Ulm News, 15.04.2021 11:47
Doppeltes US-Jubiläum in Neu-Ulm: 70 Jahre Ansiedelung US Militär - 30 Jahre Abzug

Das Stadtarchiv Neu- Ulm sucht Erinnerungsstücke, Fotos und Objekte für eine geplante digitale Ausstellung, die an die Zeit der Amerikaner in Neu-Ulm erinnern.
Die Stadt Neu-Ulm war über viele Jahre hinweg geprägt von der Stationierung des US-Militärs. In diesem Jahr steht ein Doppeljubiläum an: 2021 jährt sich die offizielle Ansiedlung der Streitkräfte im Jahr 1951 zum 70. Mal und der Abzug im Jahr 1991 zum 30. Mal. Dies nimmt das Stadtarchiv zum Anlass, mit einer Jubiläumswoche vom 25. Juli bis zum 1. August auf die Zeit aufmerksam zu machen, in der der amerikanische „Way of life“ das Stadtbild geprägt hat. Aufgrund der aktuellen Lage wird es voraussichtlich keine zentrale Großveranstaltung geben. Stattdessen möchten die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Larissa Ramscheid, und ihr Stellvertreter Peter Liptau allen Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Jubiläumswoche interessante Einblicke in die Zeit zwischen 1951 und 1991 geben. Das Herzstück bildet eine digitale Ausstellung. Zudem soll es auch eine Broschüre geben, die die Geschichte der US-Standorte in der Stadt erläutert. Geplant ist zudemdie Aufstellung mehrerer Stadtgeschichts-Stelen im Sport-und Freizeitpark Wiley. In Kooperation mit der vh Ulm wird es außerdemeine Podiumsdiskussion geben. Darüber hinaus konnte das Theater Luftschloss als Partner gewonnen werden, um Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu führen. Auf deren Grundlage soll ein Theaterstück kreiert werden. Die Zeitzeugenberichte fließen darüber hinaus auch in die digitale Ausstellung ein und werden im Stadtarchiv für die Zukunft aufbewahrt. Um die Ausstellung so authentisch wie möglich zu gestalten, ist das Stadtarchiv ab sofort auf der Suche nach Materialien, die an die Zeit der Amerikaner in Neu-Ulm erinnern, aber auch an die Zeit nach dem Abzug, in dem die ehemaligen US-Areale zunächst unterschiedlichen Zwischennutzungen gewidmet wurden. „Wir suchen nach allem, was in irgendeiner Art und Weise in Verbindung mit den Amerikanern in Neu-Ulm steht. Egal ob nun alte Fotos, persönliche Anekdoten, Aschenbecher oder Gläser aus dem ehemaligen Offizierscasino, ein altes Schild oder ein Kassenbon aus dem US-Supermarkt am Allgäuer Ring: Wir freuen uns über alles, wodurch die Öffentlichkeit mehr über diese besondere Zeit in unserer Stadt erfahren kann“, erläutert Dr. Larissa Ramscheid. Bürgerinnen und Bürger, die Materialien für die Aktionswoche und die Ausstellung beisteuern können und möchten, können sich ab sofort beim Stadtarchiv Neu-Ulm melden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele in ihren Schränken, im Keller oder auf dem Dachboden nach Überbleibseln aus den Jahren 1951 bis 1991 suchen würden. Je mehr unterschiedliche Zeitzeugen-Objekte, Fotos oder andere Dinge aus den ehemaligen US-Beständen wir erhalten, desto lebendiger wird die Ausstellung und desto lebendiger auch der Einblick in 40 Jahre Neu-Ulmer Stadtgeschichte und darüber hinaus“, sagt Peter Liptau und fügt hinzu: „Die Besitzer erhalten ihre Materialien nach dem Jubiläum selbstverständlich wieder zurück, sofern das gewünscht ist“. Unterdessen laufen die Planungen für die Jubiläumswoche hinter den Kulissen auf Hochtouren. Details zu den einzelnen Projekten und Aktionen folgen in Kürze. Folgende Termine stehen bereits fest:







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