Ulm News, 23.05.2011 23:07
Ivo Gönner: "Basketball schafft ein Wir-Gefühl"
Die Innovationsregion Ulm baut ihr Engagement als neuer PREMIUM Sponsor bei Basketball Ulm aus. Im Interview erklärt ihr 1. Vorsitzender, Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner, warum die Innovationsregion und ratiopharm Ulm ein Spitzenduo sind
Herr Gönner, warum braucht die Innovationsregion Ulm ein starkes Spitzensportteam wie ratiopharm Ulm?
Ivo Gönner: ratiopharm Ulm ist ein sehr guter Werbeträger für unsere Botschaft. Die besagt, dass Spitzensportleistung etwas mit der Spitzenleistung unserer Wissenschaftsregion zu tun hat. Dass sich hier also Personen ansiedeln, die spitze in ihren Berufen sind. Die Verbindung zwischen technisch, innovativer Spitzenregion und Spitzensport ist also leicht herzustellen.
Leistet die Innovationsregion mit ihrem Engagement hier auch Standortmarketing? Schließlich sorgt sie durch ihre Unterstützung für ein attraktives Freizeitangebot für Spitzenkräfte?
Gönner: Sicherlich. Denn die Menschen, die zu uns kommen und auch bei uns bleiben, leben ja nicht nur von der Arbeit. Hier spielen Kultur und Naherholung eine große Rolle - aber auch die Unterhaltung. Und Spitzensport, wie ihn ratiopharm Ulm bietet, zählt zum Unterhaltungs-, Freizeit- oder Identifikationsangebot. Die populäre Sportart Basketball kann dazu beitragen ein Wir-Gefühl zu schaffen.
Ihr 1. Stellvertreter im Vorstand der Innovationsregion Ulm ist Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, womit deutlich wird: Die Innovationsregion hält sich nicht an Landesgrenzen. Ähnlich verhält es sich mit der gemeinsam gebauten Arena - aber auch mit ratiopharm Ulm. Ist auch das ein Grund, den Spitzensport zu fördern?
Gönner: Die ganze Region braucht identitätsstiftende Ereignisse, dazu gehört Basketball ohne Zweifel. Die Innovationsregion endet ja nicht hinter Ulm oder Neu-Ulm, sondern bindet auch die angrenzenden Landkreise mit ein. Doch das Zentrum liegt in Ulm und Neu-Ulm. Deshalb haben wir uns ja auch dazu entschlossen, gemeinsam die Arena zu errichten - und zwar dort, wo sie am besten hinpasst. Das ist nun einmal in Neu-Ulm.
Beide Städte sind geprägt von einem grenzüberschreitenden Selbstverständnis. Hier passt Basketball hervorragend dazu. Schließlich setzt sich das Team aus Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, hat aber einen gemeinsamen Nenner: Nämlich ein sehr attraktives Spiel auf höchstem Niveau mit großem Unterhaltungswert.
Wird man Ivo Gönner zukünftig häufiger in der ratiopharm arena sehen?
Gönner: Wenn es sich zeitlich irgendwie einrichten lässt, sehr gerne. Meine Kinder sind ohnehin häufig beim Basketball.
Was erzählen die Kinder dem Vater?
Gönner: Sie sind hellauf begeistert von der guten Stimmung. Aber auch von der Mannschaft. Wenngleich das Team sich häufig ändert - was in der Natur der Sache liegt - ist es ein Markenzeichen der Ulmer, sich zu einer Einheit zu verbinden und gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu gehen.
Die Innovationsregion investiert als PREMIUM Sponsor ja keine Peanuts: Was erwarten Sie sich von der Unterstützung?
Gönner: Von einer überzogenen Erwartungshaltung - auch vor dem Hintergrund der neuen Halle - halte ich nichts. Die ratiopharm arena bietet die Möglichkeit, noch mehr Zuschauer empfangen zu können und so den Sport noch populärer zu machen. Ich fände es aber falsch, wenn man jetzt sagt: Die spielen in einer neuen Halle, jetzt müssen die ständig Deutscher Meister werden.
Wenn die Stadt Ulm bzw. die Innovationsregion zukünftig den Zusatz "Basketball Stadt" trüge, würde Sie das aber schon freuen, oder?
Gönner: Natürlich, das kann ich mir gut vorstellen. Denn der Club hat sich ja schon über längere Zeit im Bundesligageschäft gehalten. Wie in anderen Sportarten wird es immer ein Auf und Ab geben. Wenn man die Ausschläge minimieren und ein nachhaltiges Angebot schaffen kann, bringt das eine bessere Performance als der schnelle Erfolg.
Was würden Sie sich von einem Spitzensportteam abgesehen von guten sportlichen Ergebnissen noch wünschen?
Gönner: Eine Verwurzelung in der Region. Ich denke hier an Engagements in Schulen oder an Auftritte bei verschiedenen öffentlichen Anlässen. Das ist in den letzten Jahren ganz gut gelungen.
Spitzensport sollte identitätsstiftend für die Region sein. Mir ist klar, dass dies im Erfolgsfall viel leichter fällt. Hier sollte aber auch die neue Halle ein Stück weit helfen.




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