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Ulm News, 03.02.2020 17:22

3. Februar 2020 von Ralf Grimminger
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Morphin-Abgabe an Babys: Beschuldigte Krankenschwester aus U-Haft entlassen - Haftbefehl aufgehoben - Staatsanwalt entschuldigt sich


Die Kinderkrankenschwester, die in der vergangenen Woche festgenommen worden war, ist wieder frei. Der Haftbefehl wurde aufgehoben, teilte die Ulmer Staatsanwaltschaft mit. Der Frau war vorgeworfen worden, mittels Morphinverabreichungen fünf Säuglinge in der Uniklinik Ulm in Lebensgefahr gebracht zu haben. Der Leiter der Ulmer Staatsanwaltschaft Christof Lehr drückte der Frau sein Bedauern aus. 

Wie berichtet, war einer Ulmer Kinderkrankenschwester zur Last gelegt worden, dass sie in den frühen Morgenstunden des 20. Dezember 2019 fünf in einem Zimmer in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Ulm untergebrachte Frühgeborene mittels Morphinverabreichungen in Lebensgefahr versetzt haben soll. Aus diesem Grund war gegen die junge Frau am vergangenen Mittwochnachmittag auch Haftbefehl ergangen. Die weiteren Ermittlungen ergaben nun, dass der dringende Tatverdacht gegen die Frau nicht aufrechterhalten werden kann.
Der dringende Tatverdacht gegen die Krankenschwester beruhte auf einem Fund in ihrem Spind an ihrem Arbeitsplatz. Dort hatten die Ermittler eine Spritze gefunden, in welcher sich nach ersten Untersuchungsergebnissen in der Muttermilch mutmaßlich auch Morphin befunden habe. Weitere Analysen des Spritzeninhalts bestätigten diesen Verdacht jedoch nicht. Die Milch war demnach doch nicht mit Morphin durchsetzt. 
Der Haftbefehl wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm noch im Laufe des gestrigen Sonntags durch den Bereitschaftsrichter des Amtsgerichts Ulm aufgehoben. Zudem ordnete die Staatsanwaltschaft ihre umgehende Freilassung an. Der Leiter der Ulmer Staatsanwaltschaft Christof Lehr drückte der Frau sein Bedauern aus.
Die Staatsanwaltschaft kündigte indes für Dienstag, 4. Februar, eine   gemeinsame Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft, des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Ulm an. Hier wollen die Ermittler den aktuellen Sachstand bekannt geben.
Alles sechs Mitarbeiter der Säuglingsstation, die im fraglichen Zeitraum Dienst hatten, sind weiterhin von der Klinik beurlaubt.  

 



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