Ulm News, 12.07.2021 00:17
DRK-Präsidentin weiht Rettungswache und Schule ein
schließen
Beschreibung: Ein richtiger Festtag war der Freitag für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Ulm, denn Gerda Hasselfeldt, die Präsidentin des DRK-Bundesverbandes, war zur Einweihung der Rettungswache und Niederlassung der Landesschule auf den Oberen Eselsberg ger
Lizenz: © copyright
Fotograf: Thomas Heckmann
Lizenz: © copyright
Ein richtiger Festtag war der Freitag für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Ulm, denn Gerda Hasselfeldt, die Präsidentin des DRK-Bundesverbandes, war zur Einweihung der Rettungswache und Niederlassung der Landesschule auf den Oberen Eselsberg gereist. Begleitet von der baden-württembergischen DRK-Präsidentin Barbara Bosch und der Ulmer Kreisverbands-Präsidentin Ronja Kemmer, wurde in dem Neubau gefeiert.
Text/Fotos für ulm-news: Thomas Heckmann
Schon seit einem halben Jahr sind die beiden DRK-Einrichtungen direkt neben der Uni-Klinik auf dem Eselsberg in Betrieb, doch die Corona-Pandemie hat die offizielle Einweihung verzögert. Nachdem nun die Infektionszahlen die Chance geboten haben, auch einmal wieder in größeren Gruppen zusammenzukommen, hat das DRK die Chance ergriffen und eingeladen. Unter den Gästen waren aus der Region neben Oberbürgermeistern und Landräten auch langjährige DRK-Mitarbeiter und die angeregten Gespräche zeigten, dass die Wiedersehensfreude groß war. Da eine Rettungswache aber gerade in Corona-Zeiten nicht zu einem Infektionsherd werden darf, waren auch die FFP2-Masken ein obligatorischer Begleiter. Eigentlich hatte das DRK 2009 mit der Rettungswache an der Stuttgarter Straße schon einen großen Neubau errichtet, der den damals 18 Fahrzeugen 20 Stellplätze bot.
Dann übernahm das DRK für das Universitätsklinikum Ulm den liegenden Patienten-Transport zwischen den Standorten im Stadtgebiet, die Zahl der Notfalleinsätze wuchs stark an und bis heute wuchs der Fahrzeugbestand auf 37 Fahrzeuge an. Platzprobleme waren die Konsequenz und daher wurde seit 2013 nach einem weiteren Standort gesucht.
Nachdem 2016 dann ein Grundstück direkt neben der Chirurgie am Oberen Eselsberg gefunden war, plante das Architekturbüro Brauger-Wörtz das neue Gebäude. Auf einer Grundfläche von etwas mehr als 5 000 Quadratmetern wurden 12 000 Quadratmeter Nutzfläche untergebracht. Das Erdgeschoss nutzt der Rettungsdienst, der dort 14 reguläre Fahrzeuge und weitere reservefahrzeuge stationiert hat. Neben einem Notarzteinsatzfahrzeug sind dort mehrere Rettungswagen stationiert, die neben dem Nordwesten von Ulm auch den anliegenden Ortschaften wie Blaustein und Dornstadt schnelle medizinische Hilfe bringen.
Die Krankenwagen und die wie ein Rettungswagen ausgestatteten Klinikmobile transportieren die Patienten der Uni-Klinik zwischen den einzelnen Standorten. Das Oberschoss nutzt die DRK-Landesschule Baden-Württemberg als einen seiner elf landesweiten Standorte. Hier werden vor allem in einem dreijährigen Lehrgang Notfallsanitäter ausgebildet, die Rettungswageneinsätze verantwortlich leiten und auch nach ärztlicher Erlaubnis Notfallmedikamente verabreichen dürfen. Das gesamte Gebäude hat rund 6,3 Millionen Euro gekostet, die sich etwa Hälftig auf den DRK-Landesverband für die Schule und den Kreisverband für die Rettungswache verteilen.
