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Ulm News, 16.02.2011 14:24

16. Februar 2011 von Ralf Grimminger
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Herbert Grönemeyer singt am 24. Juni im Bodenseestadion in Konstanz


Herbert Grönemeyer, der erfolgreichste und einflussreichste deutsche Pop-Interpret, präsentiert im Sommer seine neue Tour am 24. Juni auch in Konstanz im Bodenseestadion.

Während der Vorverkauf für seine Open Air-Konzerte auf Hochtouren läuft, setzte Herbert Grönemeyer mit der Veröffentlichung des Titelsongs seiner gleichnamigen, neuen CD „Schiffsverkehr“ Anfang Februar ein weiteres markantes Zeichen. Das Mitte März erscheinende 13. Studioalbum hat der Künstler gemeinsam mit seinem langjährigen Co-Produzenten Alex Silva produziert. Das Konzert mit Herbert Grönemeyer in Konstanz wird vom Ersten Deutschen Fernsehen, SWR 3 und dem Südkurier präsentiert.

Tickets für Herbert Grönemeyer gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter der Nummer +49 7531 90 88 44 und im Internet unter www.koko.de.

Nahezu 20 Millionen Tonträger und DVDs, 200 Platin- und Gold-Auszeichnungen sowie fast zehn Millionen Zuschauer dokumentieren die singuläre Popularität des unangefochtenen Superstars der deutschen Musikszene. Jetzt haben die Fans endlich wieder Gelegenheit, Herbert Grönemeyer live in seinem absoluten Element mit allen großen Hits seiner Karriere und den Songs seines neuen Albums „Schiffsverkehr“ zu erleben. Für die zuvor angekündigten Konzerte in Rostock, Hamburg, Hannover, Berlin, Gelsenkirchen, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Stuttgart, Leipzig und München sind bereits mehr als 400.000 Tickets verkauft. Der Vorverkauf für das Konzert in Konstanz beginnt am kommenden Freitag.

Wer den charismatischen Sänger und Schauspieler je live erlebt hat, weiß, was ihn erwartet: eine mitreißende Show, eine exzellente Band und eine packende Produktion vom ersten bis zum letzten Akkord. Grönemeyer ist der geborene Entertainer, der sein Publikum auf eine emotionale Reise schickt, seine Empfindungen vermittelt, Spaß und Nachdenklichkeit in eine Balance bringt. Seine Texte haben Millionen verinnerlicht, seine Songs artikulieren die Gefühle mehrerer Generationen, die er inspirierte. Schon immer war es seine besondere Stärke, Gedanken und Gefühle musikalisch auf den Punkt zu bringen und in die richtigen Worte zu kleiden.

Von seinem richtungweisenden Album „Bochum“ bis zu seinem Meisterwerk „Mensch“ hat Herbert Grönemeyer einen weiten Weg zurückgelegt. Dieser Song löste eine Welle der Euphorie aus. Die poetische Reflexion über die menschliche Natur markierte eine Sternstunde der Popmusik.

 

Herbert Grönemeyer, am 12. April 1956 in Göttingen geboren, wuchs in Bochum auf. Hier, im Herzen des Ruhrgebiets, erhielt er sein erstes Engagement als musikalischer Leiter am Schauspielhaus. In den späten Siebzigern entwickelte sich seine Karriere zweigleisig, denn er stand auch als Schauspieler auf der Bühne. Unter der Regie von Peter Zadek und Claus Peymann spielte er in Hamburg, Stuttgart und Köln. Nach einer kurzen Episode in der Jazz-Rockband Ocean veröffentlichte der 23-jährige 1979 sein erstes Soloalbum, dem zwei Jahre später sein „Zwo“ betiteltes folgte. Im gleichen Jahr glänzte er in der Rolle des Leutnants Werner in Wolfgang Petersens „Das Boot“. Eine weitere viel beachtete schauspielerische Leistung bot er als Komponist Robert Schumann in „Frühlingssinfonie“ von Peter Schamoni. 1982 und 1983 erschienen zwei weitere Alben, „Total Egal“ und „Gemischte Gefühle“.

 

Der Durchbruch als Sänger und Komponist gelang Herbert Grönemeyer 1984 mit „Bochum“. Das Album traf genau das Zeitgefühl, dominierte mehr als eineinhalb Jahre die deutschen Charts und gilt als Meilenstein deutscher Rockmusik der 80er Jahre. „Männer“, „Alkohol“, „Flugzeuge im Bauch“ und der Titelsong zählen nach wie vor zu den Publikumsfavoriten. Seitdem hat Herbert Grönemeyer Superstar-Status. Jedes Album wurde seither mit Platin ausgezeichnet, jede seiner Tourneen erzielte neue Zuschauerrekorde.

