Ulm News, 19.10.2021 18:13
Einsatz moderner Wärmebildkameras
Aufgrund der vielen Einsatzmöglichkeiten erfreut sich die Wärmebildtechnik einer großen Beliebtheit. Denn Wärmebildgeräte können in unterschiedlichen Bereichen verwendet werden.
Beispiel während der Arbeit an elektrischen Leitungen, im Bereich der Wärmedämmung, in der Medizin, bei der Jagd oder auf der Schifffahrt und auch die Feuerwehr verwendet Wärmebildgeräte. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen in diesem Beitrag verraten, wie die Wärmebildtechnik funktioniert, in welchen Bereichen diese eingesetzt wird und worauf man bei dem Kauf einer Wärmebildkamera achten sollte.
Was ist Thermografie?
Die Thermografie bezeichnet ein Verfahren, mit dem Infrarotstrahlen angezeigt werden können. Hierfür werden sogenannte Wärmebildkameras genutzt, wobei es sich um elektronische Geräte mit einer visuellen Anzeige handelt. Der Hauptbestandteil einer Wärmebildkamera ist der enthaltene Temperatursensor, welcher an ein spezielles Objektiv gekoppelt ist. Das ermöglicht es, Bereiche mit einer übermäßig hohen Temperatur und andere Wärmequellen schnell ausfindig zu machen, was besonders bei der Jagd oder der Suche nach überhitzten Komponenten eine große Hilfe ist. Es gibt verschiedene Hersteller von Wärmebildkameras. Aufgrund der Temperaturerkennung sind diese eine wertvolle Ergänzung für mehrere Berufsgruppen.
Wie funktioniert eine Wärmebildkamera?
Wärmebildkameras erkennen und messen die von Objekten oder Körpern ausgehende Infrarotstrahlung und somit deren Wärmesignatur. Zu diesem Zweck muss das Gerät mit einem Objektiv gekoppelt werden, welches Infrarot-Frequenzen durchlässt und auf einen speziellen Sensor fokussiert. Die Transistoren dieses Sensors reagieren in der Folge auf Infrarotwellenlängen, auf die sie treffen und wandeln diese in ein elektrisches Signal um. Anschließend werden die Signale an einen Prozessor gesendet, der diese in ein schwarz/weiß oder Falschfarbenbild umwandelt. Die meisten erhältlichen Modelle besitzen neben dem Wärmebild- auch einen Standard-Modus, welche wie normale Kameras mit sichtbarem Licht funktionieren. Auf diese Weise kann man zwei identische Aufnahmen, von denen eine im IR-Modus und die andere im Normalmodus erstellt wurde, miteinander vergleichen, wodurch Problembereiche einfacher identifiziert werden können.
Einsatzgebiete von Wärmebildkameras
Drohnen-Kameras: Wärmebildkameras kommen häufig in ferngesteuerten Drohnen zum Einsatz, um die Aufklärung im Luftraum unter erschwerten Bedingungen zu vereinfachen. Besonders für Notfalleinsätze, Such- und Rettungskräfte und taktische militärische Anwendungen sind Wärmebildgeräte von großem Nutzen.
Branderkennung / Brandbekämpfung: Mithilfe von Wärmebildgeräten können Feuerwehrleute Überlebende an schwer zugänglichen Orten ausfindig machen. Zudem lassen sich überhitzte Bereiche und potenzielle Zündquellen mit einer Wärmebildkamera frühzeitig identifizieren.
Naturaufnahmen: Auch bei der Erforschung von Tieren und der Umweltüberwachung werden Wärmebildkameras häufig verwendet. Infrarotkameras mit intelligenten Sensoren können in dem natürlichen Lebensraum von Tieren aufgestellt werden und werden bei Kontakt mit nachtaktiven Tieren automatisch ausgelöst.
Jagd: Sowohl Infrarotkameras als auch Nachtsichtgeräte dürfen bei der Jagd nur für Beobachtungszwecke eingesetzt werden. Dagegen ist das Anvisieren oder Schießen mit solchen Geräten hierzulande verboten, ebenso wie der Besitz jeglicher Nachtzielfernrohre.
Schifffahrt: Auf Schiffen sorgt die Thermografie dafür, dass Kollisionserkennungssysteme bei Nacht, Nebel oder schlechtem Wetter zuverlässig funktionieren. Zwar ist der Effekt unter Wasser äußerst begrenzt, dennoch sind Wärmeerkennungskameras auf Schiffen keine Seltenheit. Überwachung: Im Sicherheitsbereich werden Wärmebildkameras ebenfalls verwendet, da diese auch bei schlechten Licht- oder Sichtverhältnissen zuverlässig funktionieren. Auf diese Weise haben es Ei nbrecher deutlich schwerer, unbemerkt zu bleiben.
Wärmebild- oder Nachtsichtgerät?
Sowohl Wärmebildkameras als auch Restlichtverstärker ermöglichen eine klare Sicht bei Nacht, wofür allerdings völlig unterschiedliche Technologien verwendet werden. Nachtsichtgeräte kann man zumeist relativ einfach an dem grünen Display erkennen. Diese verstärken das vorhandene Umgebungslicht, um auf diese Weise eine klare Sicht zu ermöglichen. Doch sofern kein Restlicht vorhanden ist, bleibt das Display ganz einfach dunkel. Aus diesem Grund verfügen die meisten Nachtsichtgeräte über eine zusätzliche Beleuchtung. Gegenüber Nachtsichtgeräten haben Wärmebildkameras den Vorteil, dass Objekte und andere Wärmequellen auch bei Nebel, Rauch, Staub oder einer vorhandenen Tarnung erkannt werden können.
Wichtige Faktoren beim Kauf
Aufgrund der großen Auswahl an Modellen kann es mitunter äußerst schwer sein, sich für eine Wärmebildkamera zu entscheiden. Die folgenden Kriterien sollten Sie bei der Auswahl in jedem Fall berücksichtigen:
- Detektorauflösung
- Bildauflösung
- Software
- Kompatible Dateiformate
- Bluetooth- und oder Wi-Fi-Technologie
- Ergonomie und Gestaltung
- Möglichkeit des Objektivwechsels





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