfeln, oder bei genügend Nutzung der Slotmachine einen großen Gewinn einzustreichen.
Dann könnte man aus dem selbst-wahrgenommenen, recht monotonen Alltag ausbrechen, könnte ohne schlechtes Gewissen mit dem Geld verfahren, wie es einem gerade beliebt. Einige teilen den Gewinn gut auf: Da geht dann ein Teil an die Eltern, die Freundin oder den Freund, die Verwandten, die immer für einen da waren, wenn man sie brau chte. Ein anderer Teil wandert aufs Konto. Wieder ein anderer Teil wird gespendet. Und wenn dann noch was übrig ist, wird der Rest einfach verprasst.
Andere leben nach einem Lottogewinn eher nach dem Motto des Fußballspielers George Best: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.“ Es ist im Grunde vollkommen egal, wie man nach dem Knacken des Jackpots lebt, solange man nichts Ungesetzliches tut. Dies gilt sowohl für das Herbeif&
amp;amp; amp;amp; amp;amp; amp;amp; amp;uuml;hren des Zustandes, als auch für das mit dem Lottogewinn verbundene Vermögen.
Wichtig sind nur zwei Dinge. Erstens: Man sollte sein Leben nicht vom Geldgewinn verändern lassen. Zweitens: Man sollte verantwortlich spielen, da die Option besteht, dass Glücksspiel süchtig macht.







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