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Ulm News, 11.02.2019 15:57

11. Februar 2019 von Ralf Grimminger
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Ulmer Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt stirbt beim Langlaufen in St. Moritz


Der Ulmer Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt ist im Alter von 30 Jahren in der Schweiz ums Leben gekommen. Er starb am Wochenende beim Wintersport in St. Moritz. Ersten Informationen zufolge gab es keinen Unfall, sondern einen medizinischen Notfall. Der symphathische Ulmer war in der Loipe zusammmengebrochen. Der Ruderer war fünffacher Europameister, zweimaliger Weltmeister und holte Olympia-Gold im Achter in London und Silber in Rio de Janeiro.  

"Völlig unerwartet erreichte uns heute die traurige Mitteilung, dass unser Max  am letzten Samstag, den 9.2.2019 beim Sport im schweizerischen Engadin tödlich verunglückt ist. Wir sind in Gedanken bei den trauernden Familienangehörigen und sprechen unser tiefstes Mitgefühl und Beileid aus. Mit Maximilian Reinelt verliert der Ulmer Ruderclub Donau e. V. eine herausragende Persönlichkeit sowie einen liebenswerten Menschen mit Vorbildfunktion". Das schreibt der Ulmer Ruderclub auf seiner Homepage. 
"Seit wir heute morgen von seinem viel zu frühen Tod erfahren mussten, beherrschen uns Unglaube und Fassungslosigkeit. In unseren Gedanken ist Maximilian mehr als der Sportler und Olympiasieger, mehr als nur Teil des Team Deutschlandachter. Er war in erster Linie ein Freund, jemand auf den wir uns nicht nur im Training und Wettkampf, sondern im gesamten Leben verlassen konnten. Im Moment fällt es uns unheimlich schwer, die angemessenen Worte zu finden, um Maximilians Leben zu würdigen, denn dass er nicht mehr Teil unserer Gemeinschaft sein kann, übersteigt unsere Vorstellungskraft.  Unsere Gedanken und Anteilnahme sind bei seiner Verlobten, seinen Eltern und Geschwistern". Das teilt das Team Deutschland-Achter auf der Homepage mit. 

Der Sportler aus Ulm starb am Sonntag in St. Moritz. Er war beim Langlaufen zusammengebrochen.
Max Reinelt war 2012 in London mit dem Achter Olympiasieger geworden. 2016 holte er mit dem Achter in Rio de Janeiro noch einmal Silber und beendete danach seine Karriere.
„Ich habe Max über viele Jahre hinweg auf seinem sportlichen Weg begleiten und ihm zu vielen seiner zahlreichen nationalen und internationalen Erfolge mit dem Deutschland-Achter gratulieren dürfen. Auch nach seinem Karriereende hat er sich sehr für den Rudersport engagiert. Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig", so der Siegfried Kaidel, Vorsitzender des Deutschen Ruderverbands. "Jeder, der ihn kennenlernen durfte, war eingenommen von seiner verbindlichen und freundlichen Art. Er wird uns fehlen. Ich wünsche seiner Verlobten und Familie im Namen des gesamten Präsidiums für diese schwierige Zeit viel Kraft und Mut.“
Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, betonte: "Maximilian Reinelt ist einer der ganzen großen Athleten des deutschen Rudersports und darüber hinaus ein sehr sympathischer Mensch, dem es gelungen ist, Leistungssport und seine berufliche Ausbildung zum Arzt mit großem Erfolg zu verbinden. Dies macht seinen Tod beim Sport so besonders tragisch." 
Max Reinelt hatte seine sportliche Karriere im Jahr 2016 beendet, um sein Medizinstudium abzuschließen. Er wollte in Ulm eine Stelle als Arzt antreten und als Mannschaftsarzt dem deutschen Rudersport weiterhin verbunden bleiben. 



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