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Ulm News, 27.07.2021 18:04

27. Juli 2021 von Ralf Grimminger
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Große Resonanz beim 23. Donau-Iller-Cup: Sportler aus Neu-Ulm mit guten Platzierungen


Endlich wieder ein Fecht-Turnier! Aus nah und fern waren StarterInnen zum 23. Donau-Iller-Cup (DIC) nach Neu-Ulm gekommen. Und dabei gab es einige Überraschungen.

Hätte man vorher besser fragen sollen? Wie spricht man „Morges“ aus? Die elfjährige Anaïs Feltgen aus der west-schweizer Stadt Morges am Genfersee korrigierte bei der Siegerehrung gelassen, dass man das als sch und hinten das nicht ausspricht: „Morsche“ sozusagen. Und das der dazugehörige Vereinsname CEM „Cercle D´Escrime de Morges“ heißt. Verstanden. Anaïs wurde jedenfalls bei der U11 sehr gute Zweite und ihr Bruder Erwan bei der U13 Vierter. Die weite Anreise hatte sich gelohnt.

Einige Vereinsnamen – nie gehört

In schwierigen Sportzeiten lernte man auch beim sonst übersichtlichen Donau-Iller-Cup einige neue Vereinsnamen kennen: neben den“Schwiiizern“  auch den aus Budapest (BHSE Budapest) oder Schottland - Salle Hollyrood (ist Stadtteil von Edinburgh) und kam mit Clubs aus deutschen Landen zusammen, die man sonst nur auf Deutschen Meisterschaften trifft: FSC Cottbus, VfL Marburg oder  Fechtclub Radebeul und FC Tauberbischofsheim.
„Traditionell wird unser Turnier-Termin gerne mit einer Urlaubsreise verbunden, weil schon viele Länder Schulferien haben, aber oft konnte man am Wochenende hören: `Toll, dass ihr das macht und endlich mal wieder ein Fecht-Turnier ausrichtet, da sind wir extra dafür angereist`“, sagte Turnierdirektor Richard „Richy“ Oed, unermüdlicher Motor der Fechtabteilung des TSV 1880 Neu-Ulm und Erfinder des Cups. Denn vor der ersten der nun 23 Ausgaben brauchte die Abteilung Geld für neues Fecht-Equipment, weil der Waffenraum vom damaligen Pfingsthochwasser stark betroffen war.

Großes Teilnehmerfeld mit 170 FechterInnen

In diesem Jahr war die Teilnehmerzahl von 170 FechterInnen doppelt so hoch wie in den vorigen Jahren und stellte die Organisatoren vor einige Herausforderungen, schließlich sollte gemäß Hygienekonzept und 3 G- und Abstandregeln alle Standards eingehalten werden. Da kam es bei der Pass-Annahme oder Waffenkontrolle und dann auf der Planche schon mal zu Wartezeiten. Nur mal zum Vergleich: bei Olympia derzeit dürfen bei den Einzel-Fechtkämpfen nur 32 StarterInnen auf die Planchen.
„Geduld ist jedoch einer der Tugenden im Fechtsport“, sagte TSV-Cheftrainer Ingo Weißenborn, „wer im Hauruckstil angreift, wird meist pariert und bekommt über die Riposte einen Treffer eingeschenkt.“ Konzentration auf den Punkt genau und dabei dennoch explosiv und konditionsstark zu sein, sind weitere Fechtattribute, die nach der langen Corona-Pause ohne Wettkämpfe aufgefrischt werden müssen.
Die Online-Trainings der Landestrainer des Bayerischen Fechterverband sowie die Neu-Ulmer im Landes-Kader und Einzel-Lektionen konnten nicht alles auffangen. Für die Neu-Ulmer StarterInnen war das eigene (Freundschaftsturnier) daher ein guter Gradmesser, was im Sommerlehrgang, in der neuen Saison und auch im Hometraining auf der hoffentlich nicht allzu weit entfernten Jogging-Strecke noch zu tun bleibt, um wieder ganz auf Augenhöhe zu kommen.

