Ulm News, 04.02.2011 20:00
Von der Leihoma zur vernetzten Ferienbetreuung
Was tun, wenn kurzfristig eine Kinderbetreuung gesucht wird? Wie können Familien im Landkreis Neu-Ulm besser unterstützt werden? Wo finde ich die passende Ferienbetreuung? Das sind drei von mehreren Fragen, auf die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Neu-Ulm gerade Antworten suchen.
Am vergangenen Mittwoch startete in Elchingen die dritte Arbeitskreisrunde auf dem Weg zum Kreisentwicklungsprogramm des Landkreises. Zum Auftakt tagte der Arbeitskreis „Mensch und Gesellschaft“ unter der Leitung von Renate Kögel und Raphael Bögge. „Wir wollen heute gemeinsam die guten Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen ‚Ehrenamt’ und ‚Familie’ präsentieren“, eröffnete die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm, Renate Kögel, die Veranstaltung. Diese Arbeitsgruppen hatten sich bei der letzten Arbeitskreissitzung im Oktober 2010 in Vöhringen gebildet. Voller Tatendrang entwickelten sie zwischen Oktober und Februar erste Projektideen.
„Wir freuen uns über dieses großartige Engagement“, lobte der Kreisentwicklungsbeauftragte Raphael Bögge die Mitwirkenden.
Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Familie“ lautete ein Vorschlag, das Leihoma/Leihopa-Projekt des Mehrgenerationenhauses in Neu-Ulm auf den ganzen Landkreis auszuweiten.
Damit könnten kurzfristige Kinderbetreuungslücken geschlossen werden. „Die Idee ist, dass sich Senioren bereit erklären, nach einer Schulung Familien kurzzeitig zu unterstützen“, erläuterte Raphael Bögge. Damit sollte der Mutter oder dem Vater ein Arztbesuch, eine kurze Erholungsphase oder anderes ermöglicht werden. Weitere vorgestellte Projektideen für das Kreisentwicklungsprogramm waren eine Familienbroschüre mit wichtigen Informationen, die an alle Familien verteilt werden soll, und so genannte Familienhebammen.
Sie sollen Familien rund um die Geburt eines Kindes bei zahlreichen Fragestellungen unterstützen. Außerdem soll das Projekt eines Übersichtskalenders mit allen Ferienbetreuungsangeboten im Landkreis Neu-Ulm weiterverfolgt werden.
Aus der Arbeitsgruppe „Ehrenamt“ wurden Vorschläge unterbreitet, wie der Landkreis ehrenamtlich engagierte Bürger besser unterstützen kann. So sollte es neben einer Anerkennungskultur auch die Möglichkeit der Zertifizierung von bestimmten Aufgaben geben.
Außerdem wünschen sich die Ehrenamtlichen Unterstützung in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsfragen. Diese Themen sollen bis zur nächsten Arbeitskreisrunde im Mai weiterberaten werden. Dann steht auch das Thema „Integration“ auf der Tagesordnung.
„Auch in dieser Arbeitskreisrunde sind alle Interessierten herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Ein Einstieg ist jederzeit möglich“, so Raphael Bögge. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Mittwoch, 9. Februar 2011. Dann tagt ab 17.30 Uhr der Arbeitskreis „Bildung und Wissenschaft“ im Bildungszentrum Roggenburg. Weitere Informationen zur Kreisentwicklung sind auf der Homepage des Landkreises Neu-Ulm unter www.landkreis.neu-ulm.de/inhalte/kreisentwicklung zu finden.



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