Ulm News, 20.04.2021 10:32
5,3 Prozent mehr Geld für Baubeschäftigte
Die Industieigewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt stellt Forderungen für Verhandlungen auf mit dem Schwerpunkt Entschädigung für Wegezeiten.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert 5,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die rund 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe. „Zudem soll die Entschädigung der Wegzeiten, also der unbezahlten Fahrten zur Baustelle, vereinbart werden. Dies haben die Kolleg*innen seit langem verdient“, so Andreas Harnack, Regionalleiter der IGBAU Baden-Württemberg. Auch die Löhne, die im Osten von Deutschland bezahlt werden, müssen nach den Vorstellungen der Gewerkschaft den Westeinkommen angeglichen werden. Dieses Forderungspaket hat die Bundestarifkommission nach intensiver Diskussion heute mit großer Mehrheit aufgestellt. Mit 143 Milliarden Euro hat die Bauwirtschaft im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent erzielt, das sind zudem 77 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Laut Ifo-Geschäftsklimaindex vom vergangenen Monat ist für das Bauhauptgewerbe insgesamt mit einem Plus von 2,3 Prozent zu rechnen, dem höchsten Wert seit einem Jahr. „Also von der allgemeinen Corona-Krise ist im Bausektor nichts, aber auch gar nichts zu spüren. Da ist es nur recht und billig, wenn die Beschäftigten auch ein Plus auf ihrem Lohnzettel sehen und die Fahrt von und zur Baustelle bezahlt wird.“, so Andreas Harnack weiter. „Der Bau ist eine zentrale Stütze der Konjunktur, er ist Job-Motor und erlebt seit mehr als zehn Jahren einen beispiellosen Boom. Damit das so bleibt, müssen die, die diesen Boom tragen, auch entsprechend entlohnt werden.“ Nachdem im vergangenen Jahr auch ein Einstieg in die Entschädigung der Wegezeiten erreicht wurde, soll dieses Modell nun ausgebaut werden. „Die Anfahrtswege sind oftmals lang und wechseln ständig, je nach Einsatzort. Die Beschäftigten haben keinen Einfluss darauf, wo der Chef sie hinschickt. Deshalb müssen auch die Fahrten zur Arbeitsstelle entschädigt werden“, so Harnack zur diesjährigen Tarifrunde.



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