Für die Wache erhält der Kreisverband etwa eine Million Euro Zuschuss vom Land Baden-Württemberg. Die Veranstaltung nutzten die drei DRK-Präsidentinnen auch dazu, um den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Pandemie zu danken. Gerda Hasselfeldt erinnerte dabei zum Beispiel an die Helfer, die zu Beginn der Pandemie mit den ersten Reiserückkehrern gemeinsam in Quarantäne gingen, um sie dort betreuen zu können. Die Ulmer DRK-Präsidentin Ronja Kemmer konnte das durch zahlreiche weitere Beispiel ergänzen und auch die Teststation auf dem A8-Parkplatz Kemmental bei Dornstadt erwähnen, die im vergangenen Sommer zu den ersten Testmöglichkeiten an deutschen Autobahn zählte. Auch Barbara Bosch lobte die 5 500 ehrenamtlichen DRK-Helfer in Baden-Württemberg, die bereits unterhalb eines Katastrophenfalles für medizinische Hilfe bereitstehen. Sie erhalten zukünftig auch Lohnersatz, wenn sie für Einsätze vom Arbeitsplatz fernbleiben, was bisher in Baden-Württemberg nur für Feuerwehrkräfte galt.
Um das ganze System der ehrenamtlichen Hilfe zeitgemäß fortzuentwickeln, führt die DRK-Landespräsidentin weitere Gespräche mit der neuen Landesregierung für ein neues Katastrophenschutzgesetz. Im Lob für die Region Ulm hat Bosch auch nicht vergessen, das Ulmer Impfzentrum zu erwähnen, das durch seine optimierten Abläufe zu einem bundesweites Muster für alle weiteren Impfzentrum wurde. Bundesweit wird vom Innenministerium eine weitere ambitionierte DRK-Initiative verfolgt, bei der, so Hasselfeldt, in den nächsten fünf Jahren ein Prozent der Bevölkerung zu Pflegeunterstützungskräften ausgebildet werden soll. Diese Kräfte sollen in Katastrophenfällen, die durch Naturereignisse genauso wie durch Pandemien eintreten können, nicht nur Klinikpersonal entlasten, sondern auch kommunale Betreuung übernehmen. Damit will Hasselfeldt die im vergangenen Jahr erkennbar große Hilfsbereitschaft von individueller Hilfe zu gebündelter und strukturierter Krisenhilfe überführen. Text/Foto: Thomas Heckmann



Highlight
Weitere Topevents
Närrisch am Arbeitsplatz: Das ist erlaubt
Nicht mehr lange und das närrische Treiben erreicht seinen Höhepunkt. Während die einen den...weiterlesen
Ein Trümmerfeld auf der Autobahn - schwerer Unfall heute Früh blockiert stundenlang A8 bei Dornstadt
kein guter Wochenstart: ein wahrliches Trümmerfeld auf der Autobahn, vier Verletzte und stundenlanger...weiterlesen
Neue Verkehrsführung beim Blaubeurer Ring in Ulm überfordert viele Autofahrer
Die komplette Sperrung der Blaubeurer-Tor-Brücke hat Ulm am Samstag zum Dauerstau auf der Bundesstraße...weiterlesen
Fachkräftebrücke mit Südafrika – spannend: nun mit Insight Trip Südafrika - künftige Azubis, ihre Berufsschulen und Facharbeiter werden besucht
Das Unternehmerehepaar Roxanne und Michael Kreutle mit Sitz in Munderkingen hat eine Fachkräftebrücke...weiterlesen
Nächstes Kapitel im Fall: eine Erbschaft unter den Nagel gerissen und als Stiftungs-Verwalter auch noch bereichert
Der Fall ist höchst prätentiös: Offenbar gibt es einen Neu-Ulmer Notar, der einem anderen Notar a.D....weiterlesen
Erneut Schüsse in Gaststätte
In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei geben beide bekannt:...weiterlesen
Schwerer Verkehrsunfall bei Frontalzusammenstoß bei schneeglatter Fahrbahn
Am 25.01.2026 gegen 16.45 Uhr ereignete sich auf der B 12 Höhe Germaringen ein schwerer Verkehrsunfall....weiterlesen
Dieb zückt in Ulmer Hirschstraße Messer
Am Dienstag soll einem 17-Jährigen Geld aus der Tasche gefallen sein. Ein Unbekannter hob sie auf und...weiterlesen

