 David Böhme gewinnt den DIC

Aus Sicht des Veranstalters TSV 1880 Neu-Ulm überragte der kleinste Florettfechter der insgesamt 15 Neu-Ulmer StarterInnen (zwei weitere mussten kurzfristig passen) alle Großen. David Böhme legte bei der U11 einen Parforce-Ritt hin und gewann schon in der Vorrunde alle seine Gefechte. Auch in den K.o.-Runden und im Finale mit Janos Beck vom Nürnberger FC ließ er den Konkurrenten keine Chance.
Ähnlich gut machte es David Schneider bei der U17, der sich nach guter Vorrunde erst im Finale Michael Bergert vom Fechtclub Radebeul geschlagen geben musste und damit hervorragender Zweiter wurde. Der Neu-Ulmer Lukas Ketzer wurde hier Siebter.
Einen weiteren Podestplatz gab es noch in der U15 für Joshua Kießling, der sich im vereinsinternen kleinen Finale gegen Esad Kaymas den dritten Platz sicherte. Hier wurde Samuel Staib Achter. Bei der weiblichen U15 kam Emelie Fellmann auf einen guten vierten Platz.
Die U13 der Damen absolvierte Hannah Trunzer als Elfte. Bei der weiblichen U 20 gewann Marlene Best das kleine Finale und wurde sehr gute Dritte. Hier kamen Laura Blessing auf die Plätze sechs, Maria Popov auf sieben, Sophia Kießling auf neun und Lydia Kaper auf zwölf.

Der Größte ficht in beiden Waffengattungen groß auf

Bei der männlichen U20 musste sich Maximilian Eichenberg im kleinen Finale dem Ex-Neu-Ulmer und jetzige Tauberbischofsheimer Nils Bosserhoff denkbar knapp mit 14:15 geschlagen geben und wurde damit Vierter. Felix Klaus wurde Fünfer. Das waren die Floretties.
Tags zuvor hatte Maximilian Eichenberg auch im Degen-Turnier in der U20 einen guten Auftritt hingelegt und musste sich erst im Finale Jonte Finn Tatzko aus Nürnberg geschlagen geben – ein feiner Erfolg für den 19-jährigen aus dem Bayerischen Landeskader, der an der Berliner Charité Medizin studiert und nun ab und an beim SSC Berlin trainiert.
Ebenfalls erfreulich für den Neu-Ulm Veranstalter war die ausgeschriebene Talent-Sichtung für Fecht-Newcomer unter Fechtolympiasieger von 1992 und Neu-Ulms Chef-Trainer Ingo Weißenborn. Für weitere Anfängerkurse kann man sich auch jederzeit bequem über die Fecht-Homepage (fechten-nu.de) anmelden.

Vier neue Kampfrichter aus Neu-Ulm

Ebenfalls erfolgreich war die Kampfrichterausbildung an diesem Wochenende: vier Neu-Ulmer FechterInnen konnten die praktische Obmannprüfung erfolgreich ablegen. Landestrainer Sebastian Murch freute sich über Marlene Best, Laura Blessing und Tobias und Joshua Kießling.
Nun hoffen die frischgebackenen Kampfrichter, dass sie auch bei anderen Turnieren zum Einsatz kommen. Durch Corona war der Donau-Iller-Cup im vergangenen Oktober das letzte Turnier vor dem 2. Lockdown und nun wieder das erste -  und das gilt fast für das gesamte Bundesgebiet. „Mut wird hoffentlich belohnt“, sagte sich die TSV-Abteilungsspitze Nils Allgeier, Jörg Niehues und Thomas Kießling – „Mut mit Augenmaß und mit Safety first, aber einfach nichts zu unternehmen, ist und bleibt keine Option und bietet keinerlei Perspektive für die Kinder und Jugendlichen im Fechten und überhaupt im Sport“.



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