 

In der Folge lieferten das politisch gefärbte „Sprünge“ (1986) und das siebte Album „Ö“ (1988) weitere Beweise seiner besonderen Fähigkeit, eindrucksvolle Rock-Hymnen zu schreiben. Auf „Luxus“ (1990) überraschte der Freigeist, der sich durch nichts und niemanden vereinnahmen lässt, mit politisch harten Kommentaren zur Deutschen Wiedervereinigung. Die CD wurde mit einem Echo in der Kategorie „Bester Künstler National“ belohnt. 1993 veröffentlichte Herbert Grönemeyer mit „Chaos“ sein bis dato progressivstes Album, das er im Hinblick auf die Experimentierfreudigkeit mit „Cosmic Chaos“, einem Minialbum mit Techno-Versionen seiner Songs, noch übertraf. 1994 konnte er einen weiteren Echo als „Bester Künstler National“ in Empfang nehmen. Zudem lud man ihn als ersten nicht englisch sprechenden Künstler für „MTV Unplugged“ ein. Das Konzert wurde 1995 unter dem Titel „Unplugged Herbert“ veröffentlicht, zeitgleich mit „Grönemeyer Live“, einer Aufzeichnung der „Chaos“-Tour.

 

1998 zog Herbert Grönemeyer von Berlin nach London. In diesem Jahr arbeitete er erstmals mit dem britischen Produzenten Alex Silva zusammen. Das Resultat, „Bleibt alles anders“, war ein überraschendes Album, stark geprägt von einer postmodern kühlen Klangästhetik und elektronischer Musik. Das neue Jahrtausend begann für Herbert Grönemeyer viel versprechend mit der preisgekrönten DVD „Stand der Dinge“ über zwei Konzerte im Rahmen der Expo in Hannover.

 

Nach persönlichen Schicksalsschlägen und einer Zeit der Reflexion meldete er sich 2002 mit „Mensch“ zurück. Das Titelstück gilt bis heute als einer der populärsten deutschen Popsongs überhaupt. Das Album „Mensch“ avancierte mit neun Platinauszeichnungen für drei Millionen CDs zum bestverkauften Album aller Zeiten in Deutschland. Dieser Erfolg spiegelte sich in der Vergabe des Echos sowohl in der Kategorie „Bester Künstler National“ als auch für die „Beste Single National“ („Mensch“).

 

Die DVD „Mensch Live“ ist die erfolgreichste deutsche Musik-DVD. Sie bescherte ihm einen weiteren Echo und sechs Platinauszeichnungen. Die Show dokumentierte Herbert Grönemeyer als Phänomen, Publikumsmagnet und Ausnahme-Performer, der sein Publikum drei Stunden lang in Atem hält. Frisch gekürt mit einem World Music Award kehrte er 2003 auf ein ihm vertrautes künstlerisches Feld zurück: das Theater. Für Robert Wilsons Produktion von Georg Büchners „Leonce und Lena“ komponierte er die Musik. Seine Kompositionen, die wie die Berliner Aufführung selbst gefeiert wurden, erschienen 2005 auf CD.

 

 

2007 erscheint das Album „12“, mit dem Herbert Grönemeyer die lose „Trilogie“, die er mit dem Album „Bleibt alles anders“ begonnen und mit „Mensch“ fortgesetzt hatte, vollendet. Alle drei Alben entstanden in enger Zusammenarbeit mit Alex Silva. Zwei Millionen erleben und feiern Herbert Grönemeyer live in den größten Stadien Deutschlands, der Schweiz und Österreichs. Die Tour wurde mit der DVD „12 Live“ dokumentiert und war die erste HD DVD in der Geschichte der EMI Music Germany.

Am 9. Januar 2010 spielte Herbert Grönemeyer bei der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010 erstmals seine für dieses besondere Ereignis geschriebene Ruhrgebietshymne „Komm zur Ruhr“. Die Uraufführung bildete den musikalischen Höhepunkt des Festivals.

Zum Kinofilm von Anton Corbijn, „The American“ mit George Clooney, komponierte er die Musik. Der komplette Soundtrack für einen Hollywood-Streifen ist auch für Herbert Grönemeyer eine Premiere. Die Bühnengestaltung für die Tourneeproduktion übernimmt ebenfalls erneut Anton Corbijn.

Herbert Grönemeyer engagiert sich sozial und politisch auf verschiedenen Ebenen. Seit Jahren kämpft er gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit. Dafür ehrte ihn 2005 das Time Magazine als „European Hero“. Sein Gewicht als renommierter Schauspieler und Musiker setzt er für die Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“ ein, deren Vorsitz er mit übernommen hat. Die Aktion wurde ins Leben gerufen, um Druck auf die G-8-Staaten auszuüben, damit die von der UN aufgestellten „Millenniumsziele“ zur Armutsbekämpfung tatsächlich erfüllt werden.



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