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Ulm News, 01.04.2020 12:16

1. April 2020 von Thomas Kießling
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„Kommissarin Obermayer“ und andere Telefonbetrüger scheitern


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 Falsche Gerichtsvollzieher, Mitarbeiter von Inkassobüros, Polizisten und eine "Kommissarin Obermayr" gingen in den vergangenen Tagen in der Region leer aus. 

Am Dienstag klingelte gegen 13.30 Uhr bei einer 61-Jährigen aus Ulm das Telefon. Ein Mann gab sich als Gerichtsvollzieher des Amtsgerichts aus. Er habe aus dem Jahr 2017 noch eine offene Rechnung über 800 Euro vorliegen. Mehrere Zahlungsaufforderungen soll die Frau ignoriert haben, weshalb sich nunmehr eine Summe von 3.300 Euro angesammelt habe. Außerdem drohte der angebliche Gerichtsvollzieher mit einem Telefonat mit der Hausbank, um die weitere Verfahrensweise zu klären. Die Angerufene stellte dem Mann geschickte Fragen, worauf er auflegte.
Das Polizeipräsidium Ulm registrierte am Dienstag weitere versuchte Betrugsdelikte. Viermal gaben sich die Täter als Gerichtsvollzieher aus und einmal als Mitarbeiter eines Inkassobüros. Ohne die Nennung einer Institution drohte ein Unbekannter einer Frau die Kontosperrung an, weil sie angeblich Mahnungen nicht beglichen habe. Auch sie brachte den Mann durch selbstbewusste Nachfragen zum Auflegen.
In Ehingen scheiterte ein Telefonbetrüger mit der Masche "Gewinnversprechen" und falsche Polizisten erkannten Menschen aus Giengen, Langenau, Niederstotzingen und aus Ulm als solche. Bereits am Montag gingen falsche Polizisten in Bad Boll, Blaubeuren, Dürnau, Eislingen, Gerstetten, Göppingen, Laichingen, Laupheim, Munderkingen, Rottenacker, Uhingen, Ulm und Zell u.A. leer aus.
Vier Bürger meldeten sich am Dienstag bei der Polizeiinspektion in Weißenhorn und gaben an, dass sie jeweils in den Abendstunden Anrufe von Falschen Polizeibeamten erhielten. In drei Fällen meldete sich eine „Kommissarin Obermayer“ und informierte die Angerufenen über eine vermeintlich festgenommene Einbrecherbande in der Nachbarschaft. Diese hätte nun eine Liste mit dem Namen der Angerufenen darauf bei sich gehabt. Zudem wurden teilweise Fragen nach Vermögens- oder Geldbeständen gestellt. Alle Angerufenen erkannten allerdings die Masche und beendeten das Gespräch, so dass es zu keinem Vermögensschaden kam.



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