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Ulm News, 08.02.2011 14:30

8. February 2011 von Thomas Kießling
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Auf dem Weg zu einer vernetzten Stadt


Der Siegeszug des Internets ist unaufhaltsam. Über 70 Prozent der Bevölkerung ist bereits online und Experten erwarten in den kommenden Jahren eine Steigerung des Datenverkehrs um bis zu 500 Prozent. Der Ausbau leistungsfähiger Netze ist also unabdingbar - und für die Kommunen ein entscheidender Standortfaktor. Wie ist diese infrastrukturelle Herausforderung zu meistern? Und wie gehen die Kommunen mit neuen Kommunikationsformen in den Social Networks wie Facebook oder Twitter um? Das waren zentrale Fragen einer Fachtagung des InnovatorsClub, einer Arbeitsgruppe des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, die küprzlich im Ulmer Rathaus stattfand.
Der vom Deutschen Städte- und Gemeindebund initiierte Innovators Club (IC) befasst sich mit strategischen Zukunftsthemen der Kommunen wie Bildung, Klima, Energie, Stadtentwicklung, Kommunikation, IT und Kooperation. Im Innovators Club arbeiten rund 40 Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte sowie Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft interdisziplinär zusammen. Im Rahmen des IC finden auch "Innovators Lounges" statt. Zu einer solchen kamen Mitglieder des bayerischen und des baden-württembergischen Gemeindetags in Ulm zusammen.
"Die Zukunft ist digital", ist sich Ulms Erster Bürgermeister Gunter Czisch sicher, "dabei ist die klassische Internetnutzung nur der Anfang. Moderne Innovationen wie beispielsweise die Steuerung von Anwendungen im Haushalt oder im Bereich der Telemedizin werden sich durchsetzen. Und dafür brauchen wir ein leistungsfähiges Breitbandnetz." Ulm und Neu-Ulm haben die Zeichen der Zeit erkannt und mit der "Internet-Offensive 2012" die passende Antwort gegeben. Bis Ende nächsten Jahres sollen 99 Prozent aller Haushalte mit Hochgeschwindigkeits-Internet versorgt sein. Und das in Eigenregie - durch die städtische Tochter SWU-Telenet. "Man kann nicht immer auf staatliche Programme setzen," so Gunter Czisch, "deshalb haben wir uns entschlossen, die Initiative selbst zu ergreifen. Der flächendeckende Ausbau des Breitbandnetzes ist klassische Infrastruktur- und Standortpolitik. Der sich ergebende Vorteil im Wettbewerb der Städte ist nicht zu unterschätzen."
Ein weiteres Kernthema der Diskussionen war die sich durch das Internet rasch wandelnde Dialogkultur zwischen Verwaltung und Bürgerschaft. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter werden vermehrt zur Plattform politischer Diskussionen und lösen in zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit klassische Kommunikationsformen ab. "Wir müssen die Menschen da abholen, wo sie sind", so Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, "gerade die junge Generation ist keineswegs unpolitisch - sie nützt nur neue Wege der Kommunikation." Gunter Czisch ergänzte: "Es wird neue Formen der Partizipation und auch des demokratischen Prozesses geben. Ich plädiere für eine gedankliche Öffnung von Verwaltung. Die Bürger erwarten völlige Transparenz - das hat unlängst die Diskussionen rund um das Thema Stuttgart 21 gezeigt. Themen wie Open Data und der offene Dialog in sozialen Netzwerken werden uns deshalb bereits in ganz naher Zukunft beschäftigten." Das "Ob" ist also eigentlich schon nicht mehr in Frage zu stellen - den Schlüssel zum "Wie" gilt es nun zu finden.


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