Ulm News, 18.05.2011 15:00
Landrat Erich Josef Geßner empfängt IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton
Der Landkreis Neu-Ulm und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben wollen auch künftig eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Nur so könnten die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden. Darüber waren sich Landrat Erich Josef Geßner und der Präsident der IHK Schwaben, Dr. Andreas Kopton, bei einem Gespräch im Landratsamt Neu-Ulm einig.
Die Unterredung fand im Rahmen von Dr. Koptons Antrittsbesuch im Landkreis Neu-Ulm statt. Begleitet wurde der IHK-Chef von IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank, dem Vorsitzenden des Industrie- und Handelsgremiums Neu-Ulm, Hans-Heiner Honold, dem Regionalgeschäftsführer der IHK Westschwaben (Neu-Ulm und Günzburg), Oliver Stipar, sowie Thomas Zenzinger, einem Mitglied des Vorstandes der Regionalversammlung Neu-Ulm. Als Vertreter des Landkreises Neu-Ulm saßen die Wirtschaftsbeauftragte Monika Stadler und der Persönliche Referent von Landrat Geßner, Raphael Bögge, mit am Tisch.
Von großer Bedeutung nicht nur für die Region Ulm/Neu-Ulm, sondern für ganz Schwaben ist der Neu- beziehungsweise Ausbau der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm-Augsburg. Deshalb müssten sich Wirtschaft, Politik und Kammern im engen Schulterschluss dafür stark machen, stimmten die Gesprächspartner überein.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie der Landkreis Neu-Ulm sich im Spitzenfeld der wirtschaftsstärksten Landkreise in Deutschland behaupten kann. Landrat Geßner verwies auf den dreistelligen Millionenbetrag, den die Gebietskörperschaft Landkreis Neu-Ulm in den vergangenen Jahren in ihre Kliniken und Schulen investiert hat. Dabei sei stets auch dem ökologischen Aspekt Rechnung getragen worden. Durch modernste Gebäudedämmung, Verbesserung der Energieeffizienz und Energieeinsparung sei die Ökobilanz optimiert worden. Was die Infrastruktur angeht, ist der Landkreis Neu-Ulm laut Landrat Geßner „bestens aufgestellt“.
Im Zuge der Kreisentwicklung werde zudem intensiv daran gearbeitet, den Landkreis bayernweit als Bildungsregion zu profilieren. Die Bildung bestmöglich zu fördern ist laut Geßner ein Muss im Kampf gegen den Fachkräftemangel.
„Denn Bildung ist der einzige Rohstoff, den wir haben“, sagte der Landrat. Die IHK-Vertreter sehen das genauso. Das Projekt Fachkräftesicherung bleibt ein gemeinsamer Schwerpunkt von Landkreis und IHK. In dessen Rahmen soll auch ein Bildungsportal realisiert werden. Weitere IHK-Projekte sind die G8-Kampagne und der Tag der offenen Ausbildungsstätten.
IHK-Präsident Dr. Kopton stellte darüber hinaus den Innovationspark vor, der bei der Universität Augsburg angesiedelt werden soll. „Damit soll die Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft geschlagen werden“, erläuterte Kopton.
Auch Unternehmen aus dem Landkreis Neu-Ulm könnten den Innovationspark nutzen. Geforscht werden solle dort in den Bereichen Mechatronik, IT, Faserverbund und Umwelttechnologie.
Ein weiteres Gesprächsthema war die Bildung von Clustern. So soll auf Initiative von Unternehmen aus der Region ein „Logistik-Cluster Schwaben“ gegründet werden. Das grenzüberschreitende Projekt wird von den beiden Industrie- und Handelskammern Schwaben und Ulm gefördert.